Brot des Lebens, ein Impuls für das Leben mit Jesus
  • Kalenderansicht aller Impulse
    Juli 2026
    M D M D F S S
     12345
    6789101112
    13141516171819
    20212223242526
    2728293031  

    Donnerstag, 25. Juni 2026

    Zuflucht ist bei dem alten Gott

    Zuflucht ist bei dem alten Gott und unter den ewigen Armen. (5. Mose 33:27a)

    Der göttliche Schutzraum

    Es ist ein merkwürdiger Satz, der uns hier begegnet. Er stammt aus der Abschiedsrede des Mose, der hier einen Segen über die Stämme Israels ausspricht. Über Jahre und Jahrzehnte hat er das Volk Israel erst aus Ägypten und dann durch die Wüste geführt, bis die Grenze Kanaans erreicht war. Nun ist seine Mission erfüllt. Ein anderer wird an seine Stelle treten. Und der hatte die gewaltige Aufgabe vor sich, das Volk Israel ins verheißene Land zu führen.
    Da war es gut, das Volk noch einmal an den Gott zu erinnern, der hinter allem stand und den sie jetzt noch nötiger brauchen würden als vorher. Und das gipfelt in der denkwürdigen Formulierung unseres Tagesverses: „Zuflucht ist bei dem alten Gott …“.
    Zuflucht, Wohnstatt und innere Heimat – das alles will Gott seinem Volk sein. Mitten in allen äußeren Auseinandersetzungen, die auf es warten, soll es sich daran erinnern: Bei dem alten Gott ist Geborgenheit.
    Ja, und er ist wirklich alt. Ich muss manchmal denken an die Formulierung aus Dan. 7,13 und 14, wo es in einer Vision von der Himmelfahrt des kommenden Messias heißt: „Und er kam zu dem, der uralt war, und wurde vor ihn gebracht.“ Oh ja, wie „uralt“ ist dieser Gott! Und das ist nur eine menschliche Formulierung. Die Wahrheit ist: Er ist nicht nur „uralt“, steinalt, oder wie immer man das nennen mag, sondern: ewig. Er war schon immer und wird immer sein. Seine Jahre nehmen kein Ende. Für uns ein unvorstellbares Konzept. Aber genauso ist es. Gott ist nicht mehr und nicht weniger als ewig und unwandelbar. Sollte ein solcher Gott nicht wissen, was Zuflucht bedeutet? Doch, er weiß es; bei ihm kann man sich bergen und er weiß jederzeit, wie er Zuflucht bieten kann.
    Die zweite Formulierung wirkt beinahe noch seltsamer: „… und unter den ewigen Armen.“ Die Arme sind der Ausdruck der Kraft, und die Arme des allmächtigen Gottes sind ebenso alt und ewig wie er. Im Grunde ist es ein paralleler Ausdruck. Unter diesen Armen kann man sich bergen, sich verstecken vor dem Feind, und man wird auch von ihnen getragen.
    Wie fühlst du dich wohl am heutigen Tage? Brauchst auch du so einen ewigen Gott, der dir Zufluchts- und Schutzort ist, angesichts der Herausforderungen, die vor dir liegen? Bitte – hier ist er: Der Jahwe Israels, der zugleich der Vater Jesu Christi ist, deines Heilandes, will auch dir genau dasselbe sein wie seinem Volk. Er kennt die Ewigkeit, er kennt die Welt- und Menschheitsgeschichte, und er kennt auch dein kleines Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Wenn du einen Schutzraum brauchst: Hier ist er, und unter den ewigen Armen dieses Gottes kannst du für immer geborgen sein, bis er dich hineinträgt in sein ewiges Reich.

    Es braucht den Sturm, damit man den wahren Zufluchtsort kennenlernt.

