Brot des Lebens, ein Impuls für das Leben mit Jesus
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    Donnerstag, 19. März 2026

    Sondern es ist gekommen, wie geschrieben steht: „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat, denen, die ihn lieben.
    (1. Kor. 2,9)

    Mit diesem Vers komme ich nicht gut zurecht. Er wirkt so unvollständig. Man wartet immer darauf, dass noch etwas danach kommt – aber es kommt nichts mehr danach. Wünschen würde ich es mir in etwa so: „das hat Gott bereitet denen, die ihn lieben.“ Es gibt manche moderne Übersetzung, die das „Unvollständige“ dieses Verses so auflöst.
    Doch warum schreibt der ansonsten um eine klare Argumentation nicht verlegene Paulus hier so? Man hat den Eindruck, er ringt nach Luft. Wenn er anfängt, von der zukünftigen Herrlichkeit zu schreiben, gerät er in Schnappatmung. Er sah hier offenbar mehr, als er in klaren Worten ausdrücken konnte.
    Ich denke schon oft an den Himmel. Aber mir ist im Lauf der Zeit eines bewusst geworden: Alle unsere Vorstellungen darüber werden immer unvollkommen sein. Wir können eben nur denken und uns Dinge ausmalen anhand der Gegebenheiten, die wir kennen. Es sind die einer gefallenen Welt. Da gibt es trotz allem immer noch viel Herrliches. Aber wenn es darum geht, sich den Himmel vorzustellen, kommen wir an eine Grenze.
    Das Beste, Schönste und Herrlichste, was wir uns ausmalen oder ausdenken können, reicht nicht heran an die wirkliche Herrlichkeit. Dort, wo wir an die äußerste Grenze unserer Vorstellungskraft kommen, fängt Gott in Wahrheit erst an. Was uns im Himmel und bei Gott erwartet, wird unsere kühnsten Träume und Erwartungen um ein unnennbares Vielfaches übertreffen. Wir werden vielleicht die ganze Ewigkeit mit offenem Mund herumlaufen. Wir haben noch lange nicht begriffen, was das heißt: „Gottes Liebe zu seinen Kindern“ – auch wenn wir es an Golgatha schon ablesen können. Doch erst in der Ewigkeit werden wir sehen und vertieft begreifen, wie sehr er uns liebt. Und wenn Jesus in Joh. 14,2 sagt: „In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten?“ – dann ahnen wir noch nicht, was Jesus als „Innenarchitekt“ für uns bereithält. So unaussprechlich schön, so kostbar und wunderbar wird alles sein, dass wir es für uns als unangemessen empfinden werden. Aber Gott wird an uns nicht sparen, sondern mit Lust und Freude und großer Kelle für uns anrichten. Darüber kann man selbst jetzt schon in Jubel ausbrechen – auch wenn wir die eigentliche Sache noch gar nicht gesehen haben!

    Gott, die reichste Person im Universum, wird sich für seine Kinder nicht lumpen lassen.

    Peter Engler

    Tägliche Bibellese

    Ein Rätsel mit einer Versprechung