Da stifteten sie einige Männer an, die sprachen: Wir haben ihn Lästerworte reden hören gegen Mose und gegen Gott. (Apg. 6:11)
Mit Dreck beworfen
Was für eine Lebensgeschichte! Die Ältesten der Gemeinde in Jerusalem beriefen sieben Diakone, Männer, die einen guten Ruf hatten und voll Geistes und Weisheit waren. Stephanus war einer von ihnen. Ihn hatte Gottes HEILIGER GEIST in besonderer Weise begabt. Wir lesen im Neuen Testament: „Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk.“ (Apg. 6,8) Gewiss erfuhr er viel Dankbarkeit, wenn Menschen unter seinen Händen geheilt wurden, aber es gab auch viele Neider. „Doch sie vermochten nicht zu widerstehen der Weisheit und dem Geist, in dem er, Stephanus, redete.“ (Apg. 6,10)
Wenn Gottes Segen zu reichhaltig fließt, greift Satan immer wieder zu besonders perfiden Methoden. „Da stifteten sie einige Männer an, die sprachen: Wir haben ihn Lästerworte reden hören gegen Mose und gegen Gott.“ Satan, der Diabolos, der Durcheinanderbringer, derjenige, der stets die Wahrheit mit der Lüge vertauscht, trieb diese Männer, mit haltlosen Lügen den Ruf von Stephanus zu untergraben.
Leider ist der Bericht von Stephanus nicht der einzige. Viele Glaubensgeschwister mit muslimischen Wurzeln erleben solche Lügen und Intrigen noch heute. Viele von ihnen sitzen jahrelang im Gefängnis oder werden sogar getötet, nur weil Feinde des christlichen Glaubens Lügen über sie in die Welt gesetzt haben.
Die Art und Weise, wie Stephanus mit solchen Lügen umgegangen ist, ist vorbildlich. Möge GOTT auch uns die Kraft schenken, solchen Intrigen in würdiger Weise zu begegnen!
Ein angefeindeter Jünger Jesu braucht sich im Grunde nicht selbst zu verteidigen – Gott wird es für ihn tun!
Seid gesegnet!
Martin Seidl-Schulz
Tägliche Bibellese
Der Bibelvers im Zusammenhang Apostelgeschichte 6
Die Wahl der sieben Diakone
1 In diesen Tagen aber, als die Zahl der Jünger zunahm, erhob sich ein Murren unter den griechischen Juden in der Gemeinde gegen die hebräischen, weil ihre Witwen übersehen wurden bei der täglichen Versorgung. 2 Da riefen die Zwölf die Menge der Jünger zusammen und sprachen: Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und zu Tische dienen. 3 Darum, liebe Brüder, seht euch um nach sieben Männern in eurer Mitte, die einen guten Ruf haben und voll Geistes und Weisheit sind, die wollen wir bestellen zu diesem Dienst. 4 Wir aber wollen ganz beim Gebet und beim Dienst des Wortes bleiben. 5 Und die Rede gefiel der ganzen Menge gut; und sie wählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, den Proselyten aus Antiochia. 6 Diese stellten sie vor die Apostel; die beteten und legten ihnen die Hände auf. 7 Und das Wort Gottes breitete sich aus, und die Zahl der Jünger wurde sehr groß in Jerusalem. Es wurden auch viele Priester dem Glauben gehorsam.
Stephanus vor dem Hohen Rat
8 Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk. 9 Da standen einige auf von der Synagoge der Libertiner und der Kyrenäer und der Alexandriner und einige von denen aus Kilikien und der Provinz Asia und stritten mit Stephanus. 10 Doch sie vermochten nicht zu widerstehen der Weisheit und dem Geist, in dem er redete. 11 Da stifteten sie einige Männer an, die sprachen: Wir haben ihn Lästerworte reden hören gegen Mose und gegen Gott. 12 Und sie brachten das Volk und die Ältesten und die Schriftgelehrten auf, traten herzu und ergriffen ihn und führten ihn vor den Hohen Rat 13 und stellten falsche Zeugen auf, die sprachen: Dieser Mensch hört nicht auf, zu reden gegen diese heilige Stätte und das Gesetz. 14 Denn wir haben ihn sagen hören: Dieser Jesus von Nazareth wird diese Stätte zerstören und die Ordnungen ändern, die uns Mose gegeben hat. 15 Und alle, die im Hohen Rat saßen, blickten auf ihn und sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht.
