Sie gieren alle, Klein und Groß, nach unrechtem Gewinn, und Propheten und Priester gehen alle mit Lüge um und heilen den Schaden meines Volks nur obenhin, indem sie sagen: »Friede! Friede!«, und ist doch nicht Friede.
(Jer. 6,13–14)
Was für ein Armutszeugnis! GOTT musste SEIN Volk durch Jeremia derartig ermahnen. Klein und Groß war auf unrechten Gewinn aus, sie dachten immer wieder nur an den eigenen Vorteil. Die Propheten, die GOTTES Volk zur Umkehr rufen sollten, verkündigten Lügen. Kein Wunder also, dass sich Israel immer tiefer in Sünde und Schuld verstrickte!
Wie aber sollen wir miteinander umgehen? Die Liebe sei ohne Falsch. Hasst das Böse, hängt dem Guten an (Röm. 12,9). Unser Miteinander soll von Wahrheit und Liebe geprägt sein, von gegenseitiger Fürsorge. Wahrheit ohne Liebe ist hart, grausam und brutal. Liebe ohne Wahrheit hingegen ist tödlich, weil sie den Nächsten in seinen Fehlern und falschen Wegen belässt und ihn oder sie damit in die Katastrophe laufen lässt. Die Wahrheit in Liebe jedoch baut auf, bringt zurecht, schenkt zuletzt sogar ewiges Leben. JESUS, die WAHRHEIT und LIEBE in Person, hat mit größter Liebe und Fürsorge GOTTES WAHRHEIT, sprich GOTTES WORT, verkündigt.
Von IHM können wir lernen, die rechte Balance zwischen Wahrheit und Liebe zu finden.
Seid gesegnet!
Martin Seidl-Schulz
