Aber Jesus sprach: Lasst die Kinder und wehrt ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solcher ist das Reich der Himmel! (Mt. 19:14)
Kinderbibelwoche
Jedes Jahr veranstalten wir in unserer Gemeinde in Santo Domingo de Cutuglagua, einem kleinen Ort südlich von Quito, der Hauptstadt Ecuadors, eine Kinderbibelwoche. Auch Kinder müssen das Evangelium hören und an den Herrn Jesus glauben, um errettet zu werden. Neben Liedern, Spielen und gemeinsamen Mahlzeiten steht deshalb an jedem Tag eine biblische Geschichte im Mittelpunkt. So erfahren die Kinder von der Liebe Gottes, die sich in Jesus Christus offenbart hat.
Es war an einem Freitagvormittag, dem letzten Tag der Kinderbibelwoche. Wie immer luden wir die Kinder am Ende der biblischen Lektion dazu ein, ihr Leben dem Herrn Jesus anzuvertrauen. Dabei gehen wir sehr behutsam vor, denn wir wollen jede Form von Manipulation oder Druck vermeiden. Der Geist Gottes soll an den Herzen der Kinder wirken und sie zum Herrn Jesus führen.
Und tatsächlich vertraute sich an jenem Freitagvormittag ein etwa zehnjähriges Mädchen dem Herrn Jesus an.
Am Sonntag, nur zwei Tage später, erfuhren wir, dass das Mädchen verunglückt war. Beim Spielen war es von einem Dach gestürzt und hatte sich dabei tödlich verletzt.
Nach dem Gottesdienst besuchten wir die Eltern. Die Trauerfeier fand in ihrem Haus statt; der Sarg stand im Wohnzimmer. Alles war sehr schlicht und ärmlich. Anhand der Bibel konnten wir den Eltern, die selbst nicht gläubig waren, die Gewissheit zusprechen, dass ihr Kind beim Herrn Jesus im Himmel ist, weil es an ihn geglaubt hatte. Welch eine Ermutigung und welch ein Trost, den wir ihnen mitten in ihrem Schmerz weitergeben durften! Ob sie sich später selbst bekehrten, wissen wir nicht. Uns aber wurde erneut bewusst, wie wichtig es ist, Kindern das Evangelium weiterzusagen. Auch sie brauchen den Herrn Jesus als ihren persönlichen Heiland, um gerettet zu werden. Deshalb möchte ich dich, lieber Leser, ermutigen: Erzähle auch du Kindern von Jesus, wo immer sich dir eine Gelegenheit bietet!
Wer Kindern das Evangelium sagt, weist ihnen schon in frühen Tagen den Weg zum ewigen Leben.
Friedemar Becker
Tägliche Bibellese
Der Bibelvers im Zusammenhang Matthäus 19:
Von Ehe, Ehescheidung, Ehelosigkeit
(Mk 10,1-12)
1 Und es begab sich, als Jesus diese Reden vollendet hatte, dass er sich aufmachte aus Galiläa und kam in das Gebiet von Judäa jenseits des Jordans; 2 und eine große Menge folgte ihm nach und er heilte sie dort.
3 Da traten Pharisäer zu ihm und versuchten ihn und sprachen: Ist’s erlaubt, dass sich ein Mann aus irgendeinem Grund von seiner Frau scheidet? 4 Er aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen: Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau 5 und sprach 1. Mose 2,24: »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein«? 6 So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!
7 Da fragten sie: Warum hat dann Mose geboten, ihr einen Scheidebrief zu geben und sich von ihr zu scheiden? 8 Er sprach zu ihnen: Mose hat euch erlaubt, euch zu scheiden von euren Frauen, eures Herzens Härte wegen; von Anfang an aber ist’s nicht so gewesen. 9 Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Ehebruchs, und heiratet eine andere, der bricht die Ehe.
10 Da sprachen seine Jünger zu ihm: Steht die Sache eines Mannes mit seiner Frau so, dann ist’s nicht gut zu heiraten. 11 Er sprach aber zu ihnen: Dies Wort fassen nicht alle, sondern nur die, denen es gegeben ist. 12 Denn einige sind von Geburt an zur Ehe unfähig; andere sind von Menschen zur Ehe unfähig gemacht; und wieder andere haben sich selbst zur Ehe unfähig gemacht um des Himmelreichs willen. Wer es fassen kann, der fasse es!
Die Segnung der Kinder
(Mk 10,13-16; Lk 18,15-17)
13 Da wurden Kinder zu ihm gebracht, damit er die Hände auf sie legte und betete. Die Jünger aber fuhren sie an. 14 Aber Jesus sprach: Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solchen gehört das Himmelreich. 15 Und er legte die Hände auf sie und zog von dort weiter.
Die Gefahr des Reichtums (»Der reiche Jüngling«)
(Mk 10,17-27; Lk 18,18-27)
16 Und siehe, einer trat zu ihm und fragte: Meister, was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe? 17 Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich nach dem, was gut ist? Gut ist nur Einer. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote. 18 Da fragte er ihn: Welche? Jesus aber sprach: »Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; 19 ehre Vater und Mutter« 2. Mose 20,12-16; und: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« 3. Mose 19,18.
20 Da sprach der Jüngling zu ihm: Das habe ich alles gehalten; was fehlt mir noch? 21 Jesus antwortete ihm: Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib’s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach! 22 Als der Jüngling das Wort hörte, ging er betrübt davon; denn er hatte viele Güter.
23 Jesus aber sprach zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: Ein Reicher wird schwer ins Himmelreich kommen. 24 Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme. 25 Als das seine Jünger hörten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Ja, wer kann dann selig werden? 26 Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist’s unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich.
Der Lohn der Nachfolge
(Mk 10,28-31; Lk 18,28-30)
27 Da fing Petrus an und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns dafür gegeben? 28 Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet bei der Wiedergeburt, wenn der Menschensohn sitzen wird auf dem Thron seiner Herrlichkeit, auch sitzen auf zwölf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels. 29 Und wer Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Äcker verlässt um meines Namens willen, der wird’s hundertfach empfangen und das ewige Leben ererben. 30 Aber viele, die die Ersten sind, werden die Letzten und die Letzten werden die Ersten sein.
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