Gedenke, mein Gott, zu meinem Besten an alles, was ich für dies Volk getan habe! (Neh. 5:19)
Eine Bitte, auf die Gott hört
Nehemia, der Mundschenk des persischen Königs Artaxerxes, war nach Jerusalem gekommen, um die Stadtmauern wieder aufzubauen. Dazu hatte ihn Gott bewegt, nachdem er von seinem Bruder Hanani gehört hatte, wie desolat der Zustand der Stadt war, die nach der Eroberung durch die Babylonier in Trümmern lag. In einem eindrucksvollen Gespräch mit seinem König erwirkte er von diesem die Erlaubnis, nach Jerusalem reisen und die Stadtmauern wieder aufbauen zu dürfen.
Doch die Arbeit in Jerusalem stieß auf viele Hindernisse. Da waren drei Männer: Sanballat, Tobia und Geschem, große Antisemiten der damaligen Zeit, denen nicht gefiel, was Nehemia vorhatte. Sie bereiteten ihm von Anfang an und auch später große Schwierigkeiten. Doch Nehemia hielt unbeirrbar an seinem Auftrag fest.
Und noch mehrmals finden wir im Nehemiabuch Aussprüche wie den obigen:
„Gedenke, mein Gott, um dessentwillen an mich und lösche nicht aus, was ich in Treue am Hause meines Gottes und für den Dienst in ihm getan habe!“ (Neh. 13,14)
„Mein Gott, gedenke auch um dessentwillen an mich und sei mir gnädig nach deiner großen Barmherzigkeit!“ (Neh. 13,22b)
„Gedenke mir’s, mein Gott, zum Besten!“ (Neh. 13,31)
Das sind typische Bittrufe des Alten Testaments.
Vielleicht hast auch du ein langes Leben im Dienst Gottes hinter dir: in deiner Gemeinde, oder sogar als vollzeitlicher Mitarbeiter in Mission oder Gemeinde. Du hast dich eingesetzt und viel gegeben – und womöglich wenig Anerkennung dafür erhalten. Da mag der Wunsch entstehen, wie Nehemia zu Gott zu sprechen und ihn zu bitten, an das Geleistete zu denken.
Ich denke, wir dürfen auch einmal so zu Gott sprechen. Aber vergiss nicht: Was du für Gottes Reich getan hast, rettet dich nicht. Retten wird dich eines Tages nur die Gnade Gottes über einem verlorenen Sünder. Aber wenn wir nach unserer Bekehrung mit Treue gehandelt haben, dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott das nicht übersieht. Die Belohnung ist nicht das Wichtigste – aber sie ist eine reale Verheißung.
„Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren“ (Joh. 12,26).
Peter Engler
Tägliche Bibellese
Der Bibelvers im Zusammenhang Nehemia 3:
Der Bau der Stadtmauer und die Liste der Bauleute
1 Und Eljaschib, der Hohepriester, machte sich mit seinen Brüdern, den Priestern, auf und sie bauten das Schaftor. Sie deckten es und setzten seine Türen ein. Sie bauten aber weiter bis an den Turm Mea und bis an den Turm Hananel. 2 Neben ihnen bauten die Männer von Jericho. Und daneben baute Sakkur, der Sohn Imris. 3 Aber das Fischtor bauten die Söhne Senaa; sie deckten es und setzten seine Türen ein, seine Schlösser und Riegel. 4 Neben ihnen baute Meremot, der Sohn Urias, des Sohnes des Hakkoz. Neben ihm baute Meschullam, der Sohn Berechjas, des Sohnes Meschesabels. Neben ihm baute Zadok, der Sohn Baanas. 5 Neben ihm bauten die Leute von Tekoa, aber ihre Vornehmen beugten ihren Nacken nicht zum Dienst für ihre Herren.
6 Das alte Tor baute Jojada, der Sohn Paseachs; und Meschullam, der Sohn Besodjas; sie deckten es und setzten seine Türen ein, seine Schlösser und Riegel. 7 Neben ihnen bauten Melatja von Gibeon und Jadon von Meronot, die Männer von Gibeon und von Mizpa, die unter die Herrschaft des Statthalters jenseits des Euphrat gehörten. 8 Daneben baute Usiël, der Sohn Harhajas, der Goldschmied. Neben ihm baute Hananja, der zu den Salbenbereitern gehört. Sie bauten in Jerusalem bis an die breite Mauer. 9 Neben ihnen baute Refaja, der Sohn Hurs, der Vorsteher des halben Bezirkes von Jerusalem. 10 Neben ihm baute Jedaja, der Sohn Harumafs, gegenüber seinem Hause. Neben ihm baute Hattusch, der Sohn Haschabnejas. 11 Aber Malkija, der Sohn Harims, und Haschub, der Sohn Pahat-Moabs, bauten ein weiteres Stück bis zum Ofenturm. 12 Daneben baute Schallum, der Sohn des Lohesch, der Vorsteher des andern halben Bezirkes von Jerusalem, er und seine Töchter.
