Brot des Lebens Ein täglicher Impuls für das Leben mit Jesus

Freitag, 09. Oktober 2026

Milch habe ich euch zu trinken gegeben und nicht feste Speise; denn ihr konntet sie noch nicht vertragen. Auch jetzt könnt ihr’s noch nicht, weil ihr noch fleischlich seid.

Milch habe ich euch zu trinken gegeben und nicht feste Speise; denn ihr konntet sie noch nicht vertragen. Auch jetzt könnt ihr’s noch nicht, weil ihr noch fleischlich seid. (1. Kor. 3:2–3a)

Milch allein genügt nicht

Heute wird unsere jüngste Tochter zwei Jahre alt. Unser Nesthäkchen hängt immer noch sehr stark an ihrer Milch. Neben der oft geringen Beikost, die sie tagsüber zu sich nimmt, benötigt sie vor allem in den Abendstunden ein bis zwei Flaschen Milch vor dem Einschlafen, ansonsten wird sie ungemütlich laut. Alle Versuche, ihr nur Wasser oder Tee zu geben, sind bisher fehlgeschlagen. Die Abstillzeit ist bereits vorbei, und Kuhmilch ist sicherlich ein wichtiger Lieferant für Kalzium, Eiweiß sowie B-Vitamine. All das ist für das Wachstum eines Kleinkinds nötig. Allerdings würde Milch allein nicht ausreichen, damit sich das heranwachsende Kind gesund entwickelt. Es muss irgendwann feste Nahrung zu sich nehmen, andernfalls besteht die Gefahr, dass es zu Mangelerscheinungen und Wachstumsproblemen kommt. Das Kind würde dann keine gesunde Entwicklung bis zum Erwachsensein erleben, sondern teilweise verkümmern.
Genauso geht es manchen Christen nach ihrer Wiedergeburt. Als kleines Baby im geistlichen Sinne beginnt man, begierig die erste Milch und damit Gottes Wort aufzusaugen. Die erste Liebe zum himmlischen Vater ist sehr ansteckend und begeisternd, und man freut sich darüber, ein neues Leben begonnen zu haben. Das geistliche Leben in Gottes Welt hat begonnen. Es ist allerdings auch ein normaler Prozess, dass man viele Dinge der Heiligen Schrift nicht gleich versteht und – um im Bild zu bleiben – „vertragen“ kann. Gefährlich wird es aber im Laufe der Zeit, wenn der Christ immer „nur“ nach Milch verlangt, aber die Beikost vernachlässigt, die dringend nötig ist, um weiter im Glauben zu wachsen.
Warum kann es zu geistlichen Fehlentwicklungen kommen? Der Apostel Paulus stellt in unserem Tagesvers schnell die Ursache fest: Fleischliche Christen sind laut 1. Kor. 3,3b Christen, bei denen noch Eifersucht und Zank herrschen. Die Werke des Fleisches sind nach Galater 5 Wachstumshemmer. Hingegen bringt ein geistlicher oder gereifter Christ nach Kolosser 1,10 Frucht in jedem guten Werk und wächst in der Erkenntnis Gottes. Die Frucht des Geistes nach Galater 5,22–23a bringt wiederum einen geistlichen Wachstumsschub, der ein Leben lang anhält: Sie besteht aus “… Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.“
Wenn du einen Anfang mit Jesus gemacht hast, bleib nicht im Krabbelstadium mit Milch auf dem Boden und gib dich nicht damit zufrieden; wachse vielmehr mit fester Nahrung in der Erkenntnis Gottes und werde zum gestandenen Christen auf zwei Beinen.

Zwergenwuchs ist eine unnatürliche Erscheinung im Reich Gottes.

Gerd Brändlein

Tägliche Bibellese

Der Bibelvers im Zusammenhang 1. Korinther 3:

Unmündigkeit der Korinther
1 Und ich, liebe Brüder, konnte nicht zu euch reden wie zu geistlichen Menschen, sondern wie zu fleischlichen, wie zu unmündigen Kindern in Christus. 2 Milch habe ich euch zu trinken gegeben und nicht feste Speise; denn ihr konntet sie noch nicht vertragen. Auch jetzt könnt ihr’s noch nicht, 3 weil ihr noch fleischlich seid. Denn wenn Eifersucht und Zank unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und lebt nach Menschenweise? 4 Denn wenn der eine sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere aber: Ich zu Apollos –, ist das nicht nach Menschenweise geredet?
Mitarbeiter Gottes
5 Wer ist nun Apollos? Wer ist Paulus? Diener sind sie, durch die ihr gläubig geworden seid, und das, wie es der Herr einem jeden gegeben hat: 6 Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen; aber Gott hat das Gedeihen gegeben. 7 So ist nun weder der pflanzt noch der begießt etwas, sondern Gott, der das Gedeihen gibt. 8 Der aber pflanzt und der begießt, sind einer wie der andere. Jeder aber wird seinen Lohn empfangen nach seiner Arbeit.
9 Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau. 10 Ich nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe den Grund gelegt als ein weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. 11 Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.

12 Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, 13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird’s klarmachen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen. 14 Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. 15 Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch.
16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? 17 Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr.
Kein Grund zum Ruhm
18 Niemand betrüge sich selbst. Wer unter euch meint, weise zu sein in dieser Welt, der werde ein Narr, dass er weise werde. 19 Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit bei Gott. Denn es steht geschrieben Hiob 5,13: »Die Weisen fängt er in ihrer Klugheit«, 20 und wiederum Ps 94,11: »Der Herr kennt die Gedanken der Weisen, dass sie nichtig sind.« 21 Darum rühme sich niemand eines Menschen; denn alles ist euer: 22 Es sei Paulus oder Apollos oder Kephas, es sei Welt oder Leben oder Tod, es sei Gegenwärtiges oder Zukünftiges, alles ist euer, 23 ihr aber seid Christi, Christus aber ist Gottes.

Das tägliche Bibel-Quiz

 

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#1. Welches Problem entsteht laut der geistlichen Metapher des Textes, wenn ein Christ dauerhaft ausschließlich bei der „geistlichen Milch“ verbleibt?

#2. Warum bezeichnet der Apostel Paulus die Gemeindemitglieder in 1. Korinther 3 als „fleischlich“?

#3. Was zeichnet einen geistlich gereiften Christen nach Kolosser 1,10 aus?

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