Brot des Lebens Ein täglicher Impuls für das Leben mit Jesus

Montag, 26. Oktober 2026

Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei.

Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei. (Pred. 4:12)

35 Jahre

Heute vor genau 35 Jahren haben meine Frau Margrit und ich geheiratet.
Es folgten 35 Jahre voller Höhen und Tiefen.
Als wir heirateten, war ich in Bern, im Dienst einer Schweizer Freikirche. Dort war ich insgesamt über acht Jahre, nach einem einjährigen Praktikum in der Nähe von Zürich und fünf Jahren Theologiestudium in Basel.
Nachher ging es Mitte der 90er-Jahre weiter in den Schwarzwald. Dort arbeitete ich als Lehrer an einer Bibelschule.
Es folgte von 2005–2008 ein freiberufliches Intermezzo als selbständiger Bibellehrer und Prediger.
Nachher noch einmal über elf Jahre als Prediger einer Freikirche in Regensburg.
Dann, zu Beginn des Ruhestandes, zogen wir in meine Heimatstadt Schweinfurt, und ich hatte noch fünf glückliche Jahre mit vielen Diensten an verschiedenen Orten.
Es folgten die zwei schwierigen Jahre meiner schweren Erkrankung. Und da sind wir nun …
Meine Frau war immer treu an meiner Seite und ist mir unzählige Male zum Segen geworden.
Margrit, ich danke Dir!
Du hast alles mitgetragen – das Schöne und das Schwere. Ohne dich wäre ich wohl von manchen bösen Ereignissen und Vorgängen überwältigt worden. Aber zu zweit konnten wir vielem widerstehen. Und wie gut, dass unsere Schnur nicht nur doppelt geknüpft war, sondern dreifach: Gott war mit drin in unserem Bund, und ist es bis heute. (Der obige Vers war unser Trauspruch!) Darum dürfen wir an diesem Tag auf 35 glückliche, wenn auch nicht immer leichte Ehejahre zurückschauen. Wie bin ich Gott so dankbar, dass er Dich an meine Seite gestellt hat!
Heute machen wir „blau“! Und es wird gefeiert! Ich freue mich so darauf, es mit Dir zu tun!
Mit dem früheren Leiter unseres kleinen Schweizer Gemeindeverbands habe ich mich einmal über unsere Ehefrauen unterhalten (wie Männer das eben manchmal so tun …). Ich habe nie vergessen, wie er damals versonnen an einem Geländer stand und mir auf Schweizerdeutsch sagte: „Ja, ja, Peter, du und ich – mir hei Schwein ghaa!“ (Etwas gewählter auf Hochdeutsch: „Du und ich, wir haben Glück gehabt!“). Das lässt sich wahrlich nicht leugnen!
Wenn du verheiratet bist: Ob du durch Gottes Gnade von deiner Ehe dasselbe sagen kannst?

Die Ehe ist kein Fertighaus, sondern ein Gebäude, an dem ein ganzes Leben lang konstruiert und repariert werden muss. (Jean Gabin)

Peter Engler

Tägliche Bibellese

Der Bibelvers im Zusammenhang Prediger 4:

Bedrückung, Arbeitseifer, Vereinsamung
1 Wiederum sah ich alles Unrecht an, das unter der Sonne geschieht, und siehe, da waren Tränen derer, die Unrecht litten und keinen Tröster hatten. Und die ihnen Gewalt antaten, waren zu mächtig, sodass sie keinen Tröster hatten. 2 Da pries ich die Toten, die schon gestorben waren, mehr als die Lebendigen, die noch das Leben haben. 3 Und besser daran als beide ist, wer noch nicht geboren ist und des Bösen nicht innewird, das unter der Sonne geschieht.
4 Ich sah alles Mühen an und alles geschickte Tun: da ist nur Eifersucht des einen auf den andern. Das ist auch eitel und Haschen nach Wind. 5 Ein Tor legt die Hände ineinander und verzehrt sein eigenes Fleisch. 6 Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind.
7 Wiederum sah ich Eitles unter der Sonne: 8 Da ist einer, der steht allein und hat weder Kind noch Bruder, doch ist seiner Mühe kein Ende, und seine Augen können nicht genug Reichtum sehen. Für wen mühe ich mich denn und gönne mir selber nichts Gutes? Das ist auch eitel und eine böse Mühe.

9 So ist’s ja besser zu zweien als allein; denn sie haben guten Lohn für ihre Mühe. 10 Fällt einer von ihnen, so hilft ihm sein Gesell auf. Weh dem, der allein ist, wenn er fällt! Dann ist kein anderer da, der ihm aufhilft. 11 Auch, wenn zwei beieinanderliegen, wärmen sie sich; wie kann ein Einzelner warm werden? 12 Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei.
Volksgunst ist eitel
13 Ein Knabe, der arm, aber weise ist, ist besser als ein König, der alt, aber töricht ist und nicht versteht, sich raten zu lassen. 14 Denn aus dem Gefängnis ist er auf den Thron gekommen und war doch arm geboren, als jener noch König war. 15 Und ich sah alle Lebenden, die unter der Sonne wandelten, bei dem zweiten Knaben, der an jenes Stelle treten sollte. 16 Und es war kein Ende des Volks, vor dem er herzog. Und doch wurden seiner nicht froh, die später kamen. Das ist auch eitel und Haschen nach Wind.
Warnung vor Unbedachtsamkeit beim Gottesdienst
17 Bewahre deinen Fuß, wenn du zum Hause Gottes gehst, und komm, dass du hörst. Das ist besser, als wenn die Toren Opfer bringen; denn sie wissen nichts als Böses zu tun.

Das tägliche Bibel-Quiz

 

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Lies den Impuls nochmal sorgfältig durch und versuche es nochmal!

#1. Peter Engler blickt auf verschiedene berufliche Etappen im geistlichen Dienst zurück. Welche Funktion übte er Mitte der 1990er-Jahre direkt nach seiner mehrjährigen Dienstzeit in einer Schweizer Freikirche in Bern aus?

#2. Welcher biblische Vers diente Peter Engler und seiner Frau Margrit als Trauspruch für ihre Ehe?

#3. Welche Metapher verwendet Peter Engler am Ende seiner Betrachtung, um zu verdeutlichen, dass eine Ehe kontinuierliche Arbeit erfordert?

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