Brot des Lebens, ein Impuls für das Leben mit Jesus
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    Montag, 20. Juli 2026

    Vielmehr sind die Glieder des Leibes, die uns die schwächsten zu sein scheinen, die nötigsten

    Vielmehr sind die Glieder des Leibes, die uns die schwächsten zu sein scheinen, die nötigsten; (1. Kor. 12:22)

    Die fehlende Putzfrau

    Sie hat gekündigt – vermutlich aus Alters- oder Gesundheitsgründen. Plötzlich kam sie einfach nicht mehr: die Putzfrau, die bisher regelmäßig unser Stockwerk im Hochhaus gereinigt hatte und auch für die anderen Stockwerke zuständig war.
    Wir merkten es bald. Auf unserem Stockwerk nahmen unschöne Flecken und Spuren von Kinderwagenrädern zu. Entlang der Wände sammelten sich Staubflocken. Manchmal schämte man sich fast, wenn Besuch kam.
    Inzwischen hat die Hausverwaltung für Ersatz gesorgt. Nun reinigt eine Firma regelmäßig alle Stockwerke unseres Hochhauses. Gott sei Dank!
    Dabei musste ich denken: Da haben wir es wieder. Eine Putzfrau genießt in unserer Gesellschaft meist kein hohes Ansehen. Aber wehe, sie fällt aus! Dann merken es alle – und leiden darunter.
    In der Gemeinde Jesu ist es oft nicht anders. Auch dort gibt es Glieder am Leib, deren Dienst kaum auffällt. Was sie tun, erscheint uns vielleicht unscheinbar oder gering. Oft fehlt ihnen die Wertschätzung, die sie verdient hätten.
    Doch dann kommt der Tag, an dem ein solcher Dienst nicht mehr getan wird. Jemand hört auf – aus Altersgründen, wegen Krankheit, aus Erschöpfung oder Enttäuschung. Und plötzlich stockt der ganze Betrieb. Erst dann wird uns bewusst, wie nötig dieses scheinbar schwache, unscheinbare und wenig beachtete Glied war.
    Ähnliches sah ich im Krankenhaus. Jeden Tag erschien etwa zur gleichen Zeit eine Reinigungskraft und machte den „Zimmerservice“. Es waren keine Menschen, die im Rampenlicht standen. Keine glänzenden oder gewaltigen Gestalten. Aber im Stillen dachte ich oft: „Du tust einen wesentlichen Dienst.“ Und manchmal sagte ich es ihnen auch. Denn wie wichtig ist gerade im Krankenhaus die Hygiene! Man stelle sich nur vor, dieser Dienst würde ausfallen!
    Darum lasst uns die Reinigungskräfte in Krankenhäusern und Wohnhäusern ebenso wenig geringschätzen wie die „Putzfrauen“ in unseren Gemeinden: Menschen, die im Hintergrund aufräumen, vorbereiten, nacharbeiten, zuhören, beten, tragen und dienen. Oft merkt man ihren Wert erst, wenn sie fehlen. Doch Gott sieht ihren Dienst schon vorher – und er bezeichnet gerade die scheinbar schwächeren Glieder als nötig.

    Niedrige Dienste in den Augen der Menschen sind oft unverzichtbare Dienste in den Augen Gottes.

    Peter Engler

    Tägliche Bibellese

    Der Bibelvers im Zusammenhang 1.Korinther 12

    Viele Gaben – ein Geist
    1 Über die Gaben des Geistes aber will ich euch, liebe Brüder, nicht in Unwissenheit lassen. 2 Ihr wisst: als ihr Heiden wart, zog es euch mit Macht zu den stummen Götzen. 3 Darum tue ich euch kund, dass niemand Jesus verflucht, der durch den Geist Gottes redet; und niemand kann Jesus den Herrn nennen außer durch den Heiligen Geist.
    4 Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. 5 Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. 6 Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen. 7 In einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller; 8 dem einen wird durch den Geist gegeben, von der Weisheit zu reden; dem andern wird gegeben, von der Erkenntnis zu reden, nach demselben Geist; 9 einem andern Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem einen Geist; 10 einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen. 11 Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist und teilt einem jeden das Seine zu, wie er will.
    Viele Glieder – ein Leib
    12 Denn wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus. 13 Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt.

    14 Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. 15 Wenn aber der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum bin ich nicht Glied des Leibes, sollte er deshalb nicht Glied des Leibes sein? 16 Und wenn das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum bin ich nicht Glied des Leibes, sollte es deshalb nicht Glied des Leibes sein? 17 Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? Wenn er ganz Gehör wäre, wo bliebe der Geruch? 18 Nun aber hat Gott die Glieder eingesetzt, ein jedes von ihnen im Leib, so wie er gewollt hat. 19 Wenn aber alle Glieder ein Glied wären, wo bliebe der Leib? 20 Nun aber sind es viele Glieder, aber der Leib ist einer.
    21 Das Auge kann nicht sagen zu der Hand: Ich brauche dich nicht; oder auch das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht. 22 Vielmehr sind die Glieder des Leibes, die uns die schwächsten zu sein scheinen, die nötigsten; 23 und die uns am wenigsten ehrbar zu sein scheinen, die umkleiden wir mit besonderer Ehre; und bei den unanständigen achten wir besonders auf Anstand; 24 denn die anständigen brauchen’s nicht. Aber Gott hat den Leib zusammengefügt und dem geringeren Glied höhere Ehre gegeben, 25 damit im Leib keine Spaltung sei, sondern die Glieder in gleicher Weise füreinander sorgen. 26 Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.
    27 Ihr aber seid der Leib Christi und jeder von euch ein Glied. 28 Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann Wundertäter, dann Gaben, gesund zu machen, zu helfen, zu leiten und mancherlei Zungenrede. 29 Sind alle Apostel? Sind alle Propheten? Sind alle Lehrer? Sind alle Wundertäter? 30 Haben alle die Gabe, gesund zu machen? Reden alle in Zungen? Können alle auslegen? 31 Strebt aber nach den größeren Gaben!
    Und ich will euch einen noch besseren Weg zeigen.

    Das tägliche Bibel-Quiz