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Brot des Lebens, ein Impuls für das Leben mit Jesus
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    Donnerstag, 04. Juni 2026

    Gott bewirkt beides Wollen und Vollbringen

    Also, meine Lieben, – wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit – schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. Denn Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. (Phil. 2:12–13)

    Unvereinbar?

    Es ist viele Jahre her, dass diese beiden Verse mir zum Schlüssel für das Verhältnis zweier bedeutender Gruppen innerhalb der Christenheit wurden: nämlich der sogenannten Calvinisten und der sogenannten Arminianer.
    Den Unterschied zwischen beiden kann man sich relativ leicht erschließen. Man muss dazu nur das Grundlegende ins Auge fassen.
    Bei den Calvinisten (benannt nach dem Genfer Reformator Johannes Calvin) steht immer und überall das Tun und die Ehre Gottes im Vordergrund. Dies kann so weit gehen, dass im Extremfall der menschliche Anteil am Glaubensleben beinahe verschwindet.
    Bei den Arminianern (benannt nach dem Theologen Jacob Arminius) steht immer und überall die menschliche „Willensfreiheit“ und die Verantwortlichkeit des Gläubigen in der Nachfolge zuvorderst. So kann es sein, dass der göttliche Anteil an allem manchmal zu schwach dargestellt und der menschliche überbetont wird.
    Entsprechend fallen die Schwerpunkte innerhalb des jeweiligen Lehrsystems aus, von denen jeder einzelne seine eigene Wahrheit und seine eigene Gefährdung beinhaltet. Und manchmal stehen sich diese beiden Lager feindlich und unversöhnlich gegenüber.
    Dabei müsste beides nicht sein. Unsere beiden Tagesverse liefern die Erklärung dafür. Paulus erinnert die Philipper zuerst an ihre Verantwortlichkeit: „Schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern.“
    Dann aber macht er klar: Es ist Gott, der dazu das Wollen und das Vollbringen bewirkt. Ohne ihn säßen wir in unserem gesamten Glaubensleben auf dem Trockenen. Wir sind von Natur aus so sehr in der Sünde verhaftet, dass wir das Gute und Gottgefällige nicht einmal wollen. Es muss erst in uns „generiert“ werden. Dann aber, wenn Gott sein Werk getan hat, sind wir aufgefordert, uns mit aller Kraft und Macht in der Nachfolge Jesu zu engagieren.
    Ich denke, ich muss niemandem erklären, dass der Calvinismus an einer Stelle recht hat: Das, was Gott tut, wird in jedem Falle größer und mehr sein als das, was der Mensch tut. Dennoch ist der menschliche Anteil wichtig. Eine ungute Verschiebung wird überall dort sichtbar, wo entweder nur die eine oder die andere Wahrheit betont wird. Zu viel Calvinismus kann zu Laxheit in der Nachfolge führen. Zu viel Arminianismus kann unter Umständen in Depression enden, weil man die menschlich hoch gelegte Latte niemals erreicht.
    Nur in der Zusammenschau der Dinge verstehen wir, was die Bibel wirklich will. Am Tage, als mir das klar wurde, war für mich der Streit zwischen den beiden Richtungen beendet. Ich weiß, die „Hardliner“ auf beiden Seiten wird das nicht beeindrucken. Aber durch die Zusammenschau der Dinge könnte sich auch die Möglichkeit eröffnen, lehrmäßige Überspitzungen abzumildern.

    Wir müssen einander als Ergänzung begreifen, nicht als Gegensatz.

    Peter Engler

    Tägliche Bibellese

    Der Bibelvers im Zusammenhang Philipper 2

    Leben in der Gemeinschaft mit Christus
    1 Ist nun bei euch Ermahnung in Christus, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit, 2 so macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid. 3 Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, 4 und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.
    5 Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht:
    6 Er, der in göttlicher Gestalt war,
    hielt es nicht für einen Raub,
    Gott gleich zu sein,
    7 sondern entäußerte sich selbst
    und nahm Knechtsgestalt an,
    ward den Menschen gleich
    und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.
    8 Er erniedrigte sich selbst
    und ward gehorsam bis zum Tode,
    ja zum Tode am Kreuz.
    9 Darum hat ihn auch Gott erhöht
    und hat ihm den Namen gegeben,
    der über alle Namen ist,
    10 dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie,
    die im Himmel und auf Erden
    und unter der Erde sind,
    11 und alle Zungen bekennen sollen,
    dass Jesus Christus der Herr ist,
    zur Ehre Gottes, des Vaters.
    Sorge um das Heil
    12 Also, meine Lieben, – wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit – schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. 13 Denn Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.
    14 Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel, 15 damit ihr ohne Tadel und lauter seid, Gottes Kinder, ohne Makel mitten unter einem verdorbenen und verkehrten Geschlecht, unter dem ihr scheint als Lichter in der Welt, 16 dadurch dass ihr festhaltet am Wort des Lebens, mir zum Ruhm an dem Tage Christi, sodass ich nicht vergeblich gelaufen bin noch vergeblich gearbeitet habe. 17 Und wenn ich auch geopfert werde bei dem Opfer und Gottesdienst eures Glaubens, so freue ich mich und freue mich mit euch allen. 18 Darüber sollt ihr euch auch freuen und sollt euch mit mir freuen.

    Sendung des Timotheus und Rückkehr des Epaphroditus
    19 Ich hoffe aber in dem Herrn Jesus, dass ich Timotheus bald zu euch senden werde, damit ich auch erquickt werde, wenn ich erfahre, wie es um euch steht. 20 Denn ich habe keinen, der so ganz meines Sinnes ist, der so herzlich für euch sorgen wird. 21 Denn sie suchen alle das Ihre, nicht das, was Jesu Christi ist. 22 Ihr aber wisst, dass er sich bewährt hat; denn wie ein Kind dem Vater hat er mit mir dem Evangelium gedient. 23 Ihn hoffe ich zu senden, sobald ich erfahren habe, wie es um mich steht. 24 Ich vertraue aber in dem Herrn darauf, dass auch ich selbst bald kommen werde.
    25 Ich habe es aber für nötig angesehen, den Bruder Epaphroditus zu euch zu senden, der mein Mitarbeiter und Mitstreiter ist und euer Abgesandter und Helfer in meiner Not; 26 denn er hatte nach euch allen Verlangen und war tief bekümmert, weil ihr gehört hattet, dass er krank geworden war. 27 Und er war auch todkrank, aber Gott hat sich über ihn erbarmt; nicht allein aber über ihn, sondern auch über mich, damit ich nicht eine Traurigkeit zu der anderen hätte. 28 Ich habe ihn nun umso eiliger gesandt, damit ihr ihn seht und wieder fröhlich werdet und auch ich weniger Traurigkeit habe. 29 So nehmt ihn nun auf in dem Herrn mit aller Freude und haltet solche Menschen in Ehren. 30 Denn um des Werkes Christi willen ist er dem Tode so nahe gekommen, da er sein Leben nicht geschont hat, um mir zu dienen an eurer statt.

    Das tägliche Bibel-Quiz

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