Brot des Lebens, ein Impuls für das Leben mit Jesus
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    Montag, 03. August 2026

    Und was du zuerst wenig gehabt hast, das wird hernach sehr zunehmen.

    Und was du zuerst wenig gehabt hast, das wird hernach sehr zunehmen. (Hiob 8:7)

    Vom „Weniger“ zum „Mehr“ (1)

    Dies ist einer der „Edelsteine“ aus dem Buch Hiob. Man kann den Vers auch so übersetzen: „Und dein Anfang wird gering erscheinen, aber dein Ende wird er sehr groß machen.“ Der Vers gilt sowohl für Jesus als auch im Blick auf uns. Was hatte Jesus zuerst wenig – und was nahm im Laufe seines Erdenlebens zu?

    • Weisheit, Alter und Gnade – Lk. 2,52: „Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.“ Er wurde erwachsen, und er wurde ein weiser Mann. Das Älterwerden ging von allein – er musste nur jedes Jahr seinen Geburtstag feiern! Gnade bei Gott fand er aufgrund seines makellosen Lebenswandels und seines vollkommenen Gehorsams reichlich. Bei den Menschen fand er sie aufgrund seiner Wundertaten und Heilungen, aber auch aufgrund seiner Lehren, die sich sehr von den Lehren der religiösen Oberschicht unterschieden.
    • Jünger – Lk. 10,1: „Danach setzte der Herr weitere zweiundsiebzig Jünger ein und sandte sie je zwei und zwei vor sich her in alle Städte und Orte, wohin er gehen wollte …“ Am Anfang waren es Einzelne, die ihm folgten. Dann erwählte er die Zwölf und setzte sie für sich ein. Hier sind es schon 72, die zu seinen Jüngern gehörten. Und für spätere Zeiten gilt Jes. 53,12: „Darum will ich ihm die Vielen zur Beute geben, und er soll die Starken zum Raub haben, dafür dass er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleichgerechnet ist und er die Sünde der Vielen getragen und für die Übeltäter gebeten hat.“
    • Leiden – Mt. 27,46: „Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Er litt sein Leben lang unter der Gottlosigkeit der Menschen um sich herum, und hier sehen wir den Höhepunkt seines Leidens am Kreuz von Golgatha. Dort erlitt er die Strafe für unsere Sünden.
    • Herrlichkeit – Jes. 53,10–11: „So wollte ihn der Herr zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, wird er Nachkommen haben und in die Länge leben, und des Herrn Plan wird durch seine Hand gelingen. Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er trägt ihre Sünden.“ Und das alles ist nur ein schwacher Ausschnitt der Herrlichkeit, die er jetzt wirklich hat.

    Wir können Jesus anbeten für all das, was er zuerst wenig hatte, was aber „hernach“ sehr zunahm und immer noch zunimmt. Nur den Höhepunkt seiner Leiden hat er hinter sich. Und nun denke bis zur nächsten Andacht am Donnerstag einmal darüber nach, wie es bei dir und mir sein wird, wenn wir Jesus nachfolgen: Was beginnt vielleicht klein, unscheinbar und schwach – und was will der Herr daraus wachsen lassen?
    Wer mit Jesus geht, darf wissen: Gott verachtet den kleinen Anfang nicht. Er führt auch bei uns vom Weniger zum Mehr – bis Christus selbst in uns Gestalt gewinnt.

    Jesus bläht sich niemals auf – und doch nehmen seine Länge und Breite, seine Höhe und Tiefe stets zu.

    Peter Engler

    Tägliche Bibellese

    Der Bibelvers im Zusammenhang Hiob 8

    Bildads erste Rede
    1 Da hob Bildad von Schuach an und sprach:
    2 Wie lange willst du so reden und sollen die Reden deines Mundes so ungestüm daherfahren? 3 Meinst du, dass Gott unrecht richtet oder der Allmächtige das Recht verkehrt? 4 Haben deine Söhne vor ihm gesündigt, so hat er sie verstoßen um ihrer Sünde willen. 5Wenn du aber dich beizeiten zu Gott wendest und zu dem Allmächtigen flehst, 6 wenn du rein und fromm bist, so wird er deinetwegen aufwachen und wird wieder aufrichten deine Wohnung, wie es dir zusteht. 7 Und was du zuerst wenig gehabt hast, wird hernach sehr zunehmen.
    8D enn frage die früheren Geschlechter und merke auf das, was ihre Väter erforscht haben, 9 denn wir sind von gestern her und wissen nichts; unsere Tage sind ein Schatten auf Erden. 10 Sie werden dich’s lehren und dir sagen und ihre Rede aus ihrem Herzen hervorbringen:

    11 »Kann auch Rohr aufwachsen, wo es nicht feucht ist, oder Schilf wachsen ohne Wasser? 12 Noch steht’s in Blüte, bevor man es schneidet, da verdorrt es schon vor allem Gras. 13 So geht es jedem, der Gott vergisst, und die Hoffnung des Ruchlosen wird verloren sein. 14 Denn seine Zuversicht vergeht, und seine Hoffnung ist ein Spinnweb. 15 Er verlässt sich auf sein Haus, aber es hält nicht stand; er hält sich daran, aber es bleibt nicht stehen. 16 Er steht voll Saft im Sonnenschein, und seine Reiser wachsen hinaus über seinen Garten. 17 Über Steinhaufen schlingen sich seine Wurzeln und halten sich zwischen Steinen fest. 18 Wenn man ihn aber vertilgt von seiner Stätte, so wird sie ihn verleugnen, als kennte sie ihn nicht. 19 Siehe, das ist das Glück seines Lebens, und aus dem Staube werden andre wachsen.«
    20 Siehe, Gott verwirft die Frommen nicht und hält die Hand der Boshaften nicht fest, 21 bis er deinen Mund voll Lachens mache und deine Lippen voll Jauchzens. 22 Die dich aber hassen, müssen sich in Schmach kleiden, und die Hütte der Gottlosen wird nicht bestehen.

    Das tägliche Bibel-Quiz