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Brot des Lebens Ein täglicher Impuls für das Leben mit Jesus

Donnerstag, 11. Juni 2026

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. (Ps. 23:4)

Ein Bild vom Sterben

Immer wieder einmal beschäftigt mich die Frage, wie es wohl sein wird, wenn es mit einem zum Sterben kommt. Die Bibel gibt nur wenige Hinweise darauf; deshalb bleibt hier für die Fantasie ein weiter Raum.
Selbstverständlich müssen wir aufpassen, nicht unbiblische Gedanken in unser Denken einzuschleusen. Trotzdem überlegt man sich manchmal anhand biblischer Hinweise, wie es sein könnte.
Im berühmten 23. Psalm werden uns in V. 4 drei Dinge mitgeteilt:

  • Es wird eines Tages eine Wanderung stattfinden im finstern Tal. Die Elberfelder Bibel übersetzt den Vers so: „Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.“ Ganz wörtlich ist vom „Tal der Finsternis“ die Rede. Hier könnte die Zeit auf dem Sterbebett gemeint sein – oder die unmittelbare Zeit danach.

  • Der Psalmist hat keine Furcht vor schlimmen Dingen, weil er weiß: Gott wird bei ihm sein.

  • Und er erfährt Trost durch „Stecken und Stab“ des guten Hirten.

Ich stelle mir manchmal vor: den Weg als sterbender Mensch durch den dunklen Gang des Todes auf einen lichten Ausgang zu. Und da ist vielleicht die Hand, die meine Hand plötzlich ergreift und mir signalisiert: „Ich bin bei dir.“ Du wagst es nicht, in das Gesicht deines Begleiters zu blicken, aber du weißt ganz genau, wer es ist. Und da ist der Hirtenstab, der dich sanft dirigiert und auf dem Wege hält, wenn du in Gefahr stehst, in deiner Erdenmüdigkeit von ihm abzugleiten und ins „Aus“ zu geraten.
Und dann kommt der Moment, wo du mit Gott zusammen durch die lichte Tür trittst. Und diese Welt für immer verlässt. Was danach folgt, ist unaussprechlich. Wir können auch darüber ein bisschen spekulieren. Aber wir werden auf Erden niemals dahin kommen, zu begreifen, wie die neue Wirklichkeit sein wird.
Auf alle Fälle bin ich sehr getröstet, wenn ich Ps. 23,4 lese. Und der Leser möge es mir verzeihen, dass ich meine Vorstellungskraft ein wenig spielen ließ. Sie dient mir persönlich nur ein kleines bisschen zur Verdeutlichung dessen, was hier in wenigen Worten angedeutet wird.

Der gläubige Mensch muss nicht fürchten, dass ihm beim Sterben ein grausamer Gott begegnet.

Peter Engler

Tägliche Bibellese

Der Bibelvers im Zusammenhang Psalm 23

Der gute Hirte
1 Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. 2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. 3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. 4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. 5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. 6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Das tägliche Bibel-Quiz

 

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#1. Welcher konkrete Bibelvers dient als Grundlage für Peter Englers Betrachtung zum Lebensende?

#2. Wie übersetzt die Elberfelder Bibel der Quelle zufolge den Ausdruck „finstern Tal“?

#3. Welche Funktion erfüllt der Hirtenstab in der Bildsprache des Autors für den Sterbenden?

#4. Wie beschreibt Peter Engler unsere irdische Fähigkeit, die „neue Realität“ nach dem Tod zu verstehen?

#5. Welche Kernbotschaft möchte Peter Engler dem Leser im Hinblick auf den Moment des Todes vermitteln?

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