Brot des Lebens Ein täglicher Impuls für das Leben mit Jesus
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    Und ich will ein Ende machen mit allen ihren Freuden, Festen, Neumonden, Sabbaten und allen ihren Feiertagen.

    Und ich will ein Ende machen mit allen ihren Freuden, Festen, Neumonden, Sabbaten und allen ihren Feiertagen. (Hos. 2:13)

    Müssen Christen den Sabbat halten?

    Vor einigen Jahren behandelte mich eine Zahnarzthelferin, die, wie sich im Gespräch herausstellte, gläubig zu sein schien und zu den sogenannten Siebenten-Tags-Adventisten gehörte. Da ich bei meinem damaligen Zahnarzt mehrere Termine hatte und bis dahin nur wenig Kontakt zu Adventisten gehabt hatte, sprachen wir über Gemeinsamkeiten, aber auch über Unterschiede. Besonders in der Frage, ob Christen den Sabbat halten müssen, waren wir völlig unterschiedlicher Meinung. Einige Zeit zuvor hatte ich das Buch „Der Sabbat – Symbolik und Bedeutung“ des jüdisch-messianischen Theologen Dr. Arnold Fruchtenbaum erworben und wollte es der Helferin gern zum Lesen mitgeben. Bei einem der Termine tat ich dies und hoffte, dass es ihr eine Hilfe sein würde.
    In seinem Buch stellt der Autor klar, dass es im Neuen Testament weder eine Anordnung noch eine Verpflichtung des HERRN für Gläubige aus den Nationen gibt, den Sabbat zu halten. Das Sabbatgebot war ein besonderes Zeichen zwischen Gott und Israel und sollte nicht auf die neutestamentliche Gemeinde übertragen werden.
    Allerdings ist der Rhythmus von „Sechs plus Eins“, mit dem siebten Tag als Ruhetag, auch für uns sinnvoll. Wir brauchen in jeder Woche einen Tag, an dem wir von unserer Arbeit ruhen und uns auf den Herrn besinnen.
    Zudem zeigt die überlieferte Praxis der Urgemeinde, dass ihre Zusammenkünfte nicht am Sabbat, sondern am ersten Tag der Woche, also an unserem Sonntag, stattfanden. Dafür sprechen weitere Argumente:

    • Jesus stand am ersten Tag der Woche von den Toten auf (Mt. 28,1).
    • Die erste Gemeinde in Jerusalem entstand an einem Sonntag, dem Pfingsttag, durch das Herabkommen des Heiligen Geistes (Apg. 2).
      Die ersten Christen, insbesondere in den heidenchristlichen Gemeinden, trafen sich regelmäßig am ersten Tag der Woche (also nach dem Sabbat), um das Brot zu brechen und Spenden zu sammeln (vgl. Apg. 20,7; 1. Kor. 16,2).
    • Paulus schreibt in Röm. 14,5: „Einer hält einen Tag höher als den andern, der andere aber hält alle Tage gleich. Ein jeglicher sei seiner Meinung gewiss.“
    • Ähnlich schreibt er an die heidnischen Kolosser in Kol. 2,16: „So lasset nun niemand euch ein Gewissen machen über Speise oder über Trank oder bestimmte Feiertage oder Neumonde oder Sabbate.“

    Das Halten des Sabbats ist für uns Christen aus den Nationen weder heilsnotwendig noch gesetzlich vorgeschrieben. Dass die damaligen Judenchristen weiterhin den Sabbat hielten, war ihrer Herkunft geschuldet. Sicherlich wollten die ersten jüdisch-messianischen Christen in Jerusalem auch keinen Anlass zu übler Nachrede geben. Daher heißt es am Ende von Apg. 2,47: „… und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.“
    Die Rabbiner jener Zeit lehrten, der Mensch sei um des Sabbats willen gemacht worden, und errichteten um das ursprüngliche Sabbatgebot vom Berg Sinai herum einen „Zaun“ aus weiteren, kaum überschaubaren 1500 Ge- und Verboten. Dadurch hatte die damalige geistliche Führung die Juden unbarmherzig zu Sklaven des Sabbats gemacht.
    Der Herr Jesus aber stellt klar: „Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht worden und nicht der Mensch um des Sabbats willen“ (Mk. 2,27). Wäre es anders, hätte der HERR seinen Jüngern sofort verbieten müssen, am Sabbat Ähren auszuraufen, um ihren Hunger zu stillen. Doch das tat er nicht.
    Nach einiger Zeit gab mir die Zahnarzthelferin das Büchlein zurück. Sie erklärte, das Halten des Sabbats sei Teil der Zehn Gebote und daher für sie bindend. Damit war jede weitere Diskussion beendet. Etwas traurig über ihre ablehnende Haltung nahm ich das Buch wieder an mich. Hatte sie Gottes Gnade und Barmherzigkeit noch nicht verstanden und sich stattdessen unter das Gesetz gestellt? Beim Schreiben dieser Zeilen kam mir noch der Vers aus Jak. 2,10 in den Sinn: „Denn wenn jemand das ganze Gesetz hält und sündigt gegen ein einziges Gebot, der ist am ganzen Gesetz schuldig.“
    Nun liegt es an uns zu entscheiden, ob wir uns erneut unter das Gesetz stellen wollen oder unter die Gnade und Freiheit, die uns in Jesus Christus geschenkt sind.

