Brot des Lebens Ein täglicher Impuls für das Leben mit Jesus
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    Samstag, 28. Februar 2026

    Und als er in Angst war, flehte er zu dem Herrn, seinem Gott, und demütigte sich vor dem Gott seiner Väter. Und als er bat, ließ sich der Herr erbitten und erhörte sein Flehen und brachte ihn wieder nach Jerusalem in sein Königreich. Da erkannte Manasse, dass der Herr Gott ist.
    (2. Chr. 33,12–13)

    Beinahe Unglaubliches berichtet die Bibel über den mehr als gottlosen König Manasse, den Sohn Hiskias. In 2. Chr. 33 wird zuerst über seine gottlose Herrschaft berichtet, und wie er alles tat, um den Herrn zu erzürnen und ihn ins Angesicht zu kränken.
    Dann ging es, wie so oft im Alten Testament: Gott gab den Manasse in die Hände seiner Feinde. Sie legten ihn in Ketten und in Fesseln und brachten ihn nach Babel. Er sah einem furchtbaren Schicksal entgegen.
    Da schlug dieser Mann in sich und erinnerte sich an den Gott seiner Väter – und vielleicht noch konkreter: an den Gott seines Vaters. Und die Bibel berichtet in den obigen Versen, wie er sich dann zum Herrn bekehrte. Und in den Versen 14–20 wird berichtet, dass seine Bekehrung nicht nur äußerlich und eine „Zweckbekehrung“ war, sondern dass seiner Buße auch konkrete Taten folgten.
    Man will es beinahe nicht glauben. Ja, man gönnt es ihm nicht einmal unbedingt, dass er noch umkehren durfte – nach allem, was er sich geleistet hat. Aber wenn ein Mensch aufrichtig Buße tut, lässt Gott sich erbitten. Das gilt auch für die schlimmsten und verkommensten der Sünder. Hier leuchtet eine Hoffnung auf, wie sie sonst nirgends in der Welt zu finden ist.
    Freilich – es hat am Gesamturteil Gottes über sein Leben nichts mehr geändert. Es blieb bei: „Und er tat, was dem Herrn missfiel.“ Wie tragisch, wenn jemand eine so lange Regierungszeit als König derart jämmerlich verschleudert! Wie viel Gutes hätte er stattdessen für sein Land und Volk tun können! Aber – im Wesentlichen kam alles zu spät! Und er wurde nicht über den Gräbern der Söhne Davids begraben, wie sein Vater. Sie begruben ihn in seinem Hause, berichtet die Bibel. Man verscharrte ihn schamhaft wie einen dahingegangenen Haushund.
    Lasst uns als glaubende Menschen den Weg Hiskias wählen – und nie den Weg Manasses! Nicht die Lebenszeit mit der Sünde verplempern! Stattdessen wollen wir täglich den Herrn suchen und im Gehorsam zu ihm leben und ihm dienen!

    Besser unbekannt, aber fromm, als prominent und gottlos.

    Peter Engler

    Tägliche Bibellese