Brot des Lebens Ein täglicher Impuls für das Leben mit Jesus

Montag, 07. September 2026

Denn wer sein Leben erhalten will, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird’s erhalten.

Denn wer sein Leben erhalten will, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird’s erhalten. (Mk. 8,35)

Wie Gott uns in den Himmel bringt (2)

In diesen Tagen wird in unserer Gemeinde sehr gebetet für einen Bruder und seine Frau, der in einem muslimischen Land als „Abtrünniger“ im Gefängnis sitzt und bereits das Todesurteil empfangen hat. Er versucht noch, auf juristischem Weg dagegen vorzugehen, aber es ist nicht sicher, ob er Erfolg haben wird. Was dieser ganze schreckliche Vorgang für ihn und seine Frau bedeutet, muss ich nicht näher ausführen.
Dieser Tage nun ging mir ein sonderbarer Gedanke durch den Kopf.
Ich denke, es ist selbstverständlich richtig, wenn wir für diesen Bruder um Rettung vor dem Enthauptet- oder Erhängt- oder Erschossenwerden bitten, und um Beistand für seine Frau. Die Frage lautet nur: Beten wir damit auch im Willen Gottes? Wie wäre es, wenn Gott das für uns Schlimmste für ihn vorgesehen hätte, um ihn zum Märtyrer zu machen? Deswegen müssen wir vorsichtig sein, worum wir in solchen Fällen bitten.
Es ist menschlich völlig verständlich und in Ordnung, wenn wir um Verschonung bitten – sowohl für den Bruder als auch für seine Frau. Niemand von uns wünscht einem Bruder oder einer Schwester irgend etwas Böses. Und keiner muss sich danach drängen, ein solches Ende zu nehmen. Dazu gibt es schlimme Todesarten auf der Welt – vor allem, wenn die Diener des Teufels sie sich ausdenken. Es gibt Dinge, die sind entsetzlicher als der Tod selbst.
Dennoch habe ich plötzlich denken müssen: Ja – die Schergen des Teufels meinen, sie tun einem Christen mit der Hinrichtung etwas Schlimmes an – und natürlich ist das auch so. Aber im letzten Grunde helfen sie jedem Märtyrer nur auf dem Weg in den Himmel – auch wenn sie das niemals wollen oder wissen:

  • Sie meinen, sie tun ihm den Maximalschaden an – und in Wahrheit holt Gott auf diesem Wege eins seiner Kinder oft im Expressverfahren zu sich.
  • Sie meinen, sie hätten gewonnen und ihm alles genommen: sein Leben, seine Ehe, und der Frau den Mann oder den Kindern den Vater – in Wirklichkeit hat er alles gewonnen und seine Mörder nur ihre Strafe vergrößert.
  • Sie wähnen sich als die triumphalen Sieger – und sind doch die allergrößten Verlierer.

So kann es sein, dass von Gottes Warte aus gesehen vielleicht manches anders aussieht, als wir es ansehen, wenn wir mitten darin stecken. Aber es ist doch so, dass niemand uns aus des Vaters und des Sohnes Hand reißen kann.

Wer weiß, wie nahe mir mein Ende,
hin geht die Zeit, her kommt der Tod.
Ach, wie geschwinde und behände,
kann kommen meine Todesnot.
Mein Gott, mein Gott,
ich bitt‘ durch Christi Blut:
Mach‘s nur mit meinem Ende gut.
(Ämilie Juliane von Schwarzburg-Rudolstadt)

Peter Engler

Tägliche Bibellese

Der Bibelvers im Zusammenhang Markus 8:

Die Speisung der Viertausend
(Mt 15,32-39)
1 Zu der Zeit, als wieder eine große Menge da war und sie nichts zu essen hatten, rief Jesus die Jünger zu sich und sprach zu ihnen: 2 Mich jammert das Volk, denn sie haben nun drei Tage bei mir ausgeharrt und haben nichts zu essen. 3 Und wenn ich sie hungrig heimgehen ließe, würden sie auf dem Wege verschmachten; denn einige sind von ferne gekommen. 4 Seine Jünger antworteten ihm: Wie kann sie jemand hier in der Wüste mit Brot sättigen? 5 Und er fragte sie: Wie viel Brote habt ihr? Sie sprachen: Sieben.
6 Und er gebot dem Volk, sich auf die Erde zu lagern. Und er nahm die sieben Brote, dankte und brach sie und gab sie seinen Jüngern, damit sie sie austeilten, und sie teilten sie unter das Volk aus. 7 Und sie hatten auch einige Fische, und er dankte und ließ auch diese austeilen. 8 Sie aßen aber und wurden satt und sammelten die übrigen Brocken auf, sieben Körbe voll. 9 Und es waren etwa viertausend; und er ließ sie gehen.
Die Zeichenforderung der Pharisäer
(Mt 16,1-4)
10 Und alsbald stieg er in das Boot mit seinen Jüngern und kam in die Gegend von Dalmanuta. 11 Und die Pharisäer kamen heraus und fingen an, mit ihm zu streiten, versuchten ihn und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel. 12 Und er seufzte in seinem Geist und sprach: Was fordert doch dieses Geschlecht ein Zeichen? Wahrlich, ich sage euch: Es wird diesem Geschlecht kein Zeichen gegeben werden! 13 Und er verließ sie und stieg wieder in das Boot und fuhr hinüber.
Warnung vor den Pharisäern und vor Herodes
(Mt 16,5-12)
14 Und sie hatten vergessen, Brot mitzunehmen, und hatten nicht mehr mit sich im Boot als ein Brot. 15 Und er gebot ihnen und sprach: Schaut zu und seht euch vor vor dem Sauerteig der Pharisäer und vor dem Sauerteig des Herodes. 16 Und sie bedachten hin und her, dass sie kein Brot hätten.
17 Und er merkte das und sprach zu ihnen: Was bekümmert ihr euch doch, dass ihr kein Brot habt? Versteht ihr noch nicht, und begreift ihr noch nicht? Habt ihr noch ein verhärtetes Herz in euch? 18 Habt Augen und seht nicht, und habt Ohren und hört nicht, und denkt nicht daran: 19 Als ich die fünf Brote brach für die fünftausend, wie viel Körbe voll Brocken habt ihr da aufgesammelt? Sie sagten: Zwölf. 20 Und als ich die sieben brach für die viertausend, wie viel Körbe voll Brocken habt ihr da aufgesammelt? Sie sagten: Sieben. 21Und er sprach zu ihnen: Begreift ihr denn noch nicht?

Die Heilung eines Blinden
22 Und sie kamen nach Betsaida. Und sie brachten zu ihm einen Blinden und baten ihn, dass er ihn anrühre. 23 Und er nahm den Blinden bei der Hand und führte ihn hinaus vor das Dorf, tat Speichel auf seine Augen, legte seine Hände auf ihn und fragte ihn: Siehst du etwas? 24 Und er sah auf und sprach: Ich sehe die Menschen, als sähe ich Bäume umhergehen. 25 Danach legte er abermals die Hände auf seine Augen. Da sah er deutlich und wurde wieder zurechtgebracht, sodass er alles scharf sehen konnte. 26 Und er schickte ihn heim und sprach: Geh nicht hinein in das Dorf!
Das Bekenntnis des Petrus
(Mt 16,13-20; Lk 9,18-21; Joh 6,67-69)
27 Und Jesus ging fort mit seinen Jüngern in die Dörfer bei Cäsarea Philippi. Und auf dem Wege fragte er seine Jünger und sprach zu ihnen: Wer, sagen die Leute, dass ich sei? 28 Sie antworteten ihm: Einige sagen, du seist Johannes der Täufer; einige sagen, du seist Elia; andere, du seist einer der Propheten. 29 Und er fragte sie: Ihr aber, wer, sagt ihr, dass ich sei? Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Du bist der Christus! 30 Und er gebot ihnen, dass sie niemandem von ihm sagen sollten.
Die erste Ankündigung von Jesu Leiden und Auferstehung
(Mt 16,21-23; Lk 9,22)
31 Und er fing an, sie zu lehren: Der Menschensohn muss viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und nach drei Tagen auferstehen. 32 Und er redete das Wort frei und offen. Und Petrus nahm ihn beiseite und fing an, ihm zu wehren. 33 Er aber wandte sich um, sah seine Jünger an und bedrohte Petrus und sprach: Geh weg von mir, Satan! Denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist.
Von der Nachfolge
(Mt 16,24-28; Lk 9,23-27)
34 Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. 35 Denn wer sein Leben erhalten will, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird’s erhalten. 36 Denn was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme an seiner Seele Schaden? 37 Denn was kann der Mensch geben, womit er seine Seele auslöse?
38 Wer sich aber meiner und meiner Worte schämt unter diesem abtrünnigen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln.

Das tägliche Bibel-Quiz

 

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#1. Welches biblische Prinzip bildet die zentrale Grundlage für die Botschaft des Autors über Leben und Tod?

#2. Warum ist es laut dem Autor möglicherweise ratsam, beim Gebet für die Sicherheit eines verfolgten Gläubigen Vorsicht walten zu lassen?

#3. Wie beschreibt die Quelle das Verhältnis zwischen den Henkern und den Gläubigen, gegen die sie vorgehen?

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