    Peter Engler

    Tägliche Bibellese

    Der Bibelvers im Zusammenhang 5.Mose 33

    Mose segnet die Stämme Israels
    1 Dies ist der Segen, mit dem Mose, der Mann Gottes, die Israeliten vor seinem Tode segnete. 2 Er sprach: Der HERR ist vom Sinai gekommen und ist ihnen aufgeleuchtet von Seïr her. Er ist erschienen vom Berge Paran her und ist gezogen nach Meribat-Kadesch; in seiner Rechten ist ein feuriges Gesetz für sie. 3 Wie hat er sein Volk so lieb! Alle Heiligen sind in deiner Hand. Sie werden sich setzen zu deinen Füßen und werden lernen von deinen Worten. 4 Mose hat uns das Gesetz geboten, das Erbe der Gemeinde Jakobs. 5 Und der Herr ward König über Jeschurun, als sich versammelten die Häupter des Volks samt den Stämmen Israels.
    6 Ruben lebe und sterbe nicht; seine Mannschaft gewinne an Zahl!
    7 Dies ist der Segen über Juda. Und er sprach: HERR, erhöre die Stimme Judas und bringe ihn zu seinem Volk; lass seine Macht groß werden und sei ihm Hilfe wider seine Feinde!
    8 Und über Levi sprach er: Deine Lose »Licht und Recht« sollen bleiben bei deinem Getreuen, den du versucht hast zu Massa, für den du gestritten hast am Haderwasser, 9 der von seinem Vater und von seiner Mutter spricht: »Ich sehe ihn nicht«, und von seinem Bruder: »Ich kenne ihn nicht«, und von seinem Sohn: »Ich weiß nichts von ihm«. Die hüten dein Wort und bewahren deinen Bund; 10 sie lehren Jakob deine Rechte und Israel dein Gesetz; sie bringen Räucherwerk vor dein Angesicht und Ganzopfer auf deinen Altar. 11 HERR, segne seine Macht und lass dir gefallen die Werke seiner Hände! Zerschlage den Rücken derer, die sich wider ihn auflehnen, und derer, die ihn hassen, dass sie nicht aufkommen!
    12 Und über Benjamin sprach er: Der Geliebte des HERRN wird sicher wohnen; allezeit wird Er die Hand über ihm halten und wird zwischen seinen Höhen wohnen.

    13 Und über Josef sprach er: Gesegnet vom HERRN ist sein Land mit dem Köstlichsten vom Himmel droben, dem Tau, und mit der Flut, die drunten liegt, 14 mit dem Köstlichsten, was die Sonne hervorbringt, und mit dem Köstlichsten, was die Monde erzeugen, 15 mit dem Besten uralter Berge und mit dem Köstlichsten der ewigen Hügel, 16 mit dem Köstlichsten der Erde und ihrer Fülle. Die Gnade dessen, der in dem Dornbusch wohnte, komme auf das Haupt Josefs, auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Brüdern. 17 Sein erstgeborener Stier ist voll Herrlichkeit, und seine Hörner sind wie die Hörner wilder Stiere; mit ihnen wird er die Völker stoßen bis an die Enden der Erde. Das sind die Zehntausende Ephraims und die Tausende Manasses.
    18 Und über Sebulon sprach er: Sebulon, freue dich deiner Fahrten; und Issachar, freue dich deiner Zelte. 19 Sie werden die Stämme auf den Berg rufen und daselbst opfern rechte Opfer. Denn sie werden den Reichtum des Meeres gewinnen und die verborgenen Schätze im Sande.
    20 Und über Gad sprach er: Gelobt sei, der Gad Raum schafft! Gad liegt da wie ein Löwe und zerreißt Schenkel und Scheitel. 21 Und er ersah sich ein Erstlingserbe; denn daselbst war für ihn eines Anführers Teil. Und es versammelten sich die Häupter des Volks und er vollstreckte die Gerechtigkeit des HERRN und seine Gerichte zusammen mit Israel.
    22 Und über Dan sprach er: Dan ist ein junger Löwe, der hervorspringt aus Baschan.
    23 Und über Naftali sprach er: Naftali hat viel Gnade und ist voll Segens des HERRN; gegen Westen und Süden hat er Besitz.
    24 Und über Asser sprach er: Asser ist gesegnet unter den Söhnen. Er sei der Liebling seiner Brüder und tauche seinen Fuß in Öl. 25 Von Eisen und Erz sei der Riegel deiner Tore; dein Alter sei wie deine Jugend!
    26 Es ist kein Gott wie der Gott Jeschuruns, der am Himmel daherfährt dir zur Hilfe und in seiner Hoheit auf den Wolken. 27 Zuflucht ist bei dem alten Gott und unter den ewigen Armen. Er hat vor dir her deinen Feind vertrieben und geboten: Vertilge! 28 Israel wohnt sicher, der Brunnquell Jakobs unbehelligt in dem Lande, da Korn und Wein ist, dessen Himmel von Tau trieft. 29 Wohl dir, Israel! Wer ist dir gleich? Du Volk, das sein Heil empfängt durch den HERRN, der deiner Hilfe Schild und das Schwert deines Sieges ist! Deine Feinde werden dir huldigen und du wirst auf ihren Höhen einherschreiten.

    Das tägliche Bibel-Quiz