Brot des Lebens, ein Impuls für das Leben mit Jesus
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    Donnerstag, 16. April 2026

    Onesiphorus besucht Paulus im Gefängnis

    Der Herr gebe Barmherzigkeit dem Hause des Onesiphorus; denn er hat mich oft erquickt und hat sich meiner Ketten nicht geschämt, sondern als er in Rom war, suchte er mich eifrig und fand mich. Der Herr gebe ihm, dass er Barmherzigkeit finde bei dem Herrn an jenem Tage. Und welche Dienste er in Ephesus geleistet hat, weißt du am besten.
    (2. Tim. 1:16–18)

    Onesiphorus war ein Christ aus Ephesus, über den wir insgesamt nur wenig wissen. Doch der vorliegende Text zeigt deutlich: Als Paulus in Rom im Gefängnis saß, suchte er ihn und fand ihn auch. Ob er eigens dazu nach Rom gereist war oder sich nur zufällig dort aufhielt, wissen wir nicht.
    Onesiphorus kannte und schätzte Paulus. Vielleicht gehörte er sogar zu seinen Unterstützern. Auf jeden Fall machte es ihm nichts aus, diesen Gefangenen aufzusuchen, der als religiös verdächtig galt und deshalb in Ketten lag. Man hätte für Onesiphorus falsche Schlussfolgerungen daraus ziehen können. Aber das war ihm egal. Er wusste: Paulus braucht Beistand und Hilfe. Und beides gewährte er ihm gerne – offenbar sogar mehrfach.
    Manche Ausleger denken, dass der Wunsch des Paulus für ihn in V. 18 ein Gebet gewesen sei, das der Apostel für den mittlerweile bereits verstorbenen Onesiphorus gesprochen habe. Aber die Heilige Schrift deutet nirgends seinen Tod an, und sie kennt auch kein Beispiel eines Gebets für Verstorbene.
    Ich nehme an, Paulus sprach hier nur einen frommen Wunsch für den noch lebenden Onesiphorus aus. „Er hat mir Barmherzigkeit erwiesen – möge ihm der Herr am Tag des Jüngsten Gerichts auch Barmherzigkeit erweisen – ihm und seinem Hause! Denn er hat ja schon in Ephesus seine Dienste erwiesen – und hier nun wieder.“
    Im Jakobusbrief lesen wir (Kap. 2,13): „Denn es wird ein unbarmherziges Gericht über den ergehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat; Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht.“
    Jene Barmherzigkeit, die aus einer erlösten Seele und einem wiedergeborenen Herzen fließt, wird von Gott im Gericht in Anschlag gebracht werden. Wer aber aus Gottlosigkeit ein unbarmherziges Herz hatte und auch entsprechend gehandelt hat, hat nichts Gutes zu erwarten. Wie steht es bei dir?
    Lasst uns dem Vorbild des Onesiphorus folgen und Menschen werden, die für andere mutig, treu und barmherzig handeln!
    Übrigens: Ich bin sicher, der Wunsch des Paulus für Onesiphorus wird an „jenem Tage“ in Erfüllung gehen.

    „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist“ (Lk. 6,36).

    Peter Engler

    Tägliche Bibellese

    Der Bibelvers im Zusammenhang 2.Timotheus 1:

    1 Paulus, ein Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes nach der Verheißung des Lebens in Christus Jesus, 2 an meinen lieben Sohn Timotheus:
    Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserm Herrn!

    Treue zum Evangelium
    3 Ich danke Gott, dem ich diene von meinen Vorfahren her mit reinem Gewissen, wenn ich ohne Unterlass deiner gedenke in meinem Gebet, Tag und Nacht. 4 Und wenn ich an deine Tränen denke, verlangt mich, dich zu sehen, damit ich mit Freude erfüllt werde. 5 Denn ich erinnere mich an den ungefärbten Glauben in dir, der zuvor schon gewohnt hat in deiner Großmutter Lois und in deiner Mutter Eunike; ich bin aber gewiss, auch in dir.
    6 Aus diesem Grund erinnere ich dich daran, dass du erweckest die Gabe Gottes, die in dir ist durch die Auflegung meiner Hände. 7 Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 8 Darum schäme dich nicht des Zeugnisses von unserm Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit mir für das Evangelium in der Kraft Gottes.

    9 Er hat uns selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Ratschluss und nach der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor der Zeit der Welt, 10 jetzt aber offenbart ist durch die Erscheinung unseres Heilands Christus Jesus, der dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat durch das Evangelium, 11 für das ich eingesetzt bin als Prediger und Apostel und Lehrer.
    12 Aus diesem Grund leide ich dies alles; aber ich schäme mich dessen nicht; denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, er kann mir bewahren, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag. 13 Halte dich an das Vorbild der heilsamen Worte, die du von mir gehört hast, im Glauben und in der Liebe in Christus Jesus. 14 Dieses kostbare Gut, das dir anvertraut ist, bewahre durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt.
    15 Das weißt du, dass sich von mir abgewandt haben alle, die in der Provinz Asien sind, unter ihnen Phygelus und Hermogenes. 16 Der Herr gebe Barmherzigkeit dem Hause des Onesiphorus; denn er hat mich oft erquickt und hat sich meiner Ketten nicht geschämt, 17 sondern als er in Rom war, suchte er mich eifrig und fand mich. 18 Der Herr gebe ihm, dass er Barmherzigkeit finde bei dem Herrn an jenem Tage. Und welche Dienste er in Ephesus geleistet hat, weißt du am besten.

    Story of Onesiphorus