Brot des Lebens Ein täglicher Impuls für das Leben mit Jesus

Mittwoch, 26. August 2026

Wen der HERR liebt, den weist er zurecht, und hat doch Wohlgefallen an ihm wie ein Vater am Sohn.

Wen der HERR liebt, den weist er zurecht, und hat doch Wohlgefallen an ihm wie ein Vater am Sohn. (Spr. 3:12)

Zurechtgewiesen

Wie sehr wurde dieser Vers früher missverstanden, wenn übersetzt wurde: „Wen der HERR liebt, den züchtigt er.“ Damals wurde Zucht oft mit Strafe gleichgesetzt.
In Wirklichkeit ist es gerade andersherum, denn es steht geschrieben: „Wen der HERR liebt, den weist er zurecht.“ Zurechtweisung heißt: Weil GOTT uns liebt, holt er uns von unseren falschen Wegen zurück. Unser Ergehen ist ihm nicht gleichgültig – und schon gar nicht der Ort, an dem wir zuletzt in Ewigkeit sein werden. Dass Menschen Gottes Einladung zurückweisen, bricht ihm schier das Herz, weil er uns als seine Geschöpfe so sehr liebt.
Welcher Vater würde seinem Kind erlauben, mit giftigen Schlangen oder Skorpionen zu spielen? Wer würde sein Kind vor tödlichen Gefahren nicht schützen wollen, indem er es zurechtweist, also auf die Gefahren aufmerksam macht? Welcher Vater würde sein Kind nicht mit äußerster Kraft von der Straße reißen, wenn ein Auto auf es zurast?
Ich danke GOTT auf Knien für all die Zurechtweisungen, die er mir im Verlauf meines Lebens erteilt hat. Wie sehr freue ich mich über all die Ge- und Verbote in Gottes Wort, die mich vor vielerlei Gefahren bewahrt und mir den rechten Weg gewiesen haben. Sie haben mir bis heute geholfen, dass mein Leben gelingt. GOTT gab uns sein Wort, weil er uns liebt. Wohl dem Menschen, der Gottes Wort sein Vertrauen schenkt und deshalb für Gottes Zurechtweisung empfänglich wird! Und wer Gottes Zurechtweisung annimmt, erfährt darin nicht Ablehnung, sondern die rettende Liebe des Vaters, der seine Kinder auf den Weg des Lebens zurückruft!

„Die Schläge des Freundes meinen es gut; aber die Küsse des Hassers sind trügerisch.“ (Spr. 27,6)

Seid gesegnet!

Martin Seidl-Schulz

Tägliche Bibellese

Der Bibelvers im Zusammenhang Sprüche 3:

Vom Segen der Gottesfurcht und Weisheit
1 Mein Sohn, vergiss meine Weisung nicht, und dein Herz behalte meine Gebote, 2 denn sie werden dir langes Leben bringen und gute Jahre und Frieden; 3 Gnade und Treue sollen dich nicht verlassen. Hänge meine Gebote an deinen Hals und schreibe sie auf die Tafel deines Herzens, 4 so wirst du Freundlichkeit und Klugheit erlangen, die Gott und den Menschen gefallen.
5 Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, 6 sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen. 7 Dünke dich nicht, weise zu sein, sondern fürchte den HERRN und weiche vom Bösen. 8 Das wird deinem Leibe heilsam sein und deine Gebeine erquicken.
9 Ehre den HERRN mit deinem Gut und mit den Erstlingen all deines Einkommens, 1 0so werden deine Scheunen voll werden und deine Kelter von Wein überlaufen.
11 Mein Sohn, verwirf die Zucht des HERRN nicht und sei nicht ungeduldig, wenn er dich zurechtweist; 12 denn wen der HERR liebt, den weist er zurecht, und hat doch Wohlgefallen an ihm wie ein Vater am Sohn.
13 Wohl dem Menschen, der Weisheit erlangt, und dem Menschen, der Einsicht gewinnt! 14 Denn es ist besser, sie zu erwerben, als Silber, und ihr Ertrag ist besser als Gold. 15 Sie ist edler als Perlen, und alles, was du wünschen magst, ist ihr nicht zu vergleichen. 16 Langes Leben ist in ihrer rechten Hand, in ihrer Linken ist Reichtum und Ehre. 17 Ihre Wege sind liebliche Wege, und alle ihre Steige sind Frieden. 18 Sie ist ein Baum des Lebens allen, die sie ergreifen, und glücklich sind, die sie festhalten.

19 Der HERR hat die Erde durch Weisheit gegründet und nach seiner Einsicht die Himmel bereitet. 20 Kraft seiner Erkenntnis quellen die Wasser der Tiefe hervor und triefen die Wolken von Tau. 21 Mein Sohn, lass sie nicht aus deinen Augen weichen, bewahre Umsicht und Klugheit! 22 Das wird Leben sein für dein Herz und ein Schmuck für deinen Hals. 23 Dann wirst du sicher wandeln auf deinem Wege, sodass dein Fuß sich nicht stoßen wird. 24 Legst du dich, so wirst du dich nicht fürchten, und liegst du, so wirst du süß schlafen. 25 Fürchte dich nicht vor plötzlichem Schrecken noch vor dem Verderben der Gottlosen, wenn es über sie kommt; 26 denn der HERR ist deine Zuversicht; er behütet deinen Fuß, dass er nicht gefangen werde.
Ermahnung zum Wohltun und zur Friedfertigkeit
27 Weigere dich nicht, dem Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es vermag. 28 Sprich nicht zu deinem Nächsten: Geh hin und komm wieder; morgen will ich dir geben –, wenn du es doch hast.
29 Trachte nicht nach Bösem gegen deinen Nächsten, der arglos bei dir wohnt. 30 Geh nicht mutwillig mit jemand vor Gericht, wenn er dir kein Leid getan hat. 31 Sei nicht neidisch auf den Gewalttätigen und erwähle seiner Wege keinen, 32 denn wer auf Abwegen geht, ist dem HERRN ein Gräuel, aber den Frommen ist er freund.
33 Im Hause des Gottlosen ist der Fluch des HERRN, aber das Haus der Gerechten wird gesegnet. 34 Er wird der Spötter spotten, aber den Demütigen wird er Gnade geben. 35 Die Weisen werden Ehre erben, aber die Toren werden Schande davontragen.

Das tägliche Bibel-Quiz

 

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#1. Was ist dem Impuls zufolge die Hauptmotivation für Gottes „Zurechtweisung“?

#2. Wie beschreibt der Autor das Verhältnis zwischen biblischen „Geboten“ und einem gelingenden Leben?

#3. Welche konkrete Analogie verwendet Martin Seidl-Schulz, um die Dringlichkeit göttlicher Korrektur zu veranschaulichen?

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