Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, dass er bei ihnen bliebe; und er blieb zwei Tage da.
(Jh. 4:40)
Es ist ein lohnendes kleines Bibelstudium, einmal herauszufinden, wer in der Bibel Jesus bat, bei ihm bleiben zu dürfen, und wer ihn wegschickte.
Obiger Vers, in der Geschichte in Joh. 4 von der Frau am Jakobsbrunnen, ist umso bemerkenswerter, als die Samariter sonst mit den Juden nicht viel am Hut hatten und umgekehrt. Aber sie spürten wohl, dass hier kein gewöhnlicher Mensch vor ihnen stand.
Es gab auch einzelne, die Jesus baten, bei ihm bleiben zu dürfen – so die beiden Jünger in Joh. 1,38–39:
„Jesus aber wandte sich um und sah sie nachfolgen und sprach zu ihnen: Was sucht ihr? Sie aber sprachen zu ihm: Rabbi – das heißt übersetzt: Meister –, wo ist deine Herberge? Er sprach zu ihnen: Kommt und seht! Sie kamen und sahen’s und blieben diesen Tag bei ihm …“.
Und dann muss ich denken an die beiden Emmausjünger, die nach Jesu Auferstehung und der Begegnung mit ihm auf dem Wege sagten:
„Herr, bleibe bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, um bei ihnen zu bleiben.“ (Lk. 24,29)
Die Gadarener hingegen schickten ihn nach der Heilung eines besessenen Mannes und der Episode mit der Schweineherde weg: „Und sie fingen an und baten Jesus, aus ihrem Gebiet fortzugehen.“ (Mk. 5,17). Sie fürchteten wirtschaftliche Schwierigkeiten, wenn er noch länger bleiben würde. Was für eine Tragik!
Dieses Thema zieht sich immer wieder durchs Neue Testament: Jesus aufnehmen oder wegschicken? „Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben“ (Joh. 1,12).
Stell dir vor, es klingelt, und Jesus steht draußen vor deiner Tür. Was würdest du tun? Ihn freundlich hereinbitten oder die Tür vor seiner Nase zuknallen? Auch das wiederum kann später entscheidend für deine Ewigkeit sein!
„Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.“ (Offb. 3,20)
Peter Engler
Tägliche Bibellese
Vertiefung des heutigen Impulses:
