Brot des Lebens, ein Impuls für das Leben mit Jesus
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    Montag, 27. Juli 2026

    Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren.

    Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren. (Joh. 13:7)

    Das unverständliche Jetzt

    Petrus verstand die Welt nicht mehr. Sein Meister, sein Rabbi, Jesus, den er selbst als Sohn Gottes und Messias Israels erkannt hatte, schickte sich an, ihm, dem einfachen Fischer und ungelehrten Jünger, die Füße zu waschen! Dagegen wehrte sich Petrus entschieden.
    Jesus gab ihm eine merkwürdige Antwort: „Was ich tue, das verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren.“ Mit anderen Worten: Petrus konnte in diesem Augenblick nicht begreifen, warum Jesus so handelte. Doch es würde eine Zeit kommen, in der ihm der Sinn dieses Tuns aufgehen sollte.
    Im Grunde erfährt Petrus schon wenige Verse später, worauf Jesus hinauswill:
    „Als er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach zu ihnen: Wisst ihr, was ich euch getan habe? Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht, denn ich bin’s auch. Wenn nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr euch untereinander die Füße waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe.“ (Joh. 13,12–15)
    Die Jünger sollen einander in derselben Demut begegnen, die sie an ihrem Meister sehen. Sie sollen einander die Füße waschen – buchstäblich oder im übertragenen Sinn. In der Kirchengeschichte ist diese Anweisung unterschiedlich verstanden worden. Übertragen kann sie bedeuten: Wir helfen einander, wieder zurechtzukommen, wenn uns der Staub dieser Welt beschmutzt hat. Manchmal heißt das in der Seelsorge, dem anderen liebevoll zuzuhören, wenn er von dem Schmutz spricht, der sich in seinem Leben angesammelt hat. Und dann gemeinsam vor den Herrn zu treten, Schuld zu bekennen und die reinigende Vergebung Jesu zu empfangen. Dazu kann auch gehören, dem anderen nach seinem Bekenntnis im Namen Jesu Vergebung zuzusprechen – und zugleich wachsam zu bleiben, damit wir uns nicht selbst vom gehörten Schmutz anstecken lassen.
    Doch damit ist der Vers noch nicht ausgeschöpft. Gerade der zweite Teil öffnet einen weiteren Blick auf unsere Beziehung zu Jesus.
    Auch wir verstehen in manchen Lebenslagen nicht, warum Gott uns so führt, wie er uns führt, und warum er dieses oder jenes geschehen lässt. Herr, warum ist diese Krankheit in mein Leben gekommen? Warum musste ich diesen oder einen anderen Schicksalsschlag erleiden? Wo blieb deine Bewahrung? Warum handelst du in meinem Leben so unverständlich? Ist es eine Strafe für frühere Sünden? Oder willst du mir durch dieses Ereignis etwas anderes zeigen? Was ist der tiefere Sinn dessen, was ich gerade erlebe?
    Oft erhalten wir darauf in diesem Leben keine endgültige Antwort. Uns bleibt dann nur, Gott zu vertrauen: Er macht es recht – auch dann, wenn wir den Sinn nicht erkennen und seine Liebe im Dunkel kaum mehr wahrnehmen können.
    Gerade deshalb ruft uns Jesu Wort ins Vertrauen: „Was ich tue, das verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren.“
    Manchmal geschieht dieses Erkennen schon in diesem Leben. Manchmal bleibt die Erklärung bis zur Ewigkeit verborgen. Sicher ist nur: Gott wird dafür sorgen, dass denen, die ihn lieben, alle Dinge zum Besten dienen. Wie er das tut und warum der Weg dahin nicht anders möglich war, bleibt bis dahin sein Geheimnis.

    Das Dunkel unseres Unverständnisses wird eines Tages dem hellen Licht der Klarheit Gottes weichen. Dann werden wir erkennen, dass Jesus auch im unverständlichen Jetzt treu gehandelt hat.

