
Denn des Herrn Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind. (2. Chr. 16:9a)
Mit ganzem Herzen beim HERRN
Ich lese gerne von den Königen Israels und Judas. In Israel waren die Könige leider durchgängig schlecht; in Juda war die lange Linie der schlechten Könige immer wieder von guten durchbrochen, „die taten, was dem Herrn wohlgefiel.“
Tragisch sind aber unter diesen jene, von denen es heißt: „jedoch“ oder „solange“.
„Und Joas tat, was dem Herrn wohlgefiel, solange der Priester Jojada lebte“ (2. Chr. 24,2).
„Und er tat, was dem Herrn wohlgefiel, doch nicht von ganzem Herzen.“ (Amazja; 2. Chr. 25,2)
„Und er suchte Gott, solange Sacharja lebte, der ihn unterwies in der Furcht Gottes; und solange er den Herrn suchte, ließ es ihm Gott gelingen.“ (Usia; 2. Chr. 26,5).
Aber wenn die guten Vorbilder weg waren, war auch mit Gottesfurcht und Segen Schluss.
Am meisten bewegt mich in dieser Aufzählung der König Amazja: „Und er tat, was dem Herrn wohlgefiel, doch nicht von ganzem Herzen.“
Das stellt auch uns, auch dir und mir eine ernste Frage: Sind wir wirklich mit ganzem Herzen beim Herrn? So eng, dass er uns stärken und segnen kann? Oder ist unser Leben gekennzeichnet von einer traurigen Halbheit und Weltförmigkeit, die Gott betrübt und größeren Segen verhindert?
Ich kenne die Tendenzen meines Herzens – es sind nicht immer die besten. Kennst Du auch die Deinen?
Herr, ich möchte gerne von Dir gestärkt und gesegnet werden! Hilf mir dazu!
Ein halber Christ ist kein ganzer und eigentlich gar nichts.
Peter Engler
Tägliche Bibellese
Der Tagesvers im Zusammenhang aus 2.Chronik 16:
Asas Abfall und Tod
1 Im sechsunddreißigsten Jahr der Herrschaft Asas zog Bascha, der König von Israel, herauf gegen Juda und baute Rama aus, damit niemand bei Asa, dem König von Juda, aus und ein gehen sollte. 2 Aber Asa nahm aus dem Schatz im Hause des HERRN und aus dem Schatz im Hause des Königs Silber und Gold und sandte zu Ben-Hadad, dem König von Aram, der zu Damaskus herrschte, und ließ ihm sagen: 3 Es ist ein Bund zwischen mir und dir, zwischen meinem und deinem Vater. Darum schicke ich dir Silber und Gold, dass du den Bund mit Bascha, dem König von Israel, aufgibst, damit er von mir abzieht. 4 Ben-Hadad hörte auf die Bitte des Königs Asa und sandte seine Obersten gegen die Städte Israels; die schlugen Ijon, Dan und Abel-Majim und von Naftali alle Städte mit Kornspeichern. 5 Als Bascha das hörte, ließ er ab, Rama auszubauen, und hörte auf mit seinem Werk. 6 Aber der König Asa bot ganz Juda auf und sie nahmen die Steine und das Holz von Rama weg, womit Bascha gebaut hatte, und er baute damit Geba und Mizpa aus.
7 Zu der Zeit kam der Seher Hanani zu Asa, dem König von Juda, und sprach zu ihm: Weil du dich auf den König von Aram verlassen hast und nicht auf den HERRN, deinen Gott, darum ist das Heer des Königs von Aram deiner Hand entronnen. 8 Hatten nicht die Kuschiter und Libyer eine große Heeresmacht mit sehr viel Wagen und Reitern? Doch der HERR gab sie in deine Hand, da du dich auf ihn verließest. 9 Denn des HERRN Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind. Du hast töricht getan, darum wirst du auch von nun an Krieg haben. 10 Aber Asa wurde zornig über den Seher und legte ihn ins Gefängnis; denn er grollte ihm darüber. Auch bedrückte er zu dieser Zeit einige vom Volk.
11 Die Geschichte Asas aber, die frühere und die spätere, siehe, die steht geschrieben im Buch der Könige von Juda und Israel. 12 Und Asa wurde krank an seinen Füßen im neununddreißigsten Jahr seiner Herrschaft und seine Krankheit nahm sehr zu; und er suchte auch in seiner Krankheit nicht den HERRN, sondern die Ärzte. 13 So legte sich Asa zu seinen Vätern und starb im einundvierzigsten Jahr seiner Herrschaft. 14 Und man begrub ihn in seinem Grabe, das er sich in der Stadt Davids hatte aushauen lassen. Und sie legten ihn auf sein Lager, das man mit gutem Räucherwerk und allerlei kunstvoll zubereiteter Spezerei gefüllt hatte, und sie machten ihm zu Ehren einen sehr großen Brand.