Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. (Ps. 23:2–3)
Jesus der gute Hirte
Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, gab es viele grüne Auen und frische Wasser, zu denen mich unser HERR JESUS geführt hat. Welch unendlicher Segen, als ich meine Hanna zum Traualtar führen durfte und als GOTT uns nach und nach drei wunderbare Töchter schenkte. Seit 1992 leben wir von Spenden, und in all diesen Jahren mussten wir nie Hunger leiden. In wie viel Gefahren hat ER uns nicht nur in Kenia geschützt! Das größte Geschenk war aber, dass ich mich in meinem Leben jeden Tag neu an GOTTES WORT erfreuen durfte, das mir immer wieder Kraft, neuen Lebensmut und Orientierung schenkte.
Ich will aber auch an die Täler der Todesschatten denken, durch die ich gehen musste. Auch in diesen Stunden stand mir unser HERR JESUS immer zur Seite. An SEINER Hand durfte ich trotz widrigster Umstände sichere Schritte tun.
Weißt du, dass unser HERR JESUS auch dich segnen möchte? Weißt du, dass er auch dir erfülltes Leben schenken möchte? ER will dir nichts weniger als ein Leben in der Gewissheit der Vergebung deiner Schuld und der Verheißung ewigen Lebens in GOTTES Herrlichkeit schenken. Weißt du, dass GOTT SEINE Arme auch dir entgegenstreckt, um auch DIR SEINE ganze Liebe und Aufmerksamkeit zu widmen? DU musst dich nur einladen lassen, dann wird ER auch deine Seele erquicken.
Seid gesegnet!
Martin Seidl-Schulz
Tägliche Bibellese
Der Tagesvers im Zusammenhang Psalm 23:
Der gute Hirte
1 Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. 2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. 3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. 4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. 5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. 6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.
Ergänzend von Charles Huddon Spurgeon eine Psalmenauslegung zum Vers 2:
2. Er weidet mich auf einer grünen Aue, und führt mich zum frischen Wasser. Das christliche Leben hat zwei Elemente in sich, das beschauliche und das tätige, und für beide ist reichlich gesorgt. Zuerst das beschauliche: Auf Auen frischen Grüns lässt er mich lagern (wörtlicher). Was anders haben wir unter diesen saftig grünen Auen zu verstehen als das Wort der Wahrheit? Das ist allezeit frisch, bietet allezeit kräftige Kost und ist nie zu erschöpfen. Da ist wahrlich kein Mangel zu befürchten, wo das Gras so hoch steht, dass die Schafe sich gemächlich darin lagern können. Die evangelische Wahrheit ist eine süße, fette Weide, so gute Nahrung für die Seelen, wie das zarte, weiche Gras für die Schafe. Wenn wir durch den Glauben auf den Verheißungen ruhen, gleichen nur den Schafen, die sich auf der Weide lagern; wir finden da beides, Ruhe und Genuss, Nahrung und Erquickung, süßen Frieden und Stillung unserer Bedürfnisse. Man beachte aber: Er lagert mich auf grünen Auen. Es ist der Herr, der uns in seiner Gnade in Stand setzt, die Köstlichkeit seiner Wahrheit zu erkennen und uns daran zu nähren. Wie dankbar sollten wir sein, wenn es uns geschenkt wird, die Verheißungen uns anzueignen! Gibt es doch so manch verwirrte Seelen, die Welten dafür geben würden! Sie wissen, wie köstlich es ist, aber sie können dies Glück nicht ihr eigen nennen. Sie kennen die grünen Auen, aber es ist ihnen unmöglich, sich auf ihnen zu lagern. Gläubige, die sich lange Jahre einer vollen Zuversicht des Glaubens erfreut haben, sollten Gott für die ihnen widerfahrene Gnade hoch preisen.
Das zweite Stück gesunden christlichen Lebens ist Tätigkeit. Wir denken nicht nur, wir handeln auch. Nicht immer ruhen wir in behaglichem Genuss auf den fetten Weiden, sondern wir wandern auch dem Ziele der Vollkommenheit zu. Darum lesen wir weiter: Er leitet mich an den stillen Wassern. 3 Was sind diese stillen Wasser anders als die sanften Einflüsse und Gnadenwirkungen des Heiligen Geistes, der darin dem Wasser vergleichbar ist, dass auch er reinigt, erfrischt, fruchtbar macht und am Leben erhält. Stille Wasser sind es, denn der Heilige Geist ist ein Geist des Friedens und der Stille: Er stößt nicht prahlerisch ins Horn, wo er wirkt. Er mag sich in unsere Seele ergießen, ohne dass unser Nachbar etwas davon mitbekommt; darum mag es sein, dass unser Nachbar nichts von Gottes Nähe spürt, ja, der Geist des Herrn mag ein Herz in Strömen überfluten und doch mag der, der unmittelbar neben dem so reich Begnadeten sitzt, nichts davon merken. Stille Wasser sind tief. Nichts macht mehr Lärm als eine hohle Trommel. Wie köstlich ist die feierliche Stille, in der sich der Heilige Geist den Seelen offenbart! Nicht zu den ungestümen Wogen des Streits und Haders, sondern zu den friedlichen Wassern der heiligen Liebe führt der Geist des Herrn die Schafe. Die Taube, nicht der Adler, ist sein Sinnbild; der Tau, und nicht der Wolkenbruch. Unser Hirt führt uns zu diesen stillen Wassern: wir könnten den Weg zu ihnen nicht finden. Er leitet uns sanft und sorgsam (lhanf), wie der Hirt die Herde (vergl. 1. Mose 33,14; Jes. 40,11), nicht hetzt und jagt er uns. Mose treibt uns durchs Gesetz, Jesus leitet uns freundlich durch sein Vorbild und die sanfte Zugkraft seiner Liebe.
Quelle: C.H. Spurgeon – Kommentar & Auslegung zu PSALM 23