    Das Sabbathalten ist für uns kein Gebot des Herrn. Aber wir dürfen Gott am Sonntag in besonderer Weise suchen und anbeten.

    Gerd Brändlein

    Tägliche Bibellese

    Der Bibelvers im Zusammenhang Hosea 2:

    Die kommende Rettung
    1 Es wird aber die Zahl der Israeliten sein wie der Sand am Meer, den man weder messen noch zählen kann. Und es soll geschehen, anstatt dass man zu ihnen sagt: »Ihr seid nicht mein Volk«, wird man zu ihnen sagen: »O ihr Kinder des lebendigen Gottes!« 2 Denn es werden die Judäer und die Israeliten zusammenkommen und werden sich ein gemeinsames Haupt erwählen und aus dem Lande heraufziehen; denn der Tag Jesreels wird ein großer Tag sein. 3 Sagt euren Brüdern, sie seien mein Volk, und zu euren Schwestern, sie seien in Gnaden.
    Gott zieht das treulose Israel zur Rechenschaft
    4 Fordert von eurer Mutter – sie ist ja nicht meine Frau und ich bin nicht ihr Mann! –, dass sie die Zeichen ihrer Hurerei von ihrem Angesichte wegtue und die Zeichen ihrer Ehebrecherei zwischen ihren Brüsten, 5 damit ich sie nicht nackt ausziehe und hinstelle, wie sie war, als sie geboren wurde, und ich sie nicht mache wie eine Wüste und wie ein dürres Land und sie nicht vor Durst sterben lasse! 6 Und ich will mich ihrer Kinder nicht erbarmen, denn sie sind Hurenkinder. 7 Ihre Mutter ist eine Hure, und die sie getragen hat, treibt es schändlich und spricht: Ich will meinen Liebhabern nachlaufen, die mir mein Brot und Wasser geben, Wolle und Flachs, Öl und Trank. 8 Darum siehe, ich will ihr den Weg mit Dornen versperren und eine Mauer ziehen, dass sie ihren Pfad nicht finden soll. 9 Und wenn sie ihren Liebhabern nachläuft und sie nicht einholen kann und wenn sie nach ihnen sucht und sie nicht finden kann, so wird sie sagen: Ich will wieder zu meinem früheren Mann gehen; denn damals ging es mir besser als jetzt. 10 Aber sie will nicht erkennen, dass ich es bin, der ihr Korn, Wein und Öl gegeben hat und viel Silber und Gold, das sie dem Baal zu Ehren gebraucht haben.
    11 Darum will ich mein Korn und meinen Wein mir wieder nehmen zu seiner Zeit und meine Wolle und meinen Flachs ihr entreißen, womit sie ihre Blöße bedeckt. 12 Dann will ich ihre Scham aufdecken vor den Augen ihrer Liebhaber, und niemand soll sie aus meiner Hand erretten. 13 Und ich will ein Ende machen mit allen ihren Freuden, Festen, Neumonden, Sabbaten und allen ihren Feiertagen. 14 Ich will ihre Weinstöcke und Feigenbäume verwildern lassen, weil sie sagt: »Das ist mein Lohn, den mir meine Liebhaber gegeben haben.« Ich will eine Wildnis aus ihnen machen, dass die Tiere des Feldes sie fressen sollen. 15 So will ich heimsuchen an ihr die Tage der Baale, an denen sie Räucheropfer darbringt und sich mit Stirnreifen und Halsbändern schmückt und ihren Liebhabern nachläuft, mich aber vergisst, spricht der HERR.

    Gottes Treue überwindet Israels Untreue
    16 Darum siehe, ich will sie locken und will sie in die Wüste führen und freundlich mit ihr reden. 17 Dann will ich ihr von dorther ihre Weinberge geben und das Tal Achor zum Tor der Hoffnung machen. Und dorthin wird sie willig folgen wie zur Zeit ihrer Jugend, als sie aus Ägyptenland zog. 18 Alsdann, spricht der HERR, wirst du mich nennen »Mein Mann« und nicht mehr »Mein Baal«. 19 Denn ich will die Namen der Baale von ihrem Munde wegtun, dass man ihrer Namen nicht mehr gedenken soll.
    20 Und ich will zur selben Zeit für sie einen Bund schließen mit den Tieren auf dem Felde, mit den Vögeln unter dem Himmel und mit dem Gewürm des Erdbodens und will Bogen, Schwert und Rüstung im Lande zerbrechen und will sie sicher wohnen lassen. 21 Ich will mich mit dir verloben für alle Ewigkeit, ich will mich mit dir verloben in Gerechtigkeit und Recht, in Gnade und Barmherzigkeit. 22 Ja, in Treue will ich mich mit dir verloben und du wirst den HERRN erkennen. 23 Zur selben Zeit will ich erhören, spricht der HERR, ich will den Himmel erhören, und der Himmel soll die Erde erhören, 24 und die Erde soll Korn, Wein und Öl erhören, und diese sollen Jesreel erhören. 25 Und ich will ihn mir in das Land einsäen und mich erbarmen über Lo-Ruhama, und ich will sagen zu Lo-Ammi: »Du bist mein Volk«, und er wird sagen: »Du bist mein Gott.«

    Das tägliche Bibel-Quiz