Der Herr stand mir bei und stärkte mich. (2. Tim 4:17)
Gott ist mit uns
Eine ältere Frau kommt nach Madrid, um ihren kranken Bruder zu besuchen. Während ihres Aufenthalts möchte sie unbedingt eine Gemeinde besuchen. Ihre ungläubige Umgebung schüttelt darüber den Kopf; niemand will ihr helfen. Man sagt ihr, dass sie in der Millionenstadt Madrid nie eine evangelische Gemeinde finden werde. So betet sie zu Gott, er möge sie doch für den kommenden Sonntag eine Gemeinde finden lassen. Als der Tag kommt, steigt sie einfach in den ersten Bus. An der nächsten Haltestelle setzt sich eine junge Frau zu ihr; die beiden kommen ins Gespräch, und es stellt sich heraus, dass die junge Frau eine Christin ist, auf dem Weg zum Gottesdienst. Die junge Christin gibt dann in der Versammlung Zeugnis darüber und sagt: „Wer außer Gott hätte solch ein Wunder tun können, zumal diese Frau vollständig blind ist?!“
Gibt es Engel? Umgeben sie uns? Ja! Der Psalmist sagt: „Denn er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen. Auf den Händen werden sie dich tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.“ (Ps. 91,11–12) Engel sind himmlische Boten Gottes, geschaffene Geistwesen, die Gott dienen und seinen Willen ausführen. Der Herr Jesus sagt über solche, die an ihn glauben, auch wenn sie noch so klein sind: „Seht zu, dass ihr keinen dieser Kleinen verachtet! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel schauen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel.“ (Mt. 18,10)
Im Hebräerbrief sagt Gott über die Engel: „Sind sie nicht alle dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, welche das Heil erben sollen?“ (Hebr. 1,14). Die Apostel wurden durch Engel aus dem Gefängnis befreit (Apg. 5,19). Petrus wurde ebenfalls durch einen Engel aus dem Gefängnis geholt (Apg. 12,7). Ein Engel trat zu Paulus und verkündete ihm Bewahrung in einem schlimmen Sturm (Apg. 27,23).
Engel sind da, sie dienen uns – auch wenn sie im Blick auf die Gemeinde nicht so häufig erwähnt werden. Noch wichtiger ist für uns, dass der Herr selbst uns beisteht, wie Paulus im Tagesvers bezeugt: „Der Herr stand mir bei und stärkte mich“ (2. Tim. 4,17).
Dies sehen wir auch im Leben der blinden Frau in Madrid. Gott selbst war mit ihr. Ein Fisch muss keine Angst vor zu viel Wasser haben. Gott hat ihn dafür geschaffen und trägt ihn in diesem Element. Ein Vogel muss sich keine Sorgen über zu viel Luft machen. Gott trägt auch den Vogel, sodass er nicht auf die Erde fällt. Wir müssen keine Angst vor zu viel Welt, Erde und Umgebung haben. Der Herr hat uns für diesen Planeten geschaffen und war vor und nach der Geburt bei uns. Er wird uns auch vor dem Tod, durch den Tod hindurch und nach dem Tod beistehen. Vertrauen wir ihm!
Das Beste von allem ist, dass Gott mit uns ist. (John Wesley)
Norbert Lieth
(Gastbeitrag mit Erlaubnis.)
Tägliche Bibellese
Der Bibelvers im Zusammenhang 2. Timotheus 4:
Treue bis zum Ende
1 So ermahne ich dich inständig vor Gott und Christus Jesus, der da kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich: 2 Predige das Wort, steh dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre. 3 Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, 4 und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren.
5 Du aber sei nüchtern in allen Dingen, leide willig, tu das Werk eines Predigers des Evangeliums, richte dein Amt redlich aus. 6 Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meines Hinscheidens ist gekommen. 7 Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; 8 hinfort liegt für mich bereit die Krone der Gerechtigkeit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb haben.
Der Apostel und seine Mitarbeiter
9 Beeile dich, dass du bald zu mir kommst. 10 Denn Demas hat mich verlassen und diese Welt lieb gewonnen und ist nach Thessalonich gezogen, Kreszens nach Galatien, Titus nach Dalmatien. 11 Lukas ist allein bei mir. Markus nimm zu dir und bringe ihn mit dir; denn er ist mir nützlich zum Dienst. 12 Tychikus habe ich nach Ephesus gesandt. 13 Den Mantel, den ich in Troas ließ bei Karpus, bringe mit, wenn du kommst, und die Bücher, besonders die Pergamente. 14 Alexander, der Schmied, hat mir viel Böses angetan; der Herr wird ihm vergelten nach seinen Werken. 15 Vor dem hüte du dich auch; denn er hat sich unsern Worten sehr widersetzt.
16 Bei meinem ersten Verhör stand mir niemand bei, sondern sie verließen mich alle. Es sei ihnen nicht zugerechnet. 17 Der Herr aber stand mir bei und stärkte mich, damit durch mich die Botschaft ausgebreitet würde und alle Heiden sie hörten, so wurde ich erlöst aus dem Rachen des Löwen. 18 Der Herr aber wird mich erlösen von allem Übel und mich retten in sein himmlisches Reich. Ihm sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
19 Grüße Priska und Aquila und das Haus des Onesiphorus. 20 Erastus blieb in Korinth, Trophimus aber ließ ich krank in Milet. 21 Beeile dich, dass du vor dem Winter kommst. Es grüßen dich Eubulus und Pudens und Linus und Klaudia und alle Brüder.
22 Der Herr sei mit deinem Geist! Die Gnade sei mit euch!
