Brot des Lebens, ein Impuls für das Leben mit Jesus
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    Dienstag, 25. August 2026

    Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern gibt und niemanden schilt; so wird sie ihm gegeben werden.

    Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern gibt und niemanden schilt; so wird sie ihm gegeben werden. (Jak. 1:5)

    Weisheit allein reicht nicht

    Was würdest du dir wünschen, wenn dir ein Wunsch freistünde?
    Genau diese Frage wurde Salomo, dem Sohn des legendären Königs David, von GOTT vorgelegt. Als er noch ein junger Mann war, gewährte ihm GOTT selbst im Traum eine Bitte.
    Salomo bat nicht um ein langes Leben, nicht um Reichtum und auch nicht um den Tod seiner Feinde. Er bat um ein gehorsames und weises Herz, um das große Volk Israel führen zu können. GOTT hatte Gefallen an dieser Bitte und überschüttete ihn mit Weisheit und Verstand. Mehr noch: Wenn er nach Gottes Satzungen und Geboten handeln würde, wollte GOTT ihm zusätzlich auch ein langes Leben geben, dazu Reichtum und Frieden vor seinen Feinden – Dinge, um die er gar nicht gebeten hatte.
    König Salomo durfte Israel vierzig Jahre lang in Frieden regieren. Er baute den Tempel Gottes – nach Davids Plänen – und weihte ihn ein. Salomo war mit mehr Weisheit ausgestattet worden als irgendein Mensch vor oder nach ihm (1. Kön. 3,12). Er besaß die nötige Macht und die Mittel, um sich nahezu jeden Wunsch zu erfüllen. Er schrieb einige Psalmen, einen Großteil der Sprüche, das Buch Prediger und das Hohelied – und trotzdem war all das keine Garantie für einen GOTT wohlgefälligen Lebenswandel bis zum Tod. In Spr. 4,23 schreibt Salomo selbst: „Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben.“ Leider hat er seinen eigenen, guten Ratschlag nicht beherzigt.
    Die Jahre vergingen, und er nahm sich die Tochter des Pharaos zur Frau – vielleicht auch aus politischen Gründen, um den dauerhaften Frieden mit Ägypten zu sichern. In 5. Mose 7,3–4 wurde den Israeliten jedoch ausdrücklich geboten, keine Frauen aus fremden Völkern zu heiraten; zugleich wird dort die Konsequenz bei Zuwiderhandlung angekündigt. Dasselbe in 5, Mose 17,17 auch dem König. Die Missachtung dieses Gebots war der Anfang vom Ende und ein Wendepunkt in seiner Haltung zu GOTT.
    Er häufte im Laufe seines Lebens einen Harem von 700 Ehefrauen und 300 Nebenfrauen an, die sein Herz prompt zum Götzendienst verführten. In 1. Kön. 11,1–8 lesen wir von dieser traurigen Abwärtsspirale seiner Untreue gegenüber GOTT: Er baute östlich von Jerusalem ein Höhenheiligtum für Kemosch, den scheußlichen Götzen der Moabiter, und für Moloch, den scheußlichen Götzen der Ammoniter. Ebenso machte er es für alle seine ausländischen Frauen. Sein Herz war nicht mehr ungeteilt auf den wahren GOTT gerichtet. Heute würde man sagen, dass er sich von einem gottesfürchtigen, bescheidenen jungen Mann zu einem Lebemann entwickelte.
    Die Folgen seines Ungehorsams waren dramatisch. In 1. Kön. 11,9 lesen wir: „Da wurde der HERR zornig über Salomo …“ Und dann folgen die gravierenden Worte in den Versen 11 bis 13: „Da sprach der HERR zu Salomo: Weil dies bei dir geschehen ist und du meinen Bund und meine Ordnungen, die ich dir geboten habe, nicht gehalten hast, so werde ich das Königreich ganz bestimmt von dir wegreißen und es deinem Knecht geben.“
    Und so kam es: Drei Widersacher traten während seiner Regentschaft auf. Nach seinem Tod zerfiel das Königreich in zwei Teile. Salomos Knecht Rehabeam übernahm das Nordreiches. Und wir wissen, dass es auf lange Sicht sowohl im Nord- als auch im Südreich zu einem bösen Ende kam und beide Reiche im Exil verschwanden.
    Was können wir aus der Geschichte Salomos lernen? Es reicht nicht aus, nur um Weisheit zu beten. Vielmehr gilt es, in der empfangenen Weisheit zu bleiben und das Herz lebenslang vor GOTT zu bewahren. Weisheit ist ein kostbares Geschenk; aber sie muss im Gehorsam gelebt werden. Das gilt auch für dein und mein Glaubensleben.

    Schön, dass du gut gestartet bist. Nun sieh zu, dass du ebenso gut und bewahrt ans Ziel kommst!

    Gerd Brändlein

    Tägliche Bibellese

    Der Bibelvers im Zusammenhang Jakobus 1:

    1 Jakobus, ein Knecht Gottes und des Herrn Jesus Christus, an die zwölf Stämme in der Zerstreuung: Gruß zuvor!
    Der Christ in der Anfechtung
    2 Meine lieben Brüder, erachtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen fallt, 3 und wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt. 4 Die Geduld aber soll ihr Werk tun bis ans Ende, damit ihr vollkommen und unversehrt seid und kein Mangel an euch sei.
    5 Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern gibt und niemanden schilt; so wird sie ihm gegeben werden. 6 Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, der gleicht einer Meereswoge, die vom Winde getrieben und bewegt wird. 7 Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde. 8 Ein Zweifler ist unbeständig auf allen seinen Wegen.
    9 Ein Bruder aber, der niedrig ist, rühme sich seiner Höhe; 10 wer aber reich ist, rühme sich seiner Niedrigkeit, denn wie eine Blume des Grases wird er vergehen. 11 Die Sonne geht auf mit ihrer Hitze und das Gras verwelkt, und die Blume fällt ab und ihre schöne Gestalt verdirbt: so wird auch der Reiche dahinwelken in dem, was er unternimmt.
    12 Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben.

    Der Ursprung der Versuchung
    13 Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand. 14 Sondern ein jeder, der versucht wird, wird von seinen eigenen Begierden gereizt und gelockt. 15 Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.
    16 Irrt euch nicht, meine lieben Brüder. 17 Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis. 18 Er hat uns geboren nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, damit wir Erstlinge seiner Geschöpfe seien.
    Hörer und Täter des Wortes
    19 Ihr sollt wissen, meine lieben Brüder: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. 20 Denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist. 21 Darum legt ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmt das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzt ist und Kraft hat, eure Seelen selig zu machen.
    22 Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst. 23 Denn wenn jemand ein Hörer des Worts ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Mann, der sein leibliches Angesicht im Spiegel beschaut; 24 denn nachdem er sich beschaut hat, geht er davon und vergisst von Stund an, wie er aussah. 25 Wer aber durchschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und dabei beharrt und ist nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter, der wird selig sein in seiner Tat.
    26 Wenn jemand meint, er diene Gott, und hält seine Zunge nicht im Zaum, sondern betrügt sein Herz, so ist sein Gottesdienst nichtig. 27 Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten.

    Das tägliche Bibel-Quiz