Ehe ich gedemütigt wurde, irrte ich; nun aber halte ich dein Wort. (Ps. 119:67)
Von der Demütigung zur Nachfolge
Es sind Sternstunden im Laufe eines Jahres, wenn man in einem Taufgottesdienst die Zeugnisse von Geschwistern hört. Mit jedem und jeder von uns hat unser HERR JESUS seine ganz eigene Geschichte. Seiner Kreativität, Menschen zum Glauben zu führen, sind keine Grenzen gesetzt.
Eines aber ist uns allen gemeinsam: Bevor wir Christen wurden, lebten wir unser eigenes Leben. Manche versuchten sogar, ein religiöses Leben zu führen, und bemühten sich, Gebote und Regeln einzuhalten. Doch selbst wenn diese Gebote aus der Bibel stammen, kann man am wahren Glauben vorbeileben.
Erst wenn wir zu CHRISTUS kommen, unsere Schuld erkennen und ihn in unser Leben einlassen, beginnt wahres Leben. JESUS verkündigte nicht nur einzelne Lebenswahrheiten; er ist die Wahrheit in Person. Er zeigte nicht nur irgendeinen Weg zu Gottes Herrlichkeit; er ist selbst dieser Weg. Deshalb sollen wir Jünger Jesu werden und uns an ihn, CHRISTUS, binden.
Wahrer Glaube ist eine lebendige Beziehung zu unserem Heiland und Erlöser JESUS CHRISTUS. Wo er durch den Heiligen Geist in unseren Herzen Wohnung nimmt, wird Glaube lebendig. Beschränkt sich christlicher Glaube dagegen nur auf Regeln und Gebote, bleibt er äußerlich und tot. Erst als Paulus vor Damaskus CHRISTUS begegnete, drang er zum wahren Glauben durch. Erst als er bewusst in die Nachfolge Christi trat, wurde er wiedergeboren zu neuem, ewigem Leben und zu wahrer Jüngerschaft.
Wo stehst du im Glauben? Selbst wenn du dich schon Christ nennst, bleibst du vom wahren Glauben entfernt, solange du dein Leben nicht bewusst JESUS anvertraut hast und ihm nachfolgst. Darum lass dich von Gott demütigen, zurechtbringen und zu CHRISTUS ziehen. Wo unser Eigenwille zerbricht und wir uns seinem Wort unterstellen, beginnt der Weg der Nachfolge: ein Leben aus Gnade, im Vertrauen auf JESUS und unter seiner guten Herrschaft.
Wo Gott das alte Leben zerbricht, schafft er Raum für neues Leben in der Nachfolge Jesu.
Seid gesegnet!
Martin Seidl-Schulz
Tägliche Bibellese
Der Bibelvers im Zusammenhang Psalm 119:1-72
Die Herrlichkeit des Wortes Gottes (Das güldene ABC)
1 Wohl denen, die ohne Tadel leben,
die im Gesetz des HERRN wandeln!
2 Wohl denen, die sich an seine Mahnungen halten,
die ihn von ganzem Herzen suchen,
3 die auf seinen Wegen wandeln
und kein Unrecht tun.
4 Du hast geboten, fleißig zu halten
deine Befehle.
5 O dass mein Leben deine Gebote
mit ganzem Ernst hielte.
6 Wenn ich schaue allein auf deine Gebote,
so werde ich nicht zuschanden.
7 Ich danke dir mit aufrichtigem Herzen,
dass du mich lehrst die Ordnungen deiner Gerechtigkeit.
8 Deine Gebote will ich halten;
verlass mich nimmermehr!
9 Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen?
Wenn er sich hält an deine Worte.
10 Ich suche dich von ganzem Herzen;
lass mich nicht abirren von deinen Geboten.
11 Ich behalte dein Wort in meinem Herzen,
damit ich nicht wider dich sündige.
12 Gelobet seist du, HERR!
Lehre mich deine Gebote!
13 Ich will mit meinen Lippen erzählen
alle Weisungen deines Mundes.
14 Ich freue mich über den Weg, den deine Mahnungen zeigen,
wie über großen Reichtum.
15 Ich rede von dem, was du befohlen hast,
und schaue auf deine Wege.
16 Ich habe Freude an deinen Satzungen
und vergesse deine Worte nicht.
17 Tu wohl deinem Knecht, dass ich lebe
und dein Wort halte.
18 Öffne mir die Augen, dass ich sehe
die Wunder an deinem Gesetz.
19 Ich bin ein Gast auf Erden;
verbirg deine Gebote nicht vor mir.
20 Meine Seele verzehrt sich vor Verlangen
nach deinen Ordnungen allezeit.
21 Du schiltst die Stolzen;
verflucht sind, die von deinen Geboten abirren.
22 Wende von mir Schmach und Verachtung;
denn ich halte mich an deine Mahnungen.
