Und das ist die Zuversicht, die wir haben zu Gott: Wenn wir um etwas bitten nach seinem Willen, so hört er uns. Und wenn wir wissen, dass er uns hört, worum wir auch bitten, so wissen wir, dass wir erhalten, was wir von ihm erbeten haben. (1. Joh. 5:14–15)
Gebet mit Verheißung
Diese Verse habe ich zum ersten Mal bewusst in einem Buch wahrgenommen, welches ich aus dem Bücherregal meines verstobenen Urgroßvaters mitgenommen hatte. Es handelte sich um das Buch „Die Macht des Gebets und das Beten in Vollmacht“ von R. A. Torrey. Ein Buch, welches eigentlich gar kein Buch war, sondern lediglich eine Niederschrift einer zehnteiligen Kurzandachtsreihe im Radio aus dem Jahr 1923.
Diese Worte, die vor über 100 Jahren veröffentlicht wurden, brachten mich dazu, das Thema „Gebet“ nochmals zu überdenken. Was Gebet eigentlich ist und was Gottes Wort darüber sagt und verheißt. Die Sicherheit, die wir haben dürfen, dass, wenn unser Gebet dem Willen Jesu entspricht, er es erhört, liegt bei 100 %. Wir brauchen und sollen nicht daran zweifeln: Gott kann und wird diese Gebete erhören. Er verheißt es in seinem eigenen, unfehlbaren Wort, dass er genau das tun wird.
Jedoch wird in Vers 14 auch klar, dass diese Verheißung kein Freifahrtschein für UNSERE Wünsche und Hoffnungen ist. Das Gebet, welches die Verheißung auf Erfüllung hat, ist das Gebet, welches SEINEM WILLEN entspricht. Gottes Wille für uns ist nicht immer unser Wille, ganz wie es in Jesaja geschrieben steht „… sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“ (Jes. 55,9). Diesen Willen Gottes können auch wir erkennen. Es ist kein kryptisches Etwas oder die willkürliche Emotionslage Gottes. Nein, es ist der Wille des unwandelbaren Gottes, den er uns in seinem Wort, der Bibel, kundgetan hat.
Diesen Willen Gottes können wir mithilfe seines Geistes erkennen und verstehen. Wenn uns die Weisheit dafür fehlt, können wir Gott darum bitten und dürfen dann wissen: Er wird uns diese Weisheit dafür geben, denn auch dies verheißt er uns: „Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten; Gott wird sie ihm geben, denn er gibt allen gern und macht niemandem einen Vorwurf.“ (Jak. 1,5).
Das Gebet ist ein solch großartiges Geschenk Gottes an uns. Eine persönliche Audienz beim König der Könige, welcher den Kontakt zu uns sucht. Machen wir uns doch bewusst, was Gebet vermag und welcher Segen darin zu finden ist.
Gebet ist der Sauerstoff, in dem wir uns bewegen sollten wie der Fisch im Wasser.
Sebastian Leitner
Tägliche Bibellese
Der Bibelvers im Zusammenhang 1.Johannes 5
Die Kraft des Glaubens
1 Wer glaubt, dass Jesus der Christus ist, der ist aus Gott geboren; und wer den liebt, der ihn geboren hat, der liebt auch den, der aus ihm geboren ist. 2 Daran erkennen wir, dass wir Gottes Kinder lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten. 3 Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer. 4 Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. 5 Wer ist es aber, der die Welt überwindet, wenn nicht, der da glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist?
Gottes Zeugnis von seinem Sohn
6 Dieser ist’s, der gekommen ist durch Wasser und Blut, Jesus Christus; nicht im Wasser allein, sondern im Wasser und im Blut; und der Geist ist’s, der das bezeugt, denn der Geist ist die Wahrheit. 7 Denn drei sind, die das bezeugen: 8 der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei stimmen überein. 9 Wenn wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis größer; denn das ist Gottes Zeugnis, dass er Zeugnis gegeben hat von seinem Sohn. 10 Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat dieses Zeugnis in sich. Wer Gott nicht glaubt, der macht ihn zum Lügner; denn er glaubt nicht dem Zeugnis, das Gott gegeben hat von seinem Sohn. 11 Und das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. 12 Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.
Bitte und Fürbitte
13 Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes. 14 Und das ist die Zuversicht, mit der wir vor ihm reden: Wenn wir um etwas bitten nach seinem Willen, so hört er uns. 15 Und wenn wir wissen, dass er uns hört, worum wir auch bitten, so wissen wir, dass wir erhalten, was wir von ihm erbeten haben. 16 Wenn jemand seinen Bruder sündigen sieht, eine Sünde nicht zum Tode, so mag er bitten, und Gott wird ihm das Leben geben – denen, die nicht sündigen zum Tode. Es gibt aber eine Sünde zum Tode; bei der sage ich nicht, dass jemand bitten soll. 17 Jede Ungerechtigkeit ist Sünde; aber es gibt Sünde nicht zum Tode.
Die Bewahrung in Christus
18 Wir wissen: Wer aus Gott geboren ist, der sündigt nicht, sondern wer aus Gott geboren ist, den bewahrt er und der Böse tastet ihn nicht an. 19 Wir wissen, dass wir von Gott sind, und die ganze Welt liegt im Argen. 20 Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Einsicht gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. 21 Kinder, hütet euch vor den Götzen!
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