Brot des Lebens Ein täglicher Impuls für das Leben mit Jesus

Mittwoch, 12. August 2026

Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt.

Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. (2. Tim. 4:7)

Dem Himmel so nah

Als ich vor zwei Wochen mit meiner Freundin am Grab ihres Sohnes stand, wurde mir neu bewusst, wie liebevoll Gott uns gerade in den schwersten Zeiten unseres Lebens trägt.
Markus starb am 16. Dezember 2025, kurz vor Mitternacht, im Alter von nur 24 Jahren.
Vierundzwanzig Jahre Leben – davon fast sieben Jahre im Kampf gegen eine Krankheit, die alles zu bestimmen schien.
Im März 2019 versuchten Ärzte in einer zwölfstündigen Operation, den Tumor zu entfernen. Doch er konnte nicht vollständig entnommen werden. Nach 39 Bestrahlungen keimte zunächst neue Hoffnung auf; nur ein Jahr später begann der Tumor erneut zu wachsen.
Trotz schwerer gesundheitlicher Einschränkungen und neun Monaten verpasster Berufsschulzeit schloss Markus seine Ausbildung erfolgreich ab. Schlechte Prognosen konnten seinen Lebenswillen nicht brechen. Er kämpfte mit bewundernswerter Stärke, Geduld und Hoffnung.
Die Zeit mit seiner Familie nutzte Markus bewusst und intensiv. Trotz seiner Einschränkungen unternahm er Ausflüge und Reisen und füllte die ihm geschenkte Zeit mit Leben.
In der Zeit seiner Krankheit wuchs sein Glaube immer mehr; seine Beziehung zu Gott wurde tiefer und stärker. Er hatte die feste Gewissheit, dass weder Tod noch Leben uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist (vgl. Röm. 8,38–39).
Als im Juli 2025 deutlich wurde, dass Markus bald seine letzte Reise antreten würde, blieb er hoffnungsvoll und wurde von seinem Glauben an Jesus getragen.
Sein tiefer Wunsch war es, dass Gott ihn durch sein Leben und seinen Tod als Werkzeug gebrauchen möge.
Markus’ Leben hinterlässt Spuren von Glauben, Hoffnung und Liebe. Es bezeugt, dass Gott Kraft schenkt – selbst mitten im schweren Leiden.
Auf dem Friedhof erzählte mir seine Mutter, dass Markus sich ein Wiesengrab gewünscht hatte, damit sie nicht viel Zeit mit Grabpflege verbringen müsse, sondern diese Zeit der Familie schenken könne.
Als wir den Friedhof verließen, leuchtete am Himmel ein wunderschöner Sonnenuntergang. Wir staunten über diese Schönheit, die wir vor einigen Jahren beide noch nicht so bewusst wahrgenommen hätten.
„Selbst wenn ich durch ein finsteres Tal gehen muss, wo Todesschatten mich umgeben, fürchte ich kein Unglück, denn du, Herr, bist bei mir! Dein Stock und dein Hirtenstab geben mir Trost.“ (Psalm 23,4)

Tief getröstet und getragen dürfen wir an der Hoffnung festhalten, Markus in Gottes Ewigkeit wiederzusehen.


Anna Buss

Tägliche Bibellese

Der Bibelvers im Zusammenhang 2. Timotheus 4:

Treue bis zum Ende
1 So ermahne ich dich inständig vor Gott und Christus Jesus, der da kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich: 2 Predige das Wort, steh dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre. 3 Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, 4 und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren.
5 Du aber sei nüchtern in allen Dingen, leide willig, tu das Werk eines Predigers des Evangeliums, richte dein Amt redlich aus. 6 Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meines Hinscheidens ist gekommen. 7 Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; 8 hinfort liegt für mich bereit die Krone der Gerechtigkeit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb haben.

Der Apostel und seine Mitarbeiter
9 Beeile dich, dass du bald zu mir kommst. 10 Denn Demas hat mich verlassen und diese Welt lieb gewonnen und ist nach Thessalonich gezogen, Kreszens nach Galatien, Titus nach Dalmatien. 11 Lukas ist allein bei mir. Markus nimm zu dir und bringe ihn mit dir; denn er ist mir nützlich zum Dienst. 12 Tychikus habe ich nach Ephesus gesandt. 13 Den Mantel, den ich in Troas ließ bei Karpus, bringe mit, wenn du kommst, und die Bücher, besonders die Pergamente. 14 Alexander, der Schmied, hat mir viel Böses angetan; der Herr wird ihm vergelten nach seinen Werken. 15Vor dem hüte du dich auch; denn er hat sich unsern Worten sehr widersetzt. 16 Bei meinem ersten Verhör stand mir niemand bei, sondern
sie verließen mich alle. Es sei ihnen nicht zugerechnet. 17 Der Herr aber stand mir bei und stärkte mich, damit durch mich die Botschaft ausgebreitet würde und alle Heiden sie hörten, so wurde ich erlöst aus dem Rachen des Löwen. 18 Der Herr aber wird mich erlösen von allem Übel und mich retten in sein himmlisches Reich. Ihm sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
19 Grüße Priska und Aquila und das Haus des Onesiphorus. 20 Erastus blieb in Korinth, Trophimus aber ließ ich krank in Milet. 21 Beeile dich, dass du vor dem Winter kommst. Es grüßen dich Eubulus und Pudens und Linus und Klaudia und alle Brüder.
22 Der Herr sei mit deinem Geist! Die Gnade sei mit euch!

Das tägliche Bibel-Quiz

 

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#1. Wie beschreibt der Autor die spezifische körperliche Empfindung, die er als den „Schmerz Gottes“ bezeichnet?

#2. Was ist der Hauptgrund dafür, dass der Autor glaubt, Gott könne einen so tiefen emotionalen Schmerz empfinden?

#3. Was war das eigentliche geistliche Ergebnis der Erfahrung des Autors mit dem „Schmerz Gottes“?

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