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Brot des Lebens, ein Impuls für das Leben mit Jesus
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    Montag, 15. Juni 2026

    Wer bist du denn, dass du dich vor Menschen gefürchtet hast

    Ich, ich bin euer Tröster! Wer bist du denn, dass du dich vor Menschen gefürchtet hast, die doch sterben, und vor Menschenkindern, die wie Gras vergehen, und hast des Herrn vergessen, der dich gemacht hat, der den Himmel ausgebreitet und die Erde gegründet hat, und hast dich ständig gefürchtet den ganzen Tag vor dem Grimm des Bedrängers, als er sich vornahm, dich zu verderben? Wo ist nun der Grimm des Bedrängers? (Jes. 51:12–13)

    Die Angst steuern

    Als junger Mensch war ich sehr ängstlich. Das konnte sich steigern bis zu regelrechten Angst- und Panikzuständen. So konnte ich jahrelang manchen Menschen auf dem Gehsteig nicht begegnen. Wenn sie sich näherten, packte mich die Panik. Ich musste dann die Straßenseite wechseln.
    Ein ängstlicher Mensch bin ich im Grunde auch heute noch, immer auf Absicherung bedacht. Die Angst ist in gewisser Hinsicht mein ganzes Leben lang mein Begleiter geblieben – wie bei allen Menschen. Sie wurde nur da und dort gemildert durch meinen Glauben. Jesus sagt aber nicht umsonst: „In der Welt habt ihr Angst.“ (Joh. 16,33)
    Ich kann mich aber noch gut erinnern, wie es war, als mir zum ersten Mal obige Verse begegneten. Ich war getroffen und verwundert. Und bis heute habe ich meine Fragen an sie.
    Zu wem spricht hier Gott durch den Propheten? Eine Antwort lautet so: „Gott spricht in diesem Heilsorakel zu Zion – der weiblich angesprochenen Gemeinschaft der Rückkehrer aus dem Exil, die sich nicht vor Widerständen fürchten soll.“1 Die rhetorische Frage richtet sich somit an ein Volk, das von Angst gelähmt ist.
    „Gott fragt das Volk Israel, warum es sich vor sterblichen Menschen fürchtet, die wie Gras verwelken, während es seinen Schöpfer vergessen hat, der Himmel und Erde geschaffen hat.“2
    „Jesaja stellt die Verheißungen der Errettung Israels immer wieder in den Zusammenhang der Schöpfung, denn wenn Gott die Macht hatte, alles aus dem Nichts ins Dasein zu rufen, hat er auch die Macht, sein Volk zu retten, zu bewahren und zu vollenden.“3
    Mit anderen Worten: Was fällt dir eigentlich ein, dich vor Menschen zu fürchten, wo doch Gott viel größer ist als jeder von ihnen? In Gottes Augen schrumpfen auch die schlimmsten Menschen zu bedeutungslosen Zwergen!
    Ich weiß: Es gibt Menschen, die wirklich zu fürchten sind, wenn man in ihre Hände fällt. Aber für Gott ändert sich nichts – sie sind in seinen Augen unwichtig. Und eines Tages werden wir das auch an uns selbst erfahren, wenn er uns von aller Bedrängnis durch Menschen endgültig erlösen wird. Und dann wird Gott auch dich und mich fragen: „Wo ist nun der Grimm des Bedrängers?“

    Gott pustet die schrecklichsten Menschen weg wie den Staub von der Tischplatte.

    Peter Engler

    1Nach Ulrich Barges: „Jesaja – der Prophet und das Buch, Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2014, S. 122.
    2Nach Phylicia Masonheimer und Esther Middeler, „Das Königstochter-Dilemma: Raus aus dem Wohlfühlglauben. Hinein in einen Glauben, der hält, was er verspricht“ (Gerth Medien, 2021).
    3Nach Benedikt Peters, Kommentar zu Sacharja (Bielefeld: Christliche Literatur-Verbreitung e. V., 2012).

