Brot des Lebens Ein täglicher Impuls für das Leben mit Jesus

Donnerstag, 29. Januar 2026

Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesät in Unehre und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Schwachheit und wird auferstehen in Kraft. (1. Kor. 15,42–43)

Ich hatte einmal eine sehr arme, gläubige Frau zu beerdigen. Sie bekam ein sogenanntes „Sozialbegräbnis“. Das bedeutete unter anderem: Sie wurde in einem ganz einfachen Kiefernsarg zu Grabe getragen.
Als „Beerdiger“ ging ich damals hinter dem Sarg her. Und dann ist mir etwas widerfahren, das mir noch nie bei einer Beerdigung begegnet ist: Aus dem Sarg drang Verwesungsgeruch zu mir herüber. Es war im höchsten Grade unangenehm. Verwesungsgeruch ist etwas Schreckliches – sowohl bei Menschen als auch bei Tieren. Die Verwesung markiert den absoluten Endpunkt irdischer Vergänglichkeit.
Und wie viele Christen sind in Unehre (oder Niedrigkeit) aus diesem Leben geschieden: verurteilt als Ketzer, Verbrecher, Staatsfeinde. Was auf den Scheiterhaufen und anderswo mit ihnen geschah, war in höchstem Maße unehrenhaft. Die Nachwelt sah sie oft als für immer Verworfene und Verstoßene an.
Und wie viele Christen sind am Ende ihres Lebens in Schwachheit (oder Armseligkeit) gestorben. Eine Krankheit hatte sie ausgezehrt und ihren Lebensmut gebrochen. Viele gingen dahin in großen Schmerzen oder geistiger Umnachtung. Jede Kraft war aus ihnen gewichen.
Paulus macht uns im ersten Korintherbrief Mut: Das betrifft alles „nur“ dieses Erdenleben. Und das ist für den Christen nicht das Letzte: So, wie Verweslichkeit, Unehre und Schwachheit zusammengehören als Kennzeichen des Irdischen, so gehören auch Unverweslichkeit (oder Unvergänglichkeit), Herrlichkeit und Kraft zusammen als Kennzeichen des Himmlischen. Selbst die negativen Dinge müssen letztendlich zu unserem Besten ausschlagen. Gott wird dafür sorgen. Darum fasse Mut, in welcher Situation du auch gerade sein magst!
Das irdische Elend ist nicht das Letzte; das Letzte ist immer der Sieg und Triumph Gottes!

Peter Engler

Tägliche Bibellese