Brot des Lebens, ein Impuls für das Leben mit Jesus
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    Donnerstag, 02. Juli 2026

    Darum setzen wir auch unsre Ehre darein, ob wir daheim sind oder in der Fremde, dass wir ihm wohlgefallen.

    Darum setzen wir auch unsre Ehre darein, ob wir daheim sind oder in der Fremde, dass wir ihm wohlgefallen. (2. Kor. 5:9)

    Dem Herrn wohlgefallen

    Diesem Gedanken bin ich neulich in einem persönlichen Bibelstudium näher nachgegangen. Dabei stellte ich mir die Frage: „Woran hat Gott Wohlgefallen?“ Das Ergebnis war eine Liste von etwa 20 sehr unterschiedlichen Bibelstellen, in denen uns Gottes Wort deutlich zeigt, woran er Wohlgefallen hat – und woran nicht. Aus dieser Fülle greife ich nur zwei Beispiele heraus:

    • Ps. 19,15: „Lass dir wohlgefallen die Rede meines Mundes und das Gespräch meines Herzens vor dir, mein Herr und mein Erlöser.“
      Ja, Gott kann Wohlgefallen daran haben, wie wir reden und was in unserem Herzen vor ihm geschieht. Er will, dass wir unsere Gebete bewusst und aufrichtig vor ihn bringen – nicht bloß fromme Worte oder leeres Gerede. An der Art, wie wir beten, wird sichtbar, ob wir es ernst meinen, ob wir demütig vor ihm stehen oder ob wir meinen, aufgrund eigener Vorzüge besondere Ansprüche an ihn stellen zu können.
      Ein eindrückliches Beispiel für echtes, ernsthaftes Gebet ist die Hanna des Alten Testaments. Der Hohepriester Eli hielt ihr stilles Flehen zunächst für das Stammeln einer Betrunkenen. Doch sie „war von Herzen betrübt und betete zum Herrn und weinte sehr“ (1. Sam. 1,10). Der Herr sah ihr Herz – und sie durfte erleben, dass ihm ihr Gebet wohlgefiel: Sie bekam den Sohn, um den sie gebeten hatte.
      Vielleicht gilt das nicht nur für das Verhältnis von innerem Herzensgespräch und äußerem Reden im Gebet, sondern auch für das Zusammenspiel von Gebet und Verkündigung. Wenn schon unsere persönlichen Worte vor Gott aus dem Herzen kommen sollen, gilt das erst recht für Worte, mit denen Gottes Wort weitergegeben wird. So erwächst eine Gott wohlgefällige Predigt aus dem vorausgehenden Gebet des Verkündigers um Weisheit und aus dem Ringen darum, biblische Wahrheit klar und treu auszusprechen.

    • Eph. 5,10: „Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist.“
      Hier geht es nicht nur um unser Reden vor Gott. Dieser Vers weitet den Blick auf unser ganzes Leben. Sich bei allem, was wir tun, zu fragen: „Herr, ist dir das wohlgefällig?“, gehört zu dem Weg der Heiligung, auf dem Gott uns immer näher zu sich zieht und unser Leben verändert. Es bedeutet, mit einem wachsamen Herzen durch den Tag zu gehen. Vieles kann Gott nicht gefallen: wenn Medien zu viel Raum einnehmen, wenn unreine Gedanken bleiben dürfen, wenn andere Einflüsse uns von Gottes Wort wegführen, wenn schlechte Gewohnheiten, böse Worte, Verbitterung oder Stimmen unser Herz prägen, die uns nicht näher zu Christus führen.

    Die Liste ließe sich fortsetzen. Doch wenn wir danach suchen, was Gottes Wohlgefallen findet, erfahren wir seinen Frieden und innere Freude. Aus der Gemeinschaft mit ihm erwächst eine neue, tiefe Verbundenheit.
    Das gelingt uns aber leider nicht immer. Unser Herz sucht oft nicht zuerst Gottes Willen, sondern hängt an Dingen, die uns von ihm wegziehen. Manchmal begehen wir im Alltagstrubel auch „Flüchtigkeitsfehler“, die wir später bereuen und die unsere Gemeinschaft mit Gott belasten. Wie gut, dass wir immer wieder zu der „offenen Quelle gegen Sünde und Befleckung“ zurückkehren dürfen (Sach. 13,1): zu dem reinigenden Blut Jesu, das unsere Gemeinschaft mit Gott wiederherstellt und uns erneut auf den Weg derer führt, die danach trachten, ihm wohlzugefallen.

    Fehler des äußeren Lebens sind Fehler des inneren Lebens.

    Peter Engler

    Tägliche Bibellese

    Der Bibelvers im Zusammenhang 2.Korinther 5

    Sehnsucht nach der himmlischen Heimat
    1 Denn wir wissen: wenn unser irdisches Haus, diese
    Hütte, abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist im Himmel. 2 Denn darum seufzen wir auch und sehnen uns danach, dass wir mit unserer Behausung, die vom Himmel ist, überkleidet werden, 3 weil wir dann bekleidet und nicht nackt befunden werden. 4 Denn solange wir in dieser Hütte sind, seufzen wir und sind beschwert, weil wir lieber nicht entkleidet, sondern
    überkleidet werden wollen, damit das Sterbliche verschlungen werde von dem Leben. 5 Der uns aber dazu bereitet hat, das ist Gott, der uns
    als Unterpfand den Geist gegeben hat. 6 So sind wir denn allezeit getrost und wissen: solange wir im Leibe wohnen, weilen wir fern von dem Herrn; 7 denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen. 8 Wir sind aber getrost und haben vielmehr Lust, den Leib zu verlassen und daheim zu sein bei dem Herrn. 9 Darum setzen wir auch unsre Ehre darein, ob wir daheim sind oder in der Fremde, dass wir ihm wohlgefallen. 10 Denn
    wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse.

    Botschafter der Versöhnung
    11 Weil wir nun wissen, dass der Herr zu fürchten ist, suchen wir Menschen zu gewinnen; aber vor Gott sind wir offenbar. Ich hoffe aber, dass wir auch vor eurem Gewissen offenbar sind. 12 Damit empfehlen wir uns nicht abermals bei euch, sondern geben euch Anlass, euch unser zu rühmen, damit ihr antworten könnt denen, die sich des Äußeren rühmen und nicht des Herzens. 13 Denn wenn wir außer uns waren, so war es für Gott; sind wir aber besonnen, so sind wir’s für euch. 14 Denn die Liebe Christi drängt uns, zumal wir überzeugt sind, dass, wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben. 15 Und er ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist. 16 Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt so nicht mehr. 17 Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. 18 Aber das alles von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt. 19 Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. 20 So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! 21 Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.

    Das tägliche Bibel-Quiz