    Tägliche Bibellese

    Der Bibelvers im Zusammenhang Jesaja 51

    Gottes ewiges Heil für Israel
    1 Hört mir zu, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt, die ihr den HERRN sucht: Schaut den Fels an, aus dem ihr gehauen seid, und des Brunnens Schacht, aus dem ihr gegraben seid. 2 Schaut Abraham an, euren Vater, und Sara, von der ihr geboren seid. Denn als einen Einzelnen berief ich ihn, um ihn zu segnen und zu mehren. 3 Ja, der HERR tröstet Zion, er tröstet alle ihre Trümmer und macht ihre Wüste wie Eden und ihr dürres Land wie den Garten des HERRN, dass man Wonne und Freude darin findet, Dank und Lobgesang. 4 Merke auf mich, mein Volk, hört mich, meine Leute! Denn Weisung wird von mir ausgehen, und mein Recht will ich gar bald zum Licht der Völker machen. 5 Denn meine Gerechtigkeit ist nahe, mein Heil tritt hervor, und meine Arme werden die Völker richten. Die Inseln harren auf mich und warten auf meinen Arm. 6 Hebt eure Augen auf gen Himmel und schaut unten auf die Erde! Denn der Himmel wird wie ein Rauch vergehen und die Erde wie ein Kleid zerfallen, und die darauf wohnen, werden wie Mücken dahinsterben. Aber mein Heil bleibt ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird nicht zerbrechen. 7 Hört mir zu, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, in dessen Herzen mein Gesetz ist! Fürchtet euch nicht, wenn euch die Leute schmähen, und entsetzt euch nicht, wenn sie euch verhöhnen! 8 Denn die Motten werden sie fressen wie ein Kleid, und Würmer werden sie fressen wie ein wollenes Tuch. Aber meine Gerechtigkeit bleibt ewiglich und mein Heil für und für.

    Israel ruft nach der Macht des Schöpfers
    9 Wach auf, wach auf, zieh Macht an, du Arm des HERRN! Wach auf, wie vor alters zu Anbeginn der Welt! Warst du es nicht, der Rahab zerhauen und den Drachen durchbohrt hat? 10 Warst du es nicht, der das Meer austrocknete, die Wasser der großen Tiefe, der den Grund des Meeres zum Wege machte, dass die Erlösten hindurchgingen? 11 So werden die Erlösten des HERRN heimkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen, und ewige Freude wird auf ihrem Haupte sein. Wonne und Freude werden sie ergreifen, aber Trauern und Seufzen wird von ihnen fliehen. 12 Ich, ich bin euer Tröster! Wer bist du denn, dass du dich vor Menschen fürchtest, die doch sterben, und vor Menschenkindern, die wie Gras vergehen, 13 und vergisst den HERRN, der dich gemacht hat, der den Himmel ausgebreitet und die Erde gegründet hat, und fürchtest dich ständig den ganzen Tag vor dem Grimm des Bedrängers, der darauf aus ist, dich zu verderben? Wo ist denn der Grimm des Bedrängers? 14 Der Gefangene wird eilends losgegeben, dass er nicht sterbe und begraben werde und dass er keinen Mangel an Brot habe. 15 Denn ich bin der HERR, dein Gott, der das Meer erregt, dass seine Wellen wüten – sein Name heißt HERR Zebaoth –; 16 ich habe mein Wort in deinen Mund gelegt und habe dich unter dem Schatten meiner Hände geborgen, auf dass ich den Himmel von Neuem ausbreite und die Erde gründe und zu Zion spreche: Du bist mein Volk.

    Gott weckt das erniedrigte Jerusalem
    17 Werde wach, werde wach, steh auf, Jerusalem, die du getrunken hast von der Hand des HERRN den Kelch seines Grimmes! Den Taumelkelch hast du ausgetrunken, den Becher geleert. 18 Es war niemand, der sie leitete, von allen Kindern, die sie geboren hat, niemand, der sie bei der Hand nahm, von allen Kindern, die sie aufgezogen hat. 19 Dies beides ist dir begegnet – wer trägt Leid um dich? –: Verwüstung und Schaden, Hunger und Schwert – wer tröstet dich? 20 Deine Kinder lagen verschmachtet auf allen Gassen wie ein Hirsch im Netz, getroffen vom Zorn des HERRN und vom Schelten deines Gottes. 21 Darum höre dies, du Elende, die du trunken bist, doch nicht von Wein! 22 So spricht dein Herr, der HERR, und dein Gott, der die Sache seines Volks führt: Siehe, ich nehme den Taumelkelch aus deiner Hand, den Becher meines Grimmes. Du sollst ihn nicht mehr trinken, 23 sondern ich will ihn deinen Peinigern in die Hand geben, die zu dir sprachen: Wirf dich nieder, dass wir darüber hin gehen! Und du machtest deinen Rücken dem Erdboden gleich und wie eine Gasse, dass man darüber hin laufe.

    Das tägliche Bibel-Quiz

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