Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten. (Ps. 139:9–10)
Gehalten – auch in Extremlagen
Ungläubigen Menschen mag das Wissen, dass GOTT jeden ihrer Gedanken, Worte und Taten kennt, schlaflose Nächte bereiten. Mir ist dies der größte Trost und die größte Freude. Selbst an den Enden der Erde steht uns unser JESUS, unser guter Hirte, zur Seite und beschützt uns. Jeden von uns, der den Schritt des Glaubens getan hat, führt seine rechte Hand und spendet uns Halt, Kraft und Zuversicht. Auf Knien danke ich ihm dafür, dass er jedem diese Verheißung zuspricht, der den Schritt des Glaubens tut und Jesu Jünger wird.
Auch der Apostel Paulus war in heftigsten Stürmen auf hoher See nicht allein. Er bezeugte: „Letzte Nacht stand plötzlich ein Engel vor mir – ein Engel des Gottes, dem ich gehöre und dem ich diene. Er sagte: ‚Hab keine Angst, Paulus! Du musst noch vor den Kaiser treten. Deinetwegen schenkt Gott auch all denen das Leben, die mit dir auf dem Schiff sind.‘ (Apg. 27,23–24). Wo andere um ihr Leben bangten, war Paulus getrost und voller Zuversicht. Selbst in Lebensgefahr behielt er einen kühlen Kopf. Er gab klare Anweisungen, die dazu führten, dass keiner der Schiffsbesatzung ums Leben kam.
Weißt du, dass GOTT auch dich führen und leiten möchte? Weißt du, dass er als HEILIGER GEIST auch in deinem Herzen Wohnung nehmen und dich sicher an das Ziel deiner Lebensreise, zum ewigen Leben in Gottes Herrlichkeit, führen möchte? Du musst ihm nur vertrauen, sein Wort zu Herzen nehmen und auf seine Stimme hören.
Für den allgegenwärtigen Gott gibt es keinen Überraschungsort.
Seid gesegnet!
Martin Seidl-Schultz
Tägliche Bibellese
Der Bibelvers im Zusammenhang Psalm 139:
Gott der Allwissende und Allgegenwärtige
1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.
HERR, du erforschest mich
und kennest mich.
2 Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es;
du verstehst meine Gedanken von ferne.
3 Ich gehe oder liege, so bist du um mich
und siehst alle meine Wege.
4 Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge,
das du, HERR, nicht schon wüsstest.
5 Von allen Seiten umgibst du mich
und hältst deine Hand über mir.
6 Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch,
ich kann sie nicht begreifen.
7 Wohin soll ich gehen vor deinem Geist,
und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?
8 Führe ich gen Himmel, so bist du da;
bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da.
9 Nähme ich Flügel der Morgenröte
und bliebe am äußersten Meer,
10 so würde auch dort deine Hand mich führen
und deine Rechte mich halten.
11 Spräche ich: Finsternis möge mich decken
und Nacht statt Licht um mich sein –,
12 so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir,
und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht.
13 Denn du hast meine Nieren bereitet
und hast mich gebildet im Mutterleibe.
14 Ich danke dir dafür,
dass ich wunderbar gemacht bin;
wunderbar sind deine Werke;
das erkennt meine Seele.
15 Es war dir mein Gebein nicht verborgen, /
als ich im Verborgenen gemacht wurde,
als ich gebildet wurde unten in der Erde.
16 Deine Augen sahen mich,
als ich noch nicht bereitet war,
und alle Tage waren in dein Buch geschrieben,
die noch werden sollten und von denen keiner da war.
17 Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken!
Wie ist ihre Summe so groß!
18 Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand:
Am Ende bin ich noch immer bei dir.
19 Ach Gott, wolltest du doch die Gottlosen töten!
Dass doch die Blutgierigen von mir wichen!
20 Denn sie reden von dir lästerlich,
und deine Feinde erheben sich mit frechem Mut.
21 Sollte ich nicht hassen, HERR, die dich hassen,
und verabscheuen, die sich gegen dich erheben?
22 Ich hasse sie mit ganzem Ernst;
sie sind mir zu Feinden geworden.
23 Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz;
prüfe mich und erkenne, wie ich’s meine.
24 Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin,
und leite mich auf ewigem Wege.
