Brot des Lebens, ein Impuls für das Leben mit Jesus
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    Sonntag, 02. August 2026

    Gott hat uns ewiges Leben gegeben, und wir erhalten dieses Leben durch seinen Sohn.

    Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns den Sinn dafür gegeben hat, dass wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. (1. Joh. 5:20)

    Die Gottheit Jesu Christi

    Der Koran bezeichnet jene als ungläubig, die bekennen, dass Jesus Christus der Sohn Gottes – und damit Gott selbst – ist. Zudem verbindet er dieses Bekenntnis mit der Drohung des Höllenfeuers und der Verwehrung des Paradieses (vgl. Sure 9,30; Sure 5,72). Daran wird deutlich: Der Islam lehnt die Gottheit Jesu grundsätzlich ab.
    Doch auch in evangelikalen Kreisen wird die Gottheit Jesu nicht mehr überall mit derselben Klarheit festgehalten. Die Bibel bezeugt sie jedoch an vielen Stellen: Sie schreibt Jesus eindeutig göttliche Eigenschaften zu, zeigt ihn als Erfüllung messianischer Verheißungen und nennt ihn ausdrücklich Gott.
    So lesen wir im Philipperbrief: „Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein“ (Phil. 2,5–6). Hier wird deutlich: Jesus war, ehe er Mensch wurde, in der Gestalt Gottes und Gott gleich. Um uns zu erretten, nahm er Knechtsgestalt an und wurde Mensch.
    Auch im Blick auf die Menschwerdung Jesu heißt es in Hebr. 1,6: „Und wenn er den Erstgeborenen wieder einführt in die Welt, spricht er: »Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten.«“
    Der Vater selbst bezeugt damit, dass Jesus der Anbetung aller Engel Gottes würdig ist – ein unmissverständliches Kennzeichen seiner Gottheit.
    Deutlich wird dies auch nach der Auferstehung, als Jesus dem zweifelnden Thomas begegnet. Als Thomas erkennt, dass es wirklich der auferstandene Herr ist, bekennt er anbetend: „Mein Herr und mein Gott!“ (Joh. 20,28). Jesus weist dieses Bekenntnis nicht zurück.
    Wer in Hebr. 1 weiterliest, entdeckt, was Gott, der Vater, zu Jesus, seinem Sohn, sagt: „… aber von dem Sohn: »Gott, dein Thron währt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Gerechtigkeit ist das Zepter deines Reiches. Du hast geliebt die Gerechtigkeit und gehasst die Ungerechtigkeit; darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl wie keinen deinesgleichen.«“ (Hebr. 1,8–9)
    Der aufmerksame Leser erkennt also in Hebr. 1: Gott, der Vater, nennt seinen eingeborenen Sohn Jesus Christus Gott und stellt ihn als den dar, dem Anbetung gebührt.
    Auch Jesus selbst bezeugt den göttlichen Ursprung seines Wesens in Joh. 10,30: „Ich und der Vater sind eins.“ Damit spricht er von der Wesenseinheit zwischen ihm und Gott, dem Vater. Dass seine Zuhörer diese Aussage als Anspruch auf Gottheit verstanden, zeigt der heftige Widerstand in den folgenden Versen.
    Zusammenfassend lässt sich festhalten: Die Bibel lehrt und bezeugt die Gottheit Jesu klar. Sie fordert zur Anbetung Jesu auf, und Jesus nimmt diese Anbetung bewusst an. Zugleich erklärt er in Lk. 4,8: „Es steht geschrieben (5. Mose 6,13): »Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.«“ Angebetet wird also allein Gott – und gerade darin wird die Gottheit Jesu sichtbar.
    Wir sehen: Die Bibel bezeugt an vielen Stellen eindeutig die Gottheit Jesu Christi. Diese Wahrheit wurde nicht nur zur Zeit Jesu angefochten; auch heute wird sie von verschiedenen Religionen und Strömungen bestritten. Umso wichtiger ist es, dass Christen an diesem biblischen Zeugnis festhalten und es treu bekennen.
    Fragen zur persönlichen Prüfung:
    Stimmt deine Denkweise mit der Denkweise der Bibel überein? Hat Jesus Christus in deinem Denken dieselbe höchste Stellung wie Gott, der Vater? Wenn du bekennst, dass Christus Gott ist: Welche Auswirkungen hat das auf dein Verständnis seiner Menschwerdung und seines Erlösungswerks?

    Die Wahrheit der Bibel ist unsere höchste Autorität. Sie soll unser Denken prägen und uns zur Anbetung Jesu Christi führen.

    Simon Fenzl

    Tägliche Bibellese

    Der Bibelvers im Zusammenhang 1. Johannes 5

    Die Kraft des Glaubens
    1 Wer glaubt, dass Jesus der Christus ist, der ist von Gott geboren; und wer den liebt, der ihn geboren hat, der liebt auch den, der von ihm geboren ist. 2 Daran erkennen wir, dass wir Gottes Kinder lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten. 3 Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer. 4 Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. 5 Wer ist es aber, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist?
    Gottes Zeugnis von seinem Sohn
    6 Dieser ist’s, der gekommen ist durch Wasser und Blut, Jesus Christus; nicht im Wasser allein, sondern im Wasser und im Blut; und der Geist ist’s, der das bezeugt, denn der Geist ist die Wahrheit. 7 Denn drei sind, die das bezeugen: 8 der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei stimmen überein.
    9 Wenn wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis doch größer; denn das ist Gottes Zeugnis, dass er Zeugnis gegeben hat von seinem Sohn. 10 Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat dieses Zeugnis in sich. Wer Gott nicht glaubt, der macht ihn zum Lügner; denn er glaubt nicht dem Zeugnis, das Gott gegeben hat von seinem Sohn. 11 Und das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. 12 Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.

    Bitte und Fürbitte
    13 Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes.
    14 Und das ist die Zuversicht, die wir haben zu Gott: Wenn wir um etwas bitten nach seinem Willen, so hört er uns. 15 Und wenn wir wissen, dass er uns hört, worum wir auch bitten, so wissen wir, dass wir erhalten, was wir von ihm erbeten haben.
    16 Wenn jemand seinen Bruder sündigen sieht, eine Sünde nicht zum Tode, so mag er bitten und Gott wird ihm das Leben geben – denen, die nicht sündigen zum Tode. Es gibt aber eine Sünde zum Tode; bei der sage ich nicht, dass jemand bitten soll. 17 Jede Ungerechtigkeit ist Sünde; aber es gibt Sünde nicht zum Tode.
    Die Bewahrung in Christus
    18 Wir wissen, dass, wer von Gott geboren ist, der sündigt nicht, sondern wer von Gott geboren ist, den bewahrt er und der Böse tastet ihn nicht an. 19 Wir wissen, dass wir von Gott sind, und die ganze Welt liegt im Argen. 20 Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns den Sinn dafür gegeben hat, dass wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.
    21 Kinder, hütet euch vor den Abgöttern!

    Das tägliche Bibel-Quiz