Brot des Lebens, ein Impuls für das Leben mit Jesus
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    Samstag, 19. September 2026

    Predige das Wort, steh dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre.

    Predige das Wort, steh dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre. (2. Tim. 4:2)

     Werkstattgespräche

    Einen guten Arzt und eine gute Werkstatt zu haben, ist viel wert. In beiden Fällen spielt Vertrauen eine entscheidende Rolle.
    Ich war sehr dankbar, als mir ein Arbeitskollege vor Jahren eine gute Werkstatt empfahl. Eigentlich geht es dabei weniger um die Werkstatt als um den Menschen, der sich des Autos annimmt. Ist er fachkundig? Findet er die Ursache schnell? Sagt er ehrlich, was nötig ist – und was nicht? Genau solche Fragen entscheiden darüber, ob man einem Servicebetrieb treu bleibt oder sich lieber anderweitig umsieht.
    Vielleicht bin ich deshalb seit einigen Jahren bei demselben Mechaniker geblieben. Beim letzten Service sagte ich ihm, dass ein Ölwechsel anstehe und die Bremsen quietschten. Wie gewohnt stellte ich den Wagen auf seinem Grundstück ab und warf den Schlüssel in den Briefkasten. Da unser Familien-Van schon etwas älter ist, lassen wir nur noch das Nötigste machen. Nach der ersten Durchsicht ruft er mich meist an und sagt mir, was er gefunden hat. Diesmal war hinten an der Achse eine Feder gebrochen; die Bremsbeläge dagegen waren noch in Ordnung. Weil ich ihm vertraue, beauftragte ich ihn mit der Reparatur, ohne seine Einschätzung infrage zu stellen.
    Da er die Ersatzteile erst bestellen musste, sollte ich das Auto am nächsten Tag wieder abholen können. So trafen wir uns am folgenden Morgen gleich in der Frühe, weil ich anschließend zur Arbeit fahren wollte. Aus der Übergabe wurde mehr als nur ein kurzer Werkstatttermin: Zuerst sprachen wir über die Reparatur, dann kam unser Gespräch ganz natürlich auf die Familie, auf die Bedeutung von Vater und Mutter – und darauf, dass ein gesundes Familienleben heute längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Von dort führte der Weg fast unmerklich zu einem ernsteren Thema: dem Tod im Bekanntenkreis.
    Gerade an dieser Stelle öffnete sich für mich eine Tür, um von meinem Glauben zu erzählen. Ich berichtete ihm, wie ich durch meine Bekehrung zu einem lebendigen Glauben an Jesus Christus gefunden habe – und wie mir daraus eine Hoffnung erwachsen ist, die über den Tod hinausreicht. Im weiteren Gespräch ging es um Sünde und das Getrenntsein von Gott, um Vergebung und schließlich um Johannes 3,16, diesen zentralen Vers des Evangeliums: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ Er hörte aufmerksam zu, und ich hatte den Eindruck, als sauge er die Worte wie ein trockener Schwamm auf.
    Irgendwann hatte ich eine Weile gesprochen, und plötzlich wurde es still. Ich wartete auf eine Reaktion, doch sie blieb aus. Vielleicht musste er das Gehörte erst sortieren. Ich wollte ihn jedenfalls nicht bedrängen, sondern ihm Raum zum Nachdenken lassen. Der Herr Jesus allein weiß, was in seinem Herzen vorging. Mir bleibt, für ihn zu beten: dass er sein Herz dem Evangelium öffnet – und damit Jesus selbst. Gerne möchte ich das Gespräch bei einem der nächsten Termine wieder aufnehmen. Denn: „Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade; siehe, jetzt ist der Tag des Heils!“ (2. Kor. 6,2)
    Seitdem begleitet mich dieser Werkstatttermin noch weiter. Darum möchte ich dir, lieber Leser, und auch mir selbst diesen letzten Satz zurufen:

    Lasst uns nicht müde werden, das Evangelium weiterzugeben – in günstigen wie in schwierigen Momenten!

    Gerd Brändlein

    Tägliche Bibellese

    Der Bibelvers im Zusammenhang 2.Timotheus 4:

    Treue bis zum Ende
    1 So ermahne ich dich inständig vor Gott und Christus Jesus, der da kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich: 2 Predige das Wort, steh dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre. 3 Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, 4 und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren.
    5 Du aber sei nüchtern in allen Dingen, leide willig, tu das Werk eines Predigers des Evangeliums, richte dein Amt redlich aus. 6 Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meines Hinscheidens ist gekommen. 7 Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; 8 hinfort liegt für mich bereit die Krone der Gerechtigkeit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb haben.
    Der Apostel und seine Mitarbeiter
    9 Beeile dich, dass du bald zu mir kommst. 10 Denn Demas hat mich verlassen und diese Welt lieb gewonnen und ist nach Thessalonich gezogen, Kreszens nach Galatien, Titus nach Dalmatien. 11 Lukas ist allein bei mir. Markus nimm zu dir und bringe ihn mit dir; denn er ist mir nützlich zum Dienst. 12 Tychikus habe ich nach Ephesus gesandt. 13 Den Mantel, den ich in Troas ließ bei Karpus, bringe mit, wenn du kommst, und die Bücher, besonders die Pergamente. 14 Alexander, der Schmied, hat mir viel Böses angetan; der Herr wird ihm vergelten nach seinen Werken. 15 Vor dem hüte du dich auch; denn er hat sich unsern Worten sehr widersetzt.

    16 Bei meinem ersten Verhör stand mir niemand bei, sondern sie verließen mich alle. Es sei ihnen nicht zugerechnet. 17 Der Herr aber stand mir bei und stärkte mich, damit durch mich die Botschaft ausgebreitet würde und alle Heiden sie hörten, so wurde ich erlöst aus dem Rachen des Löwen. 18 Der Herr aber wird mich erlösen von allem Übel und mich retten in sein himmlisches Reich. Ihm sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
    19 Grüße Priska und Aquila und das Haus des Onesiphorus. 20 Erastus blieb in Korinth, Trophimus aber ließ ich krank in Milet. 21 Beeile dich, dass du vor dem Winter kommst. Es grüßen dich Eubulus und Pudens und Linus und Klaudia und alle Brüder.
    22 Der Herr sei mit deinem Geist! Die Gnade sei mit euch!

    Das tägliche Bibel-Quiz