23 Fürsten sitzen da und reden wider mich;
aber dein Knecht sinnt nach über deine Gebote.
24 Ich habe Freude an deinen Mahnungen;
sie sind meine Ratgeber.
25 Meine Seele liegt im Staube;
erquicke mich nach deinem Wort.
26 Ich erzähle dir meine Wege und du erhörst mich;
lehre mich deine Gebote.
27 Lass mich verstehen den Weg deiner Befehle,
so will ich reden von deinen Wundern.
28 Ich gräme mich, dass mir die Seele verschmachtet;
stärke mich nach deinem Wort.
29 Halte fern von mir den Weg der Lüge
und gib mir in Gnaden dein Gesetz.
30 Ich habe erwählt den Weg der Wahrheit,
deine Weisungen hab ich vor mich gestellt.
31 Ich halte an deinen Mahnungen fest;
HERR, lass mich nicht zuschanden werden!
32 Ich laufe den Weg deiner Gebote;
denn du tröstest mein Herz.
33 Zeige mir, HERR, den Weg deiner Gebote,
dass ich sie bewahre bis ans Ende.
34 Unterweise mich, dass ich bewahre dein Gesetz
und es halte von ganzem Herzen.
35 Führe mich auf dem Steig deiner Gebote;
denn ich habe Gefallen daran.
36 Neige mein Herz zu deinen Mahnungen
und nicht zur Habsucht.
37 Wende meine Augen ab, dass sie nicht sehen nach unnützer Lehre,
und erquicke mich auf deinem Wege.
38 Erfülle deinem Knecht dein Wort,
dass ich dich fürchte.
39 Wende von mir die Schmach, die ich scheue;
denn deine Ordnungen sind gut.
40 Siehe, ich begehre deine Befehle;
erquicke mich mit deiner Gerechtigkeit.
41 HERR, lass mir deine Gnade widerfahren,
deine Hilfe nach deinem Wort,
42 dass ich antworten kann dem, der mich schmäht;
denn ich verlasse mich auf dein Wort.
43 Und nimm ja nicht von meinem Munde das Wort der Wahrheit;
denn ich hoffe auf deine Ordnungen.
44 Ich will dein Gesetz halten allezeit,
immer und ewiglich.
45 Und ich wandle fröhlich;
denn ich suche deine Befehle.
46 Ich rede von deinen Zeugnissen vor Königen
und schäme mich nicht.
47 Ich habe Freude an deinen Geboten,
sie sind mir sehr lieb,
48 und hebe meine Hände auf zu deinen Geboten, die mir lieb sind,
und rede von deinen Weisungen.
49 Denke an das Wort, das du deinem Knecht gabst,
und lass mich darauf hoffen.
50 Das ist mein Trost in meinem Elend,
dass dein Wort mich erquickt.
51 Die Stolzen treiben ihren Spott mit mir;
dennoch weiche ich nicht von deinem Gesetz.
52 HERR, wenn ich an deine ewigen Ordnungen denke,
so werde ich getröstet.
53 Zorn erfasst mich über die Gottlosen,
die dein Gesetz verlassen.
54 Deine Gebote sind mein Lied
im Hause, in dem ich Fremdling bin.
55 HERR, ich denke des Nachts an deinen Namen
und halte dein Gesetz.
56 Das ist mein Schatz,
dass ich mich an deine Befehle halte.
57 Ich habe gesagt: HERR, das soll mein Erbe sein,
dass ich deine Worte halte.
58 Ich suche deine Gunst von ganzem Herzen;
sei mir gnädig nach deinem Wort.
59 Ich bedenke meine Wege
und lenke meine Füße zu deinen Mahnungen.
60 Ich eile und säume nicht,
zu halten deine Gebote.
61 Der Gottlosen Stricke umschlingen mich;
aber dein Gesetz vergesse ich nicht.
62 Zur Mitternacht stehe ich auf, dir zu danken
für die Ordnungen deiner Gerechtigkeit.
63 Ich halte mich zu allen, die dich fürchten
und deine Befehle halten.
64 HERR, die Erde ist voll deiner Güte;
lehre mich deine Gebote.
65 Du tust Gutes deinem Knecht,
HERR, nach deinem Wort.
66 Lehre mich heilsame Einsicht und Erkenntnis;
denn ich glaube deinen Geboten.
67 Ehe ich gedemütigt wurde, irrte ich;
nun aber halte ich dein Wort.
68 Du bist gütig und freundlich,
lehre mich deine Weisungen.
69 Die Stolzen erdichten Lügen über mich,
ich aber halte von ganzem Herzen deine Befehle.
70 Ihr Herz ist völlig verstockt;
ich aber habe Freude an deinem Gesetz.
71 Es ist gut für mich, dass du mich gedemütigt hast,
damit ich deine Gebote lerne.
72 Das Gesetz deines Mundes ist mir lieber
als viel tausend Stück Gold und Silber.
