Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. (Jh. 3:16)
Wo geht es hin, wenn plötzlich alles aus ist?
Am Samstag, dem 15.08.2026, staunte ich hier auf der Andachtsseite über die wunderbaren Vögel Namibias und dachte über Mt. 6,25–26 nach: „Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, […]. Sehet die Vögel unter dem Himmel an […] und euer himmlischer Vater nährt sie doch.“ Dies war zu Beginn des Urlaubs, und mir gingen noch viele Dinge durch den Kopf: „Was muss noch organisiert werden? Haben wir alles eingekauft? Welche Probleme könnten auftreten?“ … Diese Verse erinnerten mich jedoch wieder daran, worauf es ankommt: nämlich dass Gott für uns sorgt.
Am nächsten Tag hatten wir eine weite Fahrt vor uns und fuhren früh los. Es ging durch endlose Weiten und über schnurgerade Straßen. Zuletzt kamen wir endlich an der letzten größeren Stadt vorbei und waren auf der finalen Sandstraße in Richtung Camp. Tatsächlich lagen wir gut in der Zeit, um noch vor Sonnenuntergang das Camp zu errichten und den Sonnenuntergang zu genießen.
60 km vor dem Campingplatz schoss plötzlich ein Auto an uns vorbei. Die Geschwindigkeitsbegrenzung für diese Sandstraßen beträgt 100 km/h, wobei diese aufgrund der Fahrbahnbeschaffenheit oft nicht erreicht wird. Das Fahrzeug überholte uns jedoch mit geschätzten 130 km/h, und wir blieben in der Staubwolke zurück. Danach sagte ich zu meinen Freunden, dass diese Situation auch leicht hätte schiefgehen können, da die Straße an dieser Stelle sehr schlecht und verengt war.
Gott hielt seine Hand über uns und bewahrte uns vor einem Unfall. So fuhren wir weiter, und es vergingen keine fünf Minuten, bis wir ein uns sehr bekannt vorkommendes Auto schräg auf der Straße stehen sahen. Beim Näherkommen fiel auf, dass die Scheibe kaputt und auch die Karosserie stark demoliert war. Schockiert realisierten wir, was passiert war. Der Raser war von der Spur abgekommen und hatte sich überschlagen. Fahrer und Beifahrer lagen inmitten von Rohren und Werkzeugen am Straßenrand und rührten sich kaum. Wir halfen, so gut es ging, und riefen den Notdienst.
Der Gedanke, der mir danach immer wieder durch den Kopf ging, war: Wo wären diese Männer wohl jetzt, wenn der Unfall tödlich ausgegangen wäre? Wären sie bereit gewesen, ihrem Schöpfer gegenüberzutreten? Hatten sie das rettende Angebot Christi angenommen?
Ich höre noch heute die Worte meines Jugendleiters aus einigen Jugendstunden: „Wenn ihr heute Abend nach Hause fahrt und euch fährt jemand ins Auto, wisst ihr, wo ihr dann seid?“
Gottes Wort sagt es uns klar: Es gibt keinen neutralen Bereich zwischen Himmel und Hölle, kein Wartezimmer, in dem man noch eine Entscheidung treffen könnte. „Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen.“ (Röm. 3,23) Wir sind alle Sünder und somit Feinde Gottes. Wir spielen im falschen Team. Selbst wenn wir „gut“ leben oder noch „das Leben genießen“ wollen, gilt dies. Und die Bibel fährt fort: „… und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Jesus Christus geschehen ist.“ (Röm. 3,24) Um das zu erleben, müssen wir an Jesus glauben und ihm unser Leben übereignen.
Wenn du diese Entscheidung noch nicht getroffen hast oder sie vor dir herschiebst, weil du meinst, sicherlich noch 20 Jahre zu leben: Spiele nicht damit. Es kann jederzeit vorbei sein.
Umso froher ist die Botschaft des heutigen Verses: Gott sucht die Gemeinschaft mit uns und hat am Kreuz von Golgatha den Preis dafür bereits bezahlt. Das Problem der Sünde ist geklärt, und der Seitenwechsel ist möglich. Gott steht mit offenen Armen da und wartet auf dich. Lass ihn nicht zu lange warten!
So mancher, der sich um fünf vor zwölf noch bekehren wollte, starb um elf Uhr dreißig.
Sebastian Leitner
Tägliche Bibellese
Der Bibelvers im Zusammenhang Johannes 3:
Jesus und Nikodemus
1 Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, einer von den Oberen der Juden. 2 Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. 3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von Neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.
4 Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? 5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. 6 Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist. 7 Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden. 8 Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist.
9 Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie kann dies geschehen? 10 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bist du Israels Lehrer und weißt das nicht? 11 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben; ihr aber nehmt unser Zeugnis nicht an. 12 Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sage? 13 Und niemand ist gen Himmel aufgefahren außer dem, der vom Himmel herabgekommen ist, nämlich der Menschensohn.
14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, 15 damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. 16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. 17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.
18 Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. 19 Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. 20 Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. 21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind.
Das letzte Zeugnis des Täufers von Jesus
22 Danach kam Jesus mit seinen Jüngern in das Land Judäa und blieb dort eine Weile mit ihnen und taufte. 23 Johannes aber taufte auch noch in Änon, nahe bei Salim, denn es war da viel Wasser; und sie kamen und ließen sich taufen. 24 Denn Johannes war noch nicht ins Gefängnis geworfen.
25 Da erhob sich ein Streit zwischen den Jüngern des Johannes und einem Juden über die Reinigung. 26Und sie kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Meister, der bei dir war jenseits des Jordans, von dem du Zeugnis gegeben hast, siehe, der tauft, und jedermann kommt zu ihm. 27 Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist. 28 Ihr selbst seid meine Zeugen, dass ich gesagt habe: Ich bin nicht der Christus, sondern vor ihm her gesandt. 29 Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam; der Freund des Bräutigams aber, der dabeisteht und ihm zuhört, freut sich sehr über die Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nun erfüllt. 30 Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.
31 Der von oben her kommt, ist über allen. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde. Der vom Himmel kommt, der ist über allen 32 und bezeugt, was er gesehen und gehört hat; und sein Zeugnis nimmt niemand an. 33Wer es aber annimmt, der besiegelt, dass Gott wahrhaftig ist. 34 Denn der, den Gott gesandt hat, redet Gottes Worte; denn Gott gibt den Geist ohne Maß. 35 Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben. 36 Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.
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