Brot des Lebens, ein Impuls für das Leben mit Jesus
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    Donnerstag, 16. Juli 2026

    Was hast du, das du nicht empfangen hast?

    „Ein Mensch kann nichts nehmen, es werde ihm denn gegeben vom Himmel.“ (Joh. 3,27)
    „Was hast du, das du nicht empfangen hast?“ (1. Kor. 4,7)

    Deine und meine Gnaden

    Im Laufe des vergangenen und dieses Jahres ist mir vertieft bewusst geworden, wie sehr wir von Gottes Gnade abhängig sind. Alles, was wir haben, und alles, was wir können, ist letztlich sein Geschenk – seine Gnadengabe. Unsere Schwester Anna Buss hat deshalb in ihrer Andacht vom 3. Juli sehr schön von der Dankbarkeit gesprochen, die wir Gott gegenüber haben dürfen.
    Vor einiger Zeit habe ich mich hingesetzt und aufgeschrieben, welche Gnaden Gottes mein Leben bis heute tragen. Manches davon gilt ebenso für meine Frau wie für mich; dennoch habe ich die Liste bewusst aus meiner persönlichen Perspektive formuliert. Sie ist nur lose geordnet – so, wie es mir in den Sinn kam. Hier ein Auszug davon:

    • Ich darf im Stand der Erlösung leben und wissen, wohin ich nach meinem Tod gehe.
    • Ich darf zurzeit noch einmal ein gesundheitliches Aufleben erfahren.
    • Ich darf noch meine Frau an meiner Seite haben, der es gutgeht und die mir täglich beisteht.
    • Ich habe Medikamente, die mir helfen, meine Krankheit zu behandeln und zu steuern.
    • Ich habe ein Dach über dem Kopf und ein gutes Bett, in das ich mich legen kann.
    • Ich bekomme jeden Tag drei Mahlzeiten.
    • Ich darf noch in Frieden leben und muss keinen Krieg miterleben.
    • Ich muss noch keine Verfolgung erleiden.
    • Ich habe ein eigenes kleines Büro.
    • Ich verfüge über funktionierende Elektronik.
    • Ich habe eine gut ausgestattete Bibliothek, sowohl analog als auch digital, mit der ich bestens arbeiten kann.
    • Ich bin noch halbwegs klar im Kopf.
    • Meine Augen funktionieren noch, sodass ich problemlos am Bildschirm arbeiten kann.
    • Meine Gelenke machen noch mit beim Tippen auf der Tastatur.
    • Ich kann noch – oder wieder – laufen.
    • Ich bin momentan weitgehend schmerzfrei.
    • Wir haben gute Freunde, die uns immer wieder helfen.
    • Wir haben eine Gemeinde, die ebenfalls für uns betet und sich um uns kümmert.
    • Und vieles mehr.

    Vielleicht merkst du an dieser Aufzählung, wie viele Gnaden jeder Einzelne von uns in seinem Leben noch hat. Ich lerne mehr und mehr, jeden guten Tag und jede gute Stunde bewusst aus Gottes Hand zu nehmen. Denn ich weiß auch, dass es sehr anders sein kann.
    Darum setze dich heute einmal hin und schreibe deine eigenen Gnaden auf. „Count your blessings!“ – „Zähle deine Segnungen!“, sagen die Amerikaner. Das lenkt den Blick weg von Miesepetrigkeit und Hadern mit dem eigenen Schicksal – hin zu dem Gott, der uns auch im Schweren nicht ohne seine Gaben lässt.

    Wer seine Gnaden zählt, lernt neu zu danken, bevor er erst im Verlust erkennt, was ihm geschenkt war.

    Peter Engler

    Tägliche Bibellese

    Der Bibelvers im Zusammenhang Johannes 3

    Jesus und Nikodemus
    1 Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, einer von den Oberen der Juden. 2 Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. 3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von Neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.
    4 Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? 5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. 6 Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist. 7 Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden. 8 Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist.
    9 Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie kann dies geschehen? 10 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bist du Israels Lehrer und weißt das nicht? 11 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben; ihr aber nehmt unser Zeugnis nicht an. 12 Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sage? 13 Und niemand ist gen Himmel aufgefahren außer dem, der vom Himmel herabgekommen ist, nämlich der Menschensohn.
    14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, 15 damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. 16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. 17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.
    18 Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. 19 Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. 20 Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. 21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind.

    Das letzte Zeugnis des Täufers von Jesus
    22 Danach kam Jesus mit seinen Jüngern in das Land Judäa und blieb dort eine Weile mit ihnen und taufte. 23 Johannes aber taufte auch noch in Änon, nahe bei Salim, denn es war da viel Wasser; und sie kamen und ließen sich taufen. 24 Denn Johannes war noch nicht ins Gefängnis geworfen.
    25 Da erhob sich ein Streit zwischen den Jüngern des Johannes und einem Juden über die Reinigung. 26 Und sie kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Meister, der bei dir war jenseits des Jordans, von dem du Zeugnis gegeben hast, siehe, der tauft, und jedermann kommt zu ihm. 27 Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist. 28 Ihr selbst seid meine Zeugen, dass ich gesagt habe: Ich bin nicht der Christus, sondern vor ihm her gesandt. 29 Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam; der Freund des Bräutigams aber, der dabeisteht und ihm zuhört, freut sich sehr über die Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nun erfüllt. 30 Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.
    31 Der von oben her kommt, ist über allen. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde. Der vom Himmel kommt, der ist über allen 32 und bezeugt, was er gesehen und gehört hat; und sein Zeugnis nimmt niemand an. 33 Wer es aber annimmt, der besiegelt, dass Gott wahrhaftig ist. 34 Denn der, den Gott gesandt hat, redet Gottes Worte; denn Gott gibt den Geist ohne Maß. 35 Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben. 36 Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.

    Das tägliche Bibel-Quiz