13 Das Taltor bauten Hanun und die Bürger von Sanoach; sie bauten es und setzten seine Türen ein, seine Schlösser und Riegel – und tausend Ellen an der Mauer bis an das Misttor. 14 Das Misttor aber baute Malkija, der Sohn Rechabs, der Vorsteher des Bezirkes von Bet-Kerem; er baute es und setzte seine Türen ein, seine Schlösser und Riegel. 15 Aber das Quelltor baute Schallun, der Sohn Kolhoses, der Vorsteher des Bezirkes von Mizpa; er baute es und deckte es und setzte seine Türen ein, seine Schlösser und Riegel, dazu die Mauer am Teich der Wasserleitung bei dem Garten des Königs bis an die Stufen, die von der Stadt Davids hinabführen. 16 Nach ihm baute Nehemja, der Sohn Asbuks, der Vorsteher des halben Bezirkes von Bet-Zur, bis gegenüber den Gräbern Davids und bis an den Teich, den man angelegt hatte, und bis an das Haus der Kriegsleute.
17 Nach ihm bauten die Leviten: Rehum, der Sohn Banis. Neben ihm baute Haschabja, der Vorsteher des halben Bezirkes von Keïla, für seinen Bezirk. 18 Nach ihm bauten ihre Brüder unter Binnui, dem Sohn Henadads, dem Vorsteher des andern halben Bezirkes von Keïla. 19 Neben ihm baute Eser, der Sohn Jeschuas, der Vorsteher von Mizpa, ein weiteres Stück an dem Winkel gegenüber dem Aufgang zum Zeughaus. 20 Nach ihm zum Berge hin baute Baruch, der Sohn Sabbais, ein weiteres Stück vom Winkel bis an die Haustür Eljaschibs, des Hohenpriesters. 21 Nach ihm baute Meremot, der Sohn Urias, des Sohnes des Hakkoz, ein weiteres Stück von der Haustür Eljaschibs bis an das Ende des Hauses Eljaschibs. 22 Nach ihm bauten die Priester, die Männer aus der Gegend am Jordan. 23 Nach ihnen bauten Benjamin und Haschub gegenüber ihrem Hause. Nach ihnen baute Asarja, der Sohn Maasejas, des Sohnes Ananjas, neben seinem Hause.
24 Nach ihm baute Binnui, der Sohn Henadads, ein weiteres Stück vom Hause Asarjas bis an den Winkel und bis an die Ecke. 25 Palal, der Sohn Usais, baute gegenüber dem Winkel und dem oberen Turm, der vom Königshause hervortritt bei dem Wachthof. Nach ihm baute Pedaja, der Sohn des Parosch, 26 bis gegenüber dem Wassertor im Osten und dem Turm, der hervortritt. 27 Nach ihm bauten die Leute von Tekoa ein weiteres Stück gegenüber dem großen Turm, der hervortritt, und bis an die Mauer des Ofel. 26 Am Ofel wohnten die Tempelsklaven.
28 Aber oberhalb des Rosstors bauten die Priester, ein jeder gegenüber seinem Hause. 29 Nach ihnen baute Zadok, der Sohn Immers, gegenüber seinem Hause. Nach ihm baute Schemaja, der Sohn Schechanjas, der Torhüter des Osttors. 30 Nach ihm bauten Hananja, der Sohn Schelemjas, und Hanun, der sechste Sohn Zalafs, ein weiteres Stück. Nach ihnen baute Meschullam, der Sohn Berechjas, gegenüber seiner Kammer. 31 Nach ihm baute Malkija, der zu den Goldschmieden gehört, bis an das Haus der Tempelsklaven und der Händler gegenüber dem Wachttor und bis an das Obergemach an der Mauerecke. 32 Und zwischen dem Obergemach an der Ecke und dem Schaftor bauten die Goldschmiede und die Händler.
Maßnahmen zum Schutz des Mauerbaus
33 Als aber Sanballat hörte, dass wir die Mauer bauten, wurde er zornig und sehr entrüstet und spottete über die Juden 34 und sprach vor seinen Brüdern und den Kriegsleuten in Samaria: Was machen die ohnmächtigen Juden? Wird man sie gewähren lassen? Werden sie es mit Opfern einweihen? Werden sie es in diesen Tagen schon vollenden? Werden sie aus den Schutthaufen die Steine lebendig machen, die doch verbrannt sind? 35 Aber Tobija, der Ammoniter, stand neben ihm und sprach: Lass sie nur bauen; wenn ein Fuchs auf ihre steinerne Mauer hinaufspringt, reißt er sie ein.
36 Höre, unser Gott, wie verachtet sind wir! Lass ihren Hohn auf ihren Kopf kommen, dass du sie der Plünderung preisgibst in einem Land, in das man sie gefangen führt! 37 Decke ihre Missetat nicht zu, und ihre Sünde tilge nicht vor dir; denn sie haben die Bauleute gelästert!
38 Aber wir bauten die Mauer und schlossen sie bis zur halben Höhe. Und das Volk gewann neuen Mut zu arbeiten.
