Der aber, der dem Sämann Samen darreicht und Brot zur Speise, wird eure Saat darreichen und vermehren und die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen lassen. (2. Kor. 9,10)
Offene Türen (Teil 2)
„Sie müssen unbedingt wiederkommen, denn wir haben noch mehr Schüler“, sagte die Schuldirektorin jener Schule in Quito, in der ich an diesem Tag einhundert Neue Testamente an die Schüler verteilt hatte. Ich versprach, mit noch mehr Neuen Testamenten in der folgenden Woche wiederzukommen. Jetzt hatte ich aber ein Problem: Wir hatten keine finanziellen Mittel mehr, um Neue Testamente zu kaufen!
Seitdem wir im Dienst des Herrn Jesus standen, hatten meine Frau und ich uns vorgenommen, niemals mit jemanden über unsere materiellen Bedürfnisse zu sprechen. Wir wollten einzig und allein alles unserem himmlischen Vater hinlegen und IHN um sein Versorgen bitten. Und jetzt standen wir wieder einmal vor dieser Situation, wo wir kein Geld hatten. Wir beteten, dass der Herr doch eine Lösung schenke möge. Die Tage flossen dahin, und es geschah nichts. Wenige Tage vor dem nächsten geplanten Schulbesuch erreichte uns ein Brief aus Deutschland. Der Absender war ein junger Glaubensbruder aus einer Gemeinde, zu der wir früher gehörten, zu dem wir aber sonst keine engere Beziehung hatten. Er schrieb uns, dass Gott ihm aus irgendeinem Grund aufs Herz gelegt hat, uns 50 D-Mark zu schicken. Dass diese per Post bei uns in Ecuador tatsächlich ankamen, war an sich schon ein Wunder! Aber jetzt hatten wir das Geld, um Neue Testamente zu kaufen! So konnte ich wenige Tage später wieder in diese Schule gehen und weitere einhundert Neue Testamente verteilen. Der HERR hatte uns Mittel gegeben, damit wir das geistliche Brot, sein Wort, weitergeben können. Und du darfst darauf vertrauen, dass derselbe HERR auch dich in deinen Bedürfnissen versorgen wird.
Der große Schatzmeister holt gern aus seinen verborgenen Reichtümern hervor für die, die ihm allein vertrauen.
Friedemar Becker
Tägliche Bibellese
Der Bibelvers im Zusammenhang 2.Korinther 9:
Der Segen der Geldsammlung
1 Von dem Dienst, der für die Heiligen geschieht, brauche ich euch nicht zu schreiben. 2 Denn ich weiß von eurem guten Willen, den ich an euch rühme bei denen aus Mazedonien, wenn ich sage: Achaja ist schon voriges Jahr bereit gewesen! Und euer Beispiel hat die meisten angespornt. 3 Ich habe aber die Brüder gesandt, damit nicht unser Rühmen über euch zunichtewerde in diesem Stück und damit ihr vorbereitet seid, wie ich von euch gesagt habe, 4 dass nicht, wenn die aus Mazedonien mit mir kommen und euch nicht vorbereitet finden, wir, um nicht zu sagen: ihr, zuschanden werden mit dieser unsrer Zuversicht. 5 So habe ich es nun für nötig angesehen, die Brüder zu ermahnen, dass sie voranzögen zu euch, um die von euch angekündigte Segensgabe vorher fertig zu machen, sodass sie bereitliegt als eine Gabe des Segens und nicht des Geizes.
6 Ich meine aber dies: Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. 7 Ein jeder, wie er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. 8 Gott aber kann machen, dass alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk; 9 wie geschrieben steht Ps 112,9: »Er hat ausgestreut und den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit.«
10 Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit. 11 So werdet ihr reich sein in allen Dingen, zu geben in aller Einfalt, die durch uns wirkt Danksagung an Gott. 12 Denn der Dienst dieser Sammlung hilft nicht allein dem Mangel der Heiligen ab, sondern wirkt auch überschwänglich darin, dass viele Gott danken. 13 Denn für diesen treuen Dienst preisen sie Gott über eurem Gehorsam im Bekenntnis zum Evangelium Christi und über der Einfalt eurer Gemeinschaft mit ihnen und allen. 14 Und in ihrem Gebet für euch sehnen sie sich nach euch wegen der überschwänglichen Gnade Gottes bei euch. 15 Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!