    Peter Engler

    Tägliche Bibellese

    Der Bibelvers im Zusammenhang Johannes 13

    Jesu Abschiedsreden
    Die Fußwaschung
    1 Vor dem Passafest aber erkannte Jesus, dass seine Stunde gekommen war, dass er aus dieser Welt ginge zum Vater; und wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. 2 Und beim Abendessen, als schon der Teufel dem Judas, Simons Sohn, dem Iskariot, ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten, 3 Jesus aber wusste, dass ihm der Vater alles in seine Hände gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott ging, 4 da stand er vom Mahl auf, legte sein Obergewand ab und nahm einen Schurz und umgürtete sich. 5 Danach goss er Wasser in ein Becken, fing an, den Jüngern die Füße zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurz, mit dem er umgürtet war.
    6 Da kam er zu Simon Petrus; der sprach zu ihm: Herr, solltest du mir die Füße waschen? 7 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren. 8 Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Wenn ich dich nicht wasche, so hast du kein Teil an mir. 9 Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt! 10 Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, bedarf nichts, als dass ihm die Füße gewaschen werden; denn er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. 11 Denn er kannte seinen Verräter; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein.
    12 Als er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach zu ihnen: Wisst ihr, was ich euch getan habe? 13 Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht, denn ich bin’s auch. 14 Wenn nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr euch untereinander die Füße waschen. 15 Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe. 16 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr und der Apostel nicht größer als der, der ihn gesandt hat. 17 Wenn ihr dies wisst – selig seid ihr, wenn ihr’s tut.
    18 Das sage ich nicht von euch allen; ich weiß, welche ich erwählt habe. Aber es muss die Schrift erfüllt werden Ps 41,10: »Der mein Brot isst, tritt mich mit Füßen.« 19 Jetzt sage ich’s euch, ehe es geschieht, damit ihr, wenn es geschehen ist, glaubt, dass ich es bin. 20 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer jemanden aufnimmt, den ich senden werde, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat.

    Jesus und der Verräter
    21 Als Jesus das gesagt hatte, wurde er betrübt im Geist und bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. 22 Da sahen sich die Jünger untereinander an, und ihnen wurde bange, von wem er wohl redete. 23 Es war aber einer unter seinen Jüngern, den Jesus lieb hatte, der lag bei Tisch an der Brust Jesu. 24 Dem winkte Simon Petrus, dass er fragen sollte, wer es wäre, von dem er redete. 25 Da lehnte der sich an die Brust Jesu und fragte ihn: Herr, wer ist’s? 26 Jesus antwortete: Der ist’s, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er nahm den Bissen, tauchte ihn ein und gab ihn Judas, dem Sohn des Simon Iskariot. 27 Und als der den Bissen nahm, fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du tust, das tue bald!
    28 Aber niemand am Tisch wusste, wozu er ihm das sagte. 29 Einige meinten, weil Judas den Beutel hatte, spräche Jesus zu ihm: Kaufe, was wir zum Fest nötig haben!, oder dass er den Armen etwas geben sollte. 30 Als er nun den Bissen genommen hatte, ging er alsbald hinaus. Und es war Nacht.
    Die Verherrlichung und das neue Gebot
    31 Als Judas nun hinausgegangen war, spricht Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist verherrlicht in ihm. 32 Ist Gott verherrlicht in ihm, so wird Gott ihn auch verherrlichen in sich und wird ihn bald verherrlichen. 33 Liebe Kinder, ich bin noch eine kleine Weile bei euch. Ihr werdet mich suchen. Und wie ich zu den Juden sagte, sage ich jetzt auch zu euch: Wo ich hingehe, da könnt ihr nicht hinkommen.
    34 Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. 35 Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
    Die Ankündigung der Verleugnung des Petrus
    36 Spricht Simon Petrus zu ihm: Herr, wo gehst du hin? Jesus antwortete ihm: Wo ich hingehe, kannst du mir diesmal nicht folgen; aber du wirst mir später folgen. 37 Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir diesmal nicht folgen? Ich will mein Leben für dich lassen. 38 Jesus antwortete ihm: Du willst dein Leben für mich lassen? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Der Hahn wird nicht krähen, bis du mich dreimal verleugnet hast.

    Das tägliche Bibel-Quiz