Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. (Mt. 28:18-20)
Alltagsmissionare
Der Begriff „Alltagsmissionare“ begegnete mir zuletzt mehrfach in Infobroschüren des Missionswerks Werner Heukelbach – und ließ mich nicht mehr los!
Bei Missionaren denken wir oft an Menschen wie John und Elisabeth Elliot, David Livingstone, Mary Slessor, Hudson Taylor oder Amy Carmichael: Männer und Frauen, die alles zurückließen, um das Evangelium in fremde Länder und Kulturen zu tragen. Manche riskieren bis heute ihr Leben und dienen unter schwierigen Bedingungen, oft verborgen hinter einem weltlichen Beruf.
Doch Mission beginnt nicht erst in fernen Ländern. Wie wird man also zum Alltagsmissionar? Bibelschule, Missionswerk und Seminare können hilfreich sein, sind aber keine Voraussetzung. Entscheidend ist ein Herz, das sich Gott zur Verfügung stellt.
Wie könnte Alltagsmission praktisch aussehen? Ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
Beginne mit Gebet! – Bitte Gott, dir zu zeigen, welchen Dienst du tun und für wen du zum Segen werden sollst. Paulus bat die Gemeinde in Rom um Fürbitte (Röm. 15,30–33).
Diene nicht allein! – Sprich mit deinem Ehepartner, mit Glaubensgeschwistern und Gleichgesinnten. „Eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei“ (Pred. 4,12).
Nutze deine Gaben demütig! – Gott schenkt unterschiedliche Gaben: Dienen, Lehren, Ermahnen, Geben, Leiten oder Barmherzigkeit üben. Doch niemand soll höher von sich denken, als es sich gebührt (Röm. 12,3).
Prüfe deine Motivation! – Geht es um mein Ego oder wirklich um die Menschen? David betet: „Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz“ (Ps. 139,23–24).
Diene fleißig und mit Freude! – „Dienet dem Herrn mit Freuden“ (Ps. 100,2).
Nutze die Gelegenheit! – Alltagsmission beginnt in der Familie, am Arbeitsplatz, in Nachbarschaft, Schule, Uni, Gemeinde oder im Internet. Ob Kalender, Traktate, Bibeln, persönliche Gespräche oder soziale Medien: Entscheidend ist, dass das Evangelium Menschen erreicht.
Röm. 10,9–13 bringt es auf den Punkt: Wer Jesus als Herrn bekennt, von Herzen glaubt und seinen Namen anruft, wird gerettet. Darum ist es ein Vorrecht, dem lebendigen Gott zu dienen. Er allein schenkt Motivation, Freude und offene Türen, damit wir im Alltag ein Segen sind und den Missionsbefehl leben.
Wer Christus im Alltag bekennt, muss nicht in die Ferne gehen, um Missionar zu sein.
Gerd Brändlein
Tägliche Bibellese
Der Bibelvers im Zusammenhang Matthäus 28:
Jesu Auferstehung
(Mk 16,1-10; Lk 24,1-10; Joh 20,1-18)
1 Als aber der Sabbat vorüber war und der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria von Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. 2 Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. 3 Seine Gestalt war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee. 4 Die Wachen aber erschraken aus Furcht vor ihm und wurden, als wären sie tot.
5 Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. 6 Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat; 7 und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern, dass er auferstanden ist von den Toten. Und siehe, er wird vor euch hingehen nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt. 8 Und sie gingen eilends weg vom Grab mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkündigen.
9 Und siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßt! Und sie traten zu ihm und umfassten seine Füße und fielen vor ihm nieder. 10 Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen: Dort werden sie mich sehen.
11 Als sie aber hingingen, siehe, da kamen einige von der Wache in die Stadt und verkündeten den Hohenpriestern alles, was geschehen war. 12 Und sie kamen mit den Ältesten zusammen, hielten Rat und gaben den Soldaten viel Geld 13 und sprachen: Sagt, seine Jünger sind in der Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen. 14 Und wenn es dem Statthalter zu Ohren kommt, wollen wir ihn beschwichtigen und dafür sorgen, dass ihr sicher seid. 15 Sie nahmen das Geld und taten, wie sie angewiesen waren. Und so ist dies zum Gerede geworden bei den Juden bis auf den heutigen Tag.
Der Missionsbefehl
16 Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. 17 Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten.
18 Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. 19 Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
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