Brot des Lebens, ein Impuls für das Leben mit Jesus
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    Samstag, 08. August 2026

    Denn der Verkläger unserer Brüder ist verworfen, der sie verklagte Tag und Nacht vor unserm Gott.

    Denn der Verkläger unserer Brüder ist verworfen, der sie verklagte Tag und Nacht vor unserm Gott. (Offb. 12:10b)

    Ermittlungsverfahren eingestellt!

    Wurdest du schon einmal wegen „Fahrerflucht vom Unfallort“ angezeigt? Mir ist genau das passiert – und ehrlich gesagt hoffe ich, dass es das erste und letzte Mal in meinem Leben war.
    Es gab eine Klägerin und offensichtlich auch mehrere Zeugen des Vorfalls. Als die Polizei mich mit der Anzeige konfrontierte, war ich zutiefst überrascht; denn ich war mir zum besagten Zeitpunkt keiner Schuld bewusst. Da ich keine Rechtsschutzversicherung hatte, blieb mir zunächst nichts anderes übrig, als eine eigene schriftliche Stellungnahme an die Staatsanwaltschaft zu schicken.
    Das Verfahren zog sich über mehrere Monate hin. Die Zeugen wurden erneut befragt, da sich nach Akteneinsicht gewisse Unstimmigkeiten ergeben hatten. Dennoch sagten sie schließlich einstimmig gegen mich aus. Ein langwieriges Gerichtsverfahren kam für mich jedoch nicht infrage.
    Allerdings hatte ich den Vorfall völlig anders in Erinnerung, und die Zweifel ließen mich nicht los. Sollte ich mich wirklich so sehr getäuscht haben? Schließlich war ich bereit, die Konsequenzen zu tragen, und brachte dies im stillen Gebet vor meinen Herrn: Wenn ich tatsächlich Schuld auf mich geladen hatte, wollte ich dafür geradestehen. Für mich war der Fall damit innerlich abgeschlossen – selbst wenn ich unschuldig schuldig gesprochen würde.
    Doch ich hatte die Größe meines Retters unterschätzt. Als ich kurze Zeit später den endgültigen Bescheid der Staatsanwaltschaft in den Händen hielt, war die Freude riesengroß: Das Ermittlungsverfahren wurde eingestellt! Der Herr Jesus stand mir wie ein treuer Anwalt zur Seite und hat für mich gestritten.
    So befreiend diese Erfahrung auf menschlicher Ebene auch war, gibt es doch etwas, das noch um ein Vielfaches größer ist: Jeder gläubige Christ ist von einer viel schwereren Last – von Sünde und Schuld seines ganzen Lebens – erlöst, und zwar von dem Moment seiner Bekehrung an. Der Herr Jesus selbst ist unser Fürsprecher beim Vater.
    Der Ankläger unserer Seele ist, wie im Eingangsvers beschrieben, der Teufel selbst. Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied zu einem weltlichen Ermittlungsverfahren: Vor Gott ist wirklich jeder Mensch schuldig. Wir alle sind Sünder und bedürfen ausnahmslos der Gnade Gottes. Wie reagieren wir jedoch typischerweise, wenn uns jemand beschuldigt? Meist sagen wir rasch: „Wie jetzt? Ich habe doch gar nichts gemacht!“
    Doch Selbstgerechtigkeit bringt uns nicht weiter. Der Apostel Johannes warnt uns eindringlich davor: „Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.“ (1. Joh. 1,8–9)
    Und nur wenige Verse später ergänzt er: „Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist.“ (1. Joh. 2,1)
    Auch der Apostel Paulus fasst die wunderbare Stellung der Gläubigen im Römerbrief auf prägnante Weise zusammen:
    „Die er aber vorherbestimmt hat, diese hat er auch berufen; und die er berufen hat, diese hat er auch gerechtfertigt; die er aber gerechtfertigt hat, diese hat er auch verherrlicht.
    Was sollen wir nun hierzu sagen? Wenn Gott für uns ist, wer ist gegen uns?
    Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat – wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken?
    Wer wird gegen Gottes Auserwählte Anklage erheben? Gott ist es, der rechtfertigt.“ (Röm. 8,30–33)
    Wie wunderbar ist die Gewissheit, dass der Herr Jesus für all unsere Sünden gestorben ist – nicht nur für vergangene, sondern auch für gegenwärtige und zukünftige Schuld. Sein vollkommenes Erlösungswerk auf Golgatha und sein vergossenes Blut sind unser endgültiger Freispruch: gerechtfertigt vor Gott!
    Ich darf mich von Herzen über meinen Freispruch freuen und möchte dem HERRN dafür alle Ehre geben. Noch viel mehr aber darf ich staunen, dass Gottes Freispruch in Christus endgültig gilt. Wer ihm vertraut, muss vor der Anklage des Teufels nicht mehr verzagen, sondern darf dankbar und wachsam aus der Gnade leben.

    Ein Freispruch aus Gottes Gnade ist kein Freibrief zum Sündigen.

    Gerd Brändlein

    Tägliche Bibellese

    Der Bibelvers im Zusammenhang Offenbarung 12

    Die Frau und der Drache
    1 Und es erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen. 2 Und sie war schwanger und schrie in Kindsnöten und hatte große Qual bei der Geburt.
    3 Und es erschien ein anderes Zeichen am Himmel, und siehe, ein großer, roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Häuptern sieben Kronen, 4 und sein Schwanz fegte
    den dritten Teil der Sterne des Himmels hinweg und warf sie auf die Erde. Und der Drache trat vor die Frau, die gebären sollte, damit er, wenn sie geboren hätte, ihr Kind fräße.
    5 Und sie gebar einen Sohn, einen Knaben, der alle Völker weiden sollte
    mit eisernem Stabe. Und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und seinem Thron. 6 Und die Frau entfloh in die Wüste, wo sie einen Ort hatte, bereitet von Gott, dass sie dort ernährt werde
    tausendzweihundertundsechzig Tage.
    7 Und es entbrannte ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel, 8 und sie siegten nicht und ihre Stätte wurde nicht mehr gefunden im Himmel. 9 Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt, und er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen.
    10 Und ich hörte eine große Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und
    das Reich unseres Gottes geworden und die Macht seines Christus; denn der Verkläger unserer Brüder ist verworfen, der sie verklagte Tag und Nacht vor unserm Gott.

    11 Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt bis hin zum Tod. 12 Darum freut euch, ihr Himmel und die darin wohnen! Weh aber der Erde und dem Meer! Denn der Teufel kommt zu euch hinab und hat einen großen Zorn und weiß, dass er wenig Zeit hat. 13 Und als der Drache sah, dass er auf die Erde geworfen war, verfolgte er die Frau, die den Knaben geboren hatte. 14 Und es wurden der Frau gegeben die zwei Flügel des großen Adlers, dass sie in die Wüste flöge an ihren Ort, wo sie ernährt werden sollte eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit fern von dem Angesicht der Schlange. 15 Und die Schlange stieß aus ihrem Rachen Wasser aus wie einen Strom hinter der Frau her, um sie zu ersäufen. 16 Aber die Erde half der Frau und tat ihren Mund auf und verschlang den Strom, den der Drache ausstieß aus seinem Rachen. 17 Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, zu kämpfen gegen die Übrigen von ihrem Geschlecht, die Gottes Gebote halten und haben das Zeugnis Jesu. 18 Und er trat an den Strand des Meeres.

    Das tägliche Bibel-